Saarbrücken – Trauer um großen saarländischen Fußballer!

Pressemitteilung 1.FC Saarbrücken

FCS trauert um einen großen saarländischen Fußballer

Der ehemalige saarländische Nationalspieler Kurt Clemens ist am Montagnachmittag im Alter von 95 Jahren verstorben. Clemens zählt den größten
Saar-Fußballern der Geschichte, galt als technisch brillanter Spieler. Zwischen 1950 und 1956, als das Saarland noch als eigenständiges Mitglied des Fußball-
Weltverbandes Fifa geführt wurde, lief er bei zehn von 19 Länderspielen für die saarländische Nationalelf auf – darunter auch die vier WM-Qualifikationsspiele
1953 und 1954 gegen Deutschland und Norwegen. In Medienberichten wurde Clemens nach diesen Spielen als „Weltklasse“ betitelt und auch in der Fußball-
Welt sollte sein Talent nicht ungeachtet bleiben: Der deutsche Bundestrainer Sepp Herberger hätte den Außenläufer gerne zur Weltmeisterschaft in die
Schweiz mitgenommen.

Seine Karriere begann für den gebürtigen Homburger in seiner Heimatstadt. Nach dem zweiten Weltkrieg spielte er bei Union, weiter beim VfL und schließlich beim SV Homburg. In dieser Zeit war er auch sehr erfolgreich in der Leichtathletik, wurde 1947 sogar saarländischer Meister im Kugelstoßen, ein Jahr
später im Fünfkampf. 1948 führte sein Weg ihn nach Karlsruhe zum VfB Mühlburg, die ihn aber in keinem Oberligaspiel einsetzten, weswegen er noch in
der laufenden Saison zurück an die Saar zum 1. FC Saarbrücken wechselte. Die Leichtathletik gab er auf, konzentrierte sich nur noch auf den Fußball. In diese
glorreiche Zeit der Blauschwarzen, die von vielen internationalen Freundschaftsspielen und dem Gewinn des Internationalen Saarlandpokals
geprägt wurde, fiel auch der 4:0-Sieg bei Real Madrid, der für Clemens vieles verändern sollte: „Es war einer der Höhepunkte meiner Laufbahn“, sagte er
später. Denn auch die Spanier wussten seine Taktik zu schätzen und boten die damalige Rekordsumme von 300.000 D-Mark für seinen Wechsel. 1950 wurde
Clemens erstmals in die saarländische Nationalelf berufen. Wie viel sein Einsatz in der Saar-Elf wert war, zeigte bereits das Qualifikationsspiel zur WM in Oslo,
als das Saarland 0:2 zurücklag, Clemens aber einer der Spieler war, der das Match schlussendlich noch drehen und zum Endstand 3:2 führen konnte.

1951 erlitt er eine schwere Kopfverletzung. Dennoch gab der ehrgeizige Saarländer nicht auf, unterschrieb zudem im selben Jahr einen Profivertrag beim
FC Nancy. In der Division 1 reichte es zwar nur zu Mittelfeldplätzen, 1953 stand der Saarländer aber im Pokalfinale, in dem man Lille Olympique aber 1:2
unterlag. Später kickte er zehn Jahre beim SV Saar 05 Saarbrücken, ehe er seine Karriere im Alter von 37 Jahren beendete. Beruflich verschlug es den Homburger zum saarländischen Finanzministerium, in welchem er als Übersetzer tätig war.

Wir verneigen uns vor einer prägenden Persönlichkeit im Saar-Fußball und werden sein Andenken in Ehren halten.

REGIO.news - 1.FCS

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