Merzig – Zeichen der Solidarität!

REGIOnews - Merzig

Merzig setzt Zeichen der Solidarität

Liebe Merzigerinnen und Merziger, 

bedrückt und mit Entsetzen haben wir vergangene Woche über den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine erfahren.
Diese Nachrichten und die Bilder aus der Ukraine machen uns sprachlos.
Dass ein souveräner Staat angegriffen wird, ist für uns nicht vorstellbar.
Ich teile die Einschätzung der Bundesregierung, dass der Angriff auf die Ukraine ein eklatanter Bruch des Völkerrechts und durch nichts zu rechtfertigen ist. Dieser Angriff hat ein ganzes Land in große Not gebracht und die Welt verändert.
Durch den Tod und die Verwundungen von Angehörigen und Freunden sowie der Flucht aus der Heimat erfahren die Menschen in der Ukraine großes Leid. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine.
Wir können in Merzig nicht das Weltgeschehen verändern, aber wir können unsere Solidarität mit den Menschen zum Ausdruck bringen.
Daher haben wir bereits am vergangenen Freitag als Zeichen der stillen Solidarität die Merziger Stadthalle in den Landesfarben der Ukraine beleuchtet.Ich hoffe, dass der Krieg schnell endet und die Ukrainerinnen und Ukrainer wieder in Frieden in ihrem Land leben können.

Allerdings müssen wir uns möglicherweise darauf einstellen, dass dieser Krieg länger dauern wird und Menschen aus der Ukraine bei uns Zuflucht suchen.

Solidarität, Zusammenhalt und Menschlichkeit sind jetzt mehr denn je das Gebot der Stunde – daher ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wir die in Not geratenen und Schutz suchenden Menschen aus dem Krisengebiet unterstützen.

Weil wir vorbereitet sein wollen, laufen in der Stadtverwaltung bereits umfangreiche Vorbereitungen für eine Unterbringung von möglichen Kriegsflüchtlingen.
Hierzu suchen wir kurzfristig Wohnungen, die den Geflüchteten gegebenenfalls zur Verfügung gestellt werden können. 

Wenn Sie uns für diese humanitäre Aufgabe Wohnraum zur Verfügung stellen wollen, wenden Sie sich bitte an unseren städtischen Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung (Telefonnummer 06861/85388).

Außerdem werden Dolmetscherinnen und Dolmetscher gesucht, welche die ukrainische Sprache sprechen (viele Ukrainer sprechen neben ukrainisch auch russisch oder englisch) und als potenzielle Sprachmittler zur Verfügung stünden. Interessierte Unterstützerinnen und Unterstützer nehmen hierzu bitte Kontakt mit dem städtischen Fachbereich Familie und Soziales auf (Telefonnummer 06861/85383).

Zudem werden auch ehrenamtlich tätige Personen gesucht, die die möglicherweise zu uns kommenden Flüchtlinge bei vielfältigen Aufgaben unterstützen können. 

Interessierte erhalten weitere Informationen ebenfalls beim Fachbereich Familie und Soziales (Telefonnummer 06861/85383).

Darüber hinaus hat die Kreisstadt Merzig ein Spendenkonto eingerichtet, dessen Spendengelder der polnischen Stadt Slawa und der Gemeinde Vadul lui Voda in Moldawien zugutekommen werden. Der Kontakt dorthin ist über unsere Partnerstadt Luckau entstanden, die städtepartnerliche Beziehungen zu den Gemeinden an der Grenze zur Ukraine pflegen. Die Gemeinde Vadul lui Voda zählt beispielsweise rund 5.000 Einwohner und hat bereits jetzt mehr als 3.000 Kriegsflüchtlinge aufgenommen. Um die Versorgung der Menschen sicherzustellen, wird dort dringende Hilfe auch in finanzieller Weise benötigt. Die Kreisstadt Merzig hat dafür bei der Sparkasse Merzig-Wadern folgendes Spendenkonto eingerichtet:

IBAN: DE23 5935 1040 0000 2445 58

Spendenzweck: Ukraine

Da bereits jetzt feststellbar ist, dass die Hilfsbereitschaft äußerst groß ist, verweisen wir bezüglich Sachspenden an die folgenden Einrichtungen: 

  • Möbel-/Kleiderbörse der CEB(Christliche Erwachsenenbildung) Ansprechpartner: Herr Comtesse Telefon 06861/90883
    geöffnet: Mo bis Do 8:00 bis 16:00 Uhr, Fr. 8:00 bis 13:00 Uhr (jeweils gegen 12:30 Uhr Mittagspause) 
  • Anziehend – der Kleiderschrank der Caritas Merzig
    Caritasverband Saar-Hochwald e.V. Kleiderschrank Merzig, Torstraße 2
    Frau Wiegant oder Frau Schmitt-Müller Telefon 06861/9120715 
    Spendenannahme: Montag 12:30 bis 15:00 Uhr nach telefonischer Terminvereinbarung 

Im Stadtgebiet werden zudem Friedensgebete als Zeichen der Solidarität abgehalten. Die Pfarreiengemeinschaft St. Peter lädt hierzu in dieser Woche am Sonntag, 6. März 2022, um 17:30 Uhr, nach Bietzen in die Pfarrkirche St. Martin ein. Ebenso wird die Evangelische Kirchengemeinde Merzig immer freitags um 18:00 Uhr Friedensgebete mit anschließendem Gesprächsangebot vor der Friedenskirche in Merzig abhalten.

In unserer Kreisstadt Merzig leben einige Menschen aus der Ukraine, ihnen gehören unsere besondere Solidarität und unser Mitgefühl. 

Dieses richte ich auch an die vielen aus Russland stammenden Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die dieser Situation ebenfalls ohne eigenes Zutun ausgesetzt sind.

Ihr
Marcus Hoffeld
Bürgermeister

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