Landkreis schafft auf Kreistagsinitiative CO2-Melder für weiterführende Schulen an

Für die fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen hat der Landkreis Saarlouis CO2-Melder angeschafft. Dies geht auf einen Beschluss des Kreistages zurück. Ein Teil der Melder wurde kürzlich im Schülerforschungszentrum zusammengebaut.

Wie kann die Ansteckungsgefahr für diejenigen Schülerinnen und Schüler reduziert werden, für die es derzeit noch keine Impfempfehlung gegen das Corona-Virus gibt? Das hat sich der Kreisausschuss unlängst von einem Sachverständigenrat erklären lassen. Da alle Klassenräume des Landkreises Saarlouis der Kategorie 1 angehören, damit also eine ausreichende Fensterlüftung möglich ist, sei die notwendige Voraussetzung für Luftfiltergeräte nicht vorhanden, so die Experten.

Ein alternativer Vorschlag war die Anschaffung von CO2-Überwachungsgeräten für Innenräume, um so das Intervall der Fensterlüftung zu optimieren. Die CO2-Konzentration gilt als ein Anhaltspunkt für die über die Ausatmung freigesetzten Aerosole und damit für die Ansteckungsgefahr durch über die Luft übertragene Krankheiten. So genannte CO2-Ampeln zeigen visuell über die Farben Grün, Gelb und Rot, wie die hoch die CO2-Konzentration in der Luft ist. Zusätzlich signalisiert ein Ton unmissverständlich, dass zeitnah gelüftet werden sollte.

Basierend auf diesem Vorschlag hat die Verwaltung nach einem entsprechenden Kreistagsbeschluss bei allen weiterführenden Schulen im Landkreis Saarlouis den Bedarf nach CO2-Meldern abfragen lassen. Einige Schulen verfügten bereits über entsprechende Geräte. Insgesamt 150 Melder für rund 20.000 Euro wurden für Klassenräume der fünften und sechsten Klassen angefordert, Hersteller ist die Saarbrücker 3S – Sensors, Signal Processing, Systems GmbH. Einen Teil der Melder hat die Klasse 10a des Max-Planck-Gymnasiums im Schülerforschungszentrum unter der Leitung von Benjamin Brück zusammengebaut. „Die Lehrkräfte und Schüler erhalten durch die CO2-Melder nicht nur den wichtigen Hinweis, wann gelüftet werden sollte, sondern auch wie lange“, erklärt Brück die Vorteile des Überwachungsgeräts.

Weitere Informationen zum Schülerforschungszentrum unter https://sfz-sls.de/.

Die Klasse 10a des MPGs baute unter Leitung von Benjamin Brück (hinten) und dem wachsamen Auge von Landrat Patrik Lauer (vorne) in Rekordzeit 20 CO2-Melder zusammen.