Saarland – Land unterstützt Umfeldgestaltung der Ausgrabungsstätte im Wareswald !

Von |2022-06-17T19:20:26+02:00Juni 17th, 2022|

Fotomitte: Der Förderbescheid in Händen von Ministerin Petra Berg und Landrat Udo Recktenwald, links neben dem Landrat der Geschäftsführer der TERREX gGmbH, Christian Kaster

Land unterstützt Umfeldgestaltung der Ausgrabungsstätte im Wareswald

– Ministerin Berg überreicht Förderbescheid in Höhe von rund 16.360 Euro

Wie hat eine kleinstädtische römische Siedlung, ein Vicus, in unserer Region ausgesehen?  Wer sich die Ausgrabungsstätte im Wareswald am Fuße des Schaumbergs anschaut, der erhält spannende Einblicke in die Welt der alten Römer. Im Rahmen des Projektes „Römischer Vicus Wareswald“ auf den Gemarkungen der Gemeinden Marpingen, Oberthal und Tholey wurde zu Beginn des letzten Jahrzehntes das Fundament eines so genannten Umgangstempels (mit umlaufendem Säulengang) ergraben, der in den Jahren 2013 bis 2021 wieder sichtbar gemacht und visualisiert wurde.

Damit auch das Umfeld der Grabungsstätte stimmt, plant die mit dem Projekt beauftragte archäologische Grabungsgesellschaft TERREX die Schaffung einer historisch stimmigen Freiflächengestaltung. Das von der Lokalen Aktionsgruppe KulturLandschaftsInitiative (KuLanI) St. Wendeler Land mit initiierte Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz unterstützt. Ministerin Petra Berg überreichte jetzt dem TERREX-Geschäftsführer Christian Kaster in Anwesenheit des St. Wendeler Landrats Udo Recktenwald und zahlreicher kommunaler Vertreter einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 16.360 Euro aus Mitteln der EU (ELER) und des Landes im Rahmen von LEADER.

Die Ministerin, die sich das bisher Geleistete im Wareswald zeigen und erklären ließ, ist begeistert: „Dank dieses einzigartigen Projekts kann sich jeder Laie eine Vorstellung davon machen, wie ein solcher Marktflecken am Kreuzungspunkt wichtiger Verbindungsstraßen ausgesehen haben könnte. Wir unterstützen die weitere kulturhistorische Aufwertung der Tempelanlage im Wareswald sehr gerne. Denn sie leistet nicht nur einen Beitrag zur Heimatbildung bei der örtlichen Bevölkerung und stärkt die regionale und lokale Identität. Sie steigert auch die touristische Attraktivität und Wertschöpfung der Region.“

Geplant ist, das Tempelumfeld an dem historischen Vorbild eines römischen Gartens mit diversen Grünflächen, Sitzbänken und parkähnlichem Entrée in Form eines Weges vom Pfeilergrabmal zum Tempel durch den römischen Garten auszurichten. So soll zusammen mit der Tempelvisualisierung ein harmonisches Bild entstehen und der vorangegangene Eingriff in die Natur kompensiert werden.

Der Ursprung der Siedlung „Wareswald“ liegt in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. an der Kreuzung zweier stark frequentierter Verbindungsrouten. Eine Straße verlief von Straßburg über die römische Siedlung in Schwarzenacker nach Trier, eine weitere von Metz kommend über Dillingen-Pachten und den Vicus im Wareswald nach Mainz.

Mit der Umsetzung der Visualisierung waren sowohl ein Bodeneingriff in den unmittelbaren Tempelbereich als auch Baumfällungen zur Schaffung einer Sichtachse zwischen dem Pfeilergrabmal und dem Tempel verbunden. Der Bodeneingriff war mit dem Einsatz großer Maschinen verbunden und hatte zur Folge, dass die Freiflächen im Umfeld dem angestrebten Gesamtbild nicht mehr gerecht werden.

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Land unterstützt umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung im Weinberg

Die neue, für Weinbau zuständige Ministerin Petra Berg hatte bei ihrem Besuch in Perl einen Scheck und gute Nachrichten für den Winzerverband im Gepäck: Die von den saarländischen Winzern eingesetzte umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung soll auch in Zukunft vom Land finanziell gefördert werden. „Die biologische Methode mit Hilfe von Duftstoffen, so genannten Pheromonen, macht den Einsatz von Insektiziden entbehrlich. Und wenn wir keine Insektizide einsetzen, schonen wir die Natur und vor allem unsere Nützlinge bis hin zur Biene. Für uns Grund genug, die Pheromon-Methode zu fördern. Inzwischen wenden nahezu alle saarländischen Winzerinnen und Winzer dieses biotechnische Verfahren an“, sagte die Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz. Sie überreichte dem Präsidenten des Winzerverbandes, Philip Hoffmann, einen Förderbescheid über 13.240 Euro.

Traditionell wurde der Traubenwickler vor der Einführung der Förderung im Jahr 2014 in der Region mit chemischen Mitteln bekämpft.

Ministerin Berg: „Ich sehe es als einen großen Meilenstein an, dass wir bei der biologischen Schädlingsbekämpfung im Weinberg grenzüberschreitend mit Luxemburg und Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten. Das ist ein echtes Stück gelebtes Europa im Dreiländereck.“

Pheromone bringen das Liebesleben des Traubenwicklers ganz gehörig in Verwirrung. Wenn Männchen und Weibchen im Frühjahr zum munteren Hochzeitsflug bereit sind, machen ihnen die Winzer an der Obermosel mit einem biotechnischen Trick einen Strich durch die Liebes-Rechnung:

Der künstlich hergestellte Duftstoff Pheromon befindet sich in kleinen Kunststoff-Ampullen entlang der Rebzeilen und imitiert die sexuelle Duftsprache des paarungsbereiten Weibchens nach dem Prinzip Anlocken und Auffinden. Wenn sich nun künftig „Herr Traubenwickler“ an der Obermosel auf die Suche nach einem Weibchen macht, weht ihm aus allen Ecken und Enden des Weinbergs das Pheromon um die Nase. Die Folge: Die männlichen Kleinschmetterlinge finden ihre Geschlechtspartnerinnen nicht mehr und können sich nicht fortpflanzen.

Da die Anwendung von Pheromonen höhere Kosten verursacht als der Insektizid-Einsatz wird sie seit 2014 im Saarland gefördert. Die Höhe der Beihilfe beläuft sich auf 110 Euro pro Hektar und Jahr.

Um den größtmöglichen Erfolg der Maßnahme zu erzielen, ist es notwendig, eine möglichst flächendeckende Einführung des Pheromon-Einsatzes auf den Weinbergflächen des gesamten Dreiländerecks an der saarländischen Obermosel beizubehalten.

Damit die gesamtflächige Wirkung erzielt wird, werden auch Flächen von Winzern aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz, die im Saarland liegen, in die Förderung einbezogen. Die Abwicklung erfolgt über den saarländischen Winzerverband.

Jahre Finanzgericht des Saarlandes“ erscheinen.

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