Merzig-Wadern – Innenminister und Verkehrsministerin besuchen Jugendverkehrsschule Merzig-Wadern!

REGIO.news - Merzig-Wadern
Personen: Kinder der Grundschule Beckingen und Polizeimaskottchen Kiko mit Innenminister Klaus Bouillon (2. Reihe, 4.v.r.), Verkehrssicherheitsberater Thomas Welsch (2. Reihe, 3.v.r), Verkehrsministerin Anke Rehlinger (2. Reihe, 2.v.r) und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (1.v.r).

Innenminister Klaus Bouillon und Verkehrsministerin Anke Rehlinger besuchen Jugendverkehrsschule Merzig-Wadern

Innenminister Klaus Bouillon und Verkehrsministerin Anke Rehlinger haben sich am Montag, 7. Februar 2022, gemeinsam einen Eindruck davon verschafft, wie die Radfahrausbildung in der Jugendverkehrsschule Merzig-Wadern abläuft.

Die Jugendverkehrsschule Merzig-Wadern ist eine von insgesamt 15 Jugendverkehrsschulen im Saarland, 13 davon befinden sich stationär in allen Landkreisen. Im Stadtverband Saarbrücken und im Landkreis Saarlouis werden zwei weitere mobil betrieben.

Träger der Jugendverkehrsschulen sind entweder die Landkreise, Kommunen oder die Verkehrswachten. Für die Schulung der Kinder stehen Polizistinnen und Polizisten des Landespolizeipräsidiums als Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater in den Jugendverkehrsschulen zur Verfügung.

Zu ihren konkreten Aufgaben zählt beispielsweise die Begleitung bzw. Durchführung der Radfahrausbildung für Grundschulkinder, die in enger Zusammenarbeit mit den Schulen erfolgt. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die

Verkehrssicherheit, da damit pro Jahr ca. 8000 Kinder (mit steigender Tendenz) auf das verkehrssichere Fahrradfahren vorbereitet werden. Nach der theoretischen Vorbereitung im Grundschulunterricht vermitteln die Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater im Rahmen von mehreren Veranstaltungsterminen die Praxis im „Schonraum“ der Jugendverkehrsschule. Die Radfahrausbildung wird dann mit einer Radfahrprüfung abgeschlossen.

Grundlage des Programms ist ein gemeinsamer Erlass von Bildungs- und Innenministerium, der bereits 1993 verabschiedet wurde und bis heute Gültigkeit hat. Hierbei legen die Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater auch ein besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung der Kinder für die Gefahrensituationen, die durch den toten Winkel entstehen können; diese werden unter Einsatz von „Pappaufstellern/Falt-LKWs“ sowie Filmmaterial erklärt und der Gefahrenbereich mit Hilfe der sog. „Toten Winkel -Plane“ visualisiert und erläutert.

Die Polizistinnen und Polizisten vermitteln u.a. Erstklässlerinnen und Erstklässlern sowie Vorschulkindern Kenntnisse, die für einen sicheren Schulweg relevant sind. Dabei geht es beispielsweise um Themen wie die Sichtbarkeit im Dunkeln oder das sichere Mitfahren im Auto, aber auch um das korrekte Verhalten an der Bushaltestelle beim Ein- und Aussteigen, während der Fahrt im Bus, oder beim anschließenden Überqueren der Straße; die richtigen Verhaltensweisen werden dabei im realen Verkehrsraum nachgestellt und geübt.

Darüber hinaus gibt es ein Schülerlotsenprogramm, bei dem die polizeilichen Beraterinnen und Berater Schülerinnen und Schüler zu Schülerlotsen bzw. (Groß)Eltern zu Verkehrshelferinnen und -helfern ausbilden und in der Praxis betreuen.

Neben den erwähnten Aufgaben im Bereich der Zielgruppe Kinder finden zudem vielfältige Aktionen und Projekte für Jugendliche und junge Erwachsene (z.B. Präventionsveranstaltungen an weiterführenden Schulen) sowie für Erwachsene und Senioren (z.B. Pedelec-Kurse) statt, deren vornehmliches Ziel in einer Verbesserung der Verkehrssicherheit liegt.

Innenminister Klaus Bouillon: „Die Arbeit der Verkehrssicherheitsberatung des Landespolizeipräsidiums trägt in großem Maße zur Sicherheit und zum Schutz unserer Kinder im Straßenverkehr bei und erreicht auf vielfältige Weise auch Verkehrsteilnehmende in allen Altersgruppen, um diese für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren. In den Jugendverkehrsschulen kommen die Kinder häufig zum ersten Mal persönlich mit einer Polizistin oder einem Polizisten in Kontakt.“

„Mit ihrer engagierten Arbeit leisten sie damit auch einen ganz wesentlichen Beitrag zur allgemeinen Präventionsarbeit, indem Vertrauen in die Polizei aufgebaut und gestärkt wird. Das Konzept der Verkehrssicherheitsberatung ist u.a. auch deshalb so effizient, weil es durch die erfolgreiche Kooperation von Bildungs-, Innen- und Verkehrsministerium zustande kam und unterstützt wird“, so der Minister weiter.

Verkehrsministerin Anke Rehlinger: „Kinder sind unser höchstes Gut, und gleichzeitig die Schwächsten im Straßenverkehr. Sie zu schützen hat für mich als Verkehrsministerin allerhöchste Priorität. Als besondere Aufgabe des Verkehrssicherheitsprogramms haben wir uns deshalb zum Ziel gesetzt, insbesondere den Weg zur Schule so sicher wie möglich zu machen. Durch die vielseitigen Angebote in den Jugendverkehrsschulen werden Kinder und Jugendliche optimal darauf vorbereitet, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, egal ob auf dem Rad oder zu Fuß. Allein hier im Landkreis Merzig-Wadern legen jedes Jahr rund 900 Grundschülerinnen und -schüler ihre Radfahrprüfung ab. Für diesen besonderen Einsatz möchte ich mich nicht nur als Verkehrsministerin, sondern auch als Mutter eines schulpflichtigen Kindes bei allen Akteurinnen und Akteuren herzlich bedanken.“

Die Verkehrssicherheitsarbeit in den Jugendverkehrsschulen wird z.B. durch die Bereitstellung von sog. „Toter Winkel–Paketen“ (Falt-LKW, „Toter-Winkel-Plane“) durch das Ministerium für Wirtschaft, Energie und Verkehr unterstützt.  Zudem stellt das Ministerium beispielsweise sog. „Sichtbarkeitsmaterialien“ des deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr bereit.

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