Eppelborn – Neue Schutzhütte in Habach lädt Wanderer zur Rast ein!

Von |2021-05-19T13:58:12+02:00April 28th, 2021|

Pressemitteilung der Gemeinde Eppelborn
 
 
 

Pünktlich zum Start in die Wandersaison konnte die neue Schutzhütte hinter dem Sportplatz in Habach fertiggestellt werden.

Gemeinsam statteten Eppelborns Bürgermeister Andreas Feld, Landtagsabgeordneter Alwin Theobald sowie Ortsvorsteher Peter Dörr der ansprechenden Schutzhütte bei strahlendem Sonnenschein einen Besuch ab. „Die neue Schutzhütte ist sehr ansprechend gestaltet. Ich hoffe, dass sie den Wanderern Schutz bei Sonne und Regen bietet und zur Rast einlädt“, sagte Bürgermeister Feld.

Besonders begrüßte der Bürgermeister, dass die Maßnahme in Kooperation mit der Neuen Arbeit Saar durchgeführt wurde. Der Bau der Schutzhütte, aber auch die Errichtung vor Ort wurde in Kooperation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NAS ausgeführt. Dabei handelt es sich um  Benachteiligte des Arbeitsmarktes, wie Holger Maroldt, Abteilungsleiter bei der NAS, erklärt. Diese Menschen sind nach Teilhabechancengesetz § 16i SGB II mit einem regulären Arbeitsvertrag bei der Neue Arbeit Saar beschäftigt. „Die maximale Förderdauer dieser Verträge ist fünf 5 Jahre. Die Hütte wurde in der Schreinerei der Neue Arbeit Saar in Neunkirchen hergestellt. Aufgestellt wurde sie von Mitarbeitern der Schreinerei, unterstützt von den fünf Personen, die ständig in Kooperation mit der Gemeinde Eppelborn im Grünbereich arbeiten. Die Herstellung der Hütte war ein ideales Projekt für unsere angelernten Mitarbeiter, die stets von den Fachanleitern betreut wurden“, so Maroldt.

Der Pavillon dient nun als Ersatz für seinen Vorgänger an gleicher Stelle. Dieser musste aufgrund seines schlechten baulichen Erhaltungszustands aus Sicherheitsgründen rückgebaut werden.

Der Standort der urigen Schutzhütte liegt an einem Wanderwegenetz an zentralem Punkt mit Hinweistafeln auf verschiedene Wanderwege in Habach und Umgebung. Für den Ersatzbau wurden die erforderlichen Zulassungen und naturschutzrechtliche Genehmigungen eingeholt. Der Standort grenzt an ein Naturschutzgebiet. Die entsprechenden Auflagen wurden bei der Umsetzung des Projektes berücksichtigt. Für die Ausführung wurden verschiedene Alternativen untersucht. Die Herstellungskosten belaufen sich auf rund 10.000 Euro.

Eppelborn Wald Wandern
Bürgermeister Andreas Feld, Hans-Jürgen Scherer (FG Hochbau), MdL Alwin Theobald und Ortsvorsteher Peter Dörr.

Saarland – Honorierung von Klimaschutz und Ökosystemleistungen von Waldbesitzern – Einigung bei Wald-Klimaprämie

Von |2021-05-19T14:35:07+02:00April 24th, 2021|

Bereits jetzt belastet der Klimawandel unsere Natur: Hitze und Trockenheit haben den Wäldern erheblich zugesetzt. Obwohl der saarländische Wald im Bundesvergleich verhältnismäßig gut dasteht, müssen Maßnahmen zum Gegensteuern ergriffen werden.

Am Freitag einigte sich die Umweltministerkonferenz (UMK) auf eine so genannte Wald-Klimaprämie. „Waldbesitzer, die sich bei der Bewirtschaftung gezielt mit Klimaleistungen, Artenvielfalt, Nachhaltigkeit und öffentlicher Daseinsvorsorge auseinandersetzen, sollen belohnt werden“, so Umweltminister Reinhold Jost. „Ich freue mich, dass wir mit unserer Initiative in der UMK überzeugen konnten. Jeder Schritt hilft uns, einen dauerhaft klimastabileren Wald zu gestalten.“

Ziel ist es, Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zu honorieren, wenn sie ihre Wälder nachhaltig schützen, standortspezifischer entwickeln und naturnäher bewirtschaften. Dazu soll es nach dem Beschluss der UMK für alle Waldbesitzenden anwendbare Regelungen geben. „Über das „Ob“ der Hilfen gibt es nichts zu
diskutieren – sie waren längst überfällig – allerdings über das „Wie“, so Jost. „Alle Wälder, egal ob Staats-, Kommunal- oder Privatwald müssen von der Honorierung profitieren können.“ Unter Einbindung der Forstwirtschaft und des Naturschutzes der Länder sollen nun das Bundesministerium für Umwelt und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein entsprechendes Modell entwickeln und auf der nächsten UMK im Herbst 2021 vorzustellen.
„Walderhalt hat seinen Preis – Wie im Saarland sollte dieser nicht durch erhöhten Einschlag oder Personaleinsparungen gezahlt werden. Wir kompensieren die Einnahmeverluste aus Mindererlösen und Mehraufwendungen aus dem Landeshaushalt“, so der Minister. Einen Lösungsansatz würden die Mittel des Energie und Klimafonds der Bundesregierung bieten, die über die CO2-Bepreisung eingenommen werden. Diese könnten als Honorierung für die Waldpflege, die über die gesetzlichen Grundpflichten hinausgeht, zum Aufbau, zur Sicherung und zur Entwicklung klimastabiler Wälder nutzbar gemacht werden.
Mit Blick auf die rapiden klimatischen Veränderungen führt kein Weg daran vorbei“, so Jost. „Dabei müssen wir behutsam vorgehen, um unserem Wald wieder Luft zum Atmen zu geben. Unser Ziel ist es, zusammen mit allen Beteiligten offen und transparent diesen Weg zu beschreiten.“


Hintergrund:
Bedingt durch den Klimawandel sind es insbesondere die Fichtenwälder, aber auch zunehmend die Laubwälder, die in Deutschland in den vergangenen drei
Vegetationsperioden extrem unter den Folgen anhaltender Trockenheit und Dürre gelitten haben. Bis Ende 2021 ist ein Gesamtschaden in Höhe von 210 Mio.
Kubikmeter Holz und eine Wiederbewaldungsfläche von 277.000 Hektar zu erwarten. Konjunkturhilfen des Bundes sowie die Aufstockung der GAK-Mittel zur
Unterstützung der Länder-Förderprogramme zum Walderhalt bzw. zur Wiederherstellung standortgerechter und klimaangepasster Waldbestände, Klimaschutz und der Gemeinwohlleistungen werden als notwendige Maßnahmen zur unmittelbaren Unterstützung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die durch diese Situation massiv betroffen sind, angesehen.
Aufgrund der dadurch entstandenen Schäden entsteht die Besorgnis, dass zukünftig die Wälder allgemein im Zuge einer sich möglicherweise verschärfenden
Klimakrise ihre vielfältigen Funktionen und Leistungen für den Naturhaushalt und die Gesellschaft nur noch unzureichend erbringen könnten. Die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Funktion ist gefährdet oder zumindest stark eingeschränkt. Dies umfasst insbesondere die Beiträge des Waldes zur Luftreinhaltung, zum Wasser- und Bodenschutz, zur Biodiversitätssicherung, zum Schutz vor Erosion und Lawinen, zur nachhaltigen Bereitstellung des Rohstoffes Holz
sowie zur Erholung der Menschen. Ein nachhaltiges und die gesellschaftlichen Anforderungen ausgewogen sicherndes Angebot all dieser Leistungen ist von der Bewahrung der Funktionsfähigkeit des Waldes als Ökosystem und einem darauf ausgerichteten integrativen, naturnahen Management abhängig:

Wald Forst

Saarland Vorreiter bei staatlicher Waldpflege!

Von |2021-03-30T11:58:19+02:00Januar 22nd, 2021|

Wussten Sie schon…

…, dass das Saarland Vorreiter sowohl mit seiner Baumartenzusammensetzung als auch mit der naturnahen Waldbewirtschaftung ist? Im Ländervergleich weist das Saarland mit 75% den höchsten Anteil an Laubäumen auf (Bundesschnitt 44%).

Das Saarland war und ist bundesweit Vorreiter sowohl mit seiner Baumartenzusammensetzung als auch mit der naturnahen Bewirtschaftung seines Staatswaldes. Im Ländervergleich weist unser Bundesland mit 75 Prozent den höchsten Anteil an Laubbäumen auf. Der Bundesschnitt liegt bei 44 Prozent.

Der Klimawandel setzt unserer Natur zu

Extreme Wetterereignisse von Hitzewellen mit anhaltender Trockenheit bis hin zu Starkregen. Die Auswirkungen auf unsere Wälder sind besonders augenfällig – und werden in weiten Teilen der Bevölkerung emotional diskutiert. Die Sorge um den Wald und um seine Gesundheit ist nicht neu. Bereits in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts hat das sogenannte Waldsterben die Gesellschaft aufgeschreckt. Vieles wie z.B. die Luftreinhaltepolitik und die Art und Weise der Waldbewirtschaftung ist besser geworden. Trotzdem ist die Bodenversauerung – heute vor allem durch Stickstoffeinträge aus Verkehr, Landwirtschaft und Industrie noch nicht gestoppt und stellt eine Hypothek für die Gesundheit der Wälder dar. Unser Wald ist Erholungs- und Freizeitraum, Ort nahezu ungestörter Entwicklung für die Natur- und Artenvielfalt, bedeutender Kohlenstoffspeicher aber auch Produktionsstätte für den wertvollen nachwachsenden Rohstoff Holz. Ein Hektar Wald im saarländischen Staatsforst produziert pro Jahr 15 bis 30 Tonnen Sauerstoff, filtert 50 Tonnen Staub, und hält bis zu 3 Millionen Liter Wasser zurück. Deutschlandweit trägt der Wald zu einer CO2-Minderung von 127 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid bei.

Bereits jetzt haben andauernde Hitze und Trockenheit dem Wald deutschlandweit erheblich zugesetzt. Die aktuelle Baumartenzusammensetzung und die bestehende Struktur der Wälder machen ein schnelles Reagieren auf den Klimawandel unmöglich. Fichtenwälder werden von der Massenvermehrung des Borkenkäfers besonders hart getroffen. Die trocken-heißen Sommer und milden Winter begünstigen die Vermehrung von Schädlingen. Auch viele Laubbäume leiden unter dem Klimawandel. Sind gefährliche Krankheiten einmal eingeschleppt, verbreiten sie sich wie ein Lauffeuer. Eine direkte Bekämpfung ist oft nicht möglich. Auch in den saarländischen Wäldern hinterlässt der Klimawandel Spuren, die zukunftstaugliche Konzepte verlangen.

Unser saarländischer Wald steht im Vergleich zu vielen Wäldern in Deutschland gut da

Das Saarland war und ist bundesweit Vorreiter sowohl mit seiner Baumartenzusammensetzung als auch mit der naturnahen Bewirtschaftung seines Staatswaldes. Im Ländervergleich weist unser Bundesland mit 75 Prozent den höchsten Anteil an Laubbäumen auf. Der Bundesschnitt liegt bei 44 Prozent. Das Saarland hat als erstes Bundesland zehn Prozent der Waldfläche komplett aus der Bewirtschaftung genommen, um dort die Natur Natur sein zu lassen. Dies ist ein wichtiger Baustein der Saarländischen Biodiversitätsstrategie und ein Beitrag zur Konvention zur Biologischen Vielfalt.  Die übrige Staatswaldfläche wird seit 30 Jahren naturnah bewirtschaftet: einzelstammorientiert, ohne Einsatz von Chemie, ohne Kahlschläge und unter stetiger Erhöhung des Laubwaldanteils. Der Holzvorrat hat sich in dieser Zeit fast verdoppelt, und so soll es weitergehen. Der Schutz des Waldes und der natürlichen Abläufe sind Maßgabe für unsere naturnahe Waldbewirtschaftung. Waldbestände sollen sich mehrheitlich durch natürliche Prozesse verjüngen, um so widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse zu werden. Standortheimische Mischwälder mit jungen und alten Bäumen kennzeichnen unsere Wälder. Mit Blick auf den Klimawandel ist das eine gute Ausgangslage für die Zukunft.

Langlebige Produkte aus Holz, wie Möbel oder ganze Häuser speichern CO2 über viele Jahre. Deshalb sollte der nachhaltige Baustoff Holz verstärkt in den Blick der Klimadiskussion rücken. Ein Verzicht auf die Bewirtschaftung unseres Waldes stellt dabei aber keine Lösung dar. Die Holzernte würde sich dann nämlich noch stärker in andere Regionen der Welt verlagern – unter teilweise bedenklichen sozialen Bedingungen und ohne Rücksicht auf Verluste.  Weltweite Umweltprobleme verschärften sich nur noch weiter.

Die neuen klimatischen Herausforderungen machen dennoch Anpassungen notwendig, die wir im Saarland behutsam und planmäßig angehen. Dabei haben wir nicht nur den Staatswald im Blick, sondern lassen auch Kommunen und vor allem Privatwaldbesitzer mit den Folgen der Trockenheit nicht alleine. Wir müssen unseren gesamten Wald anpassungs- und widerstandsfähiger machen, damit er in Zukunft besser auf Klimaveränderungen reagieren kann. Aktionismus und schnelle Experimente etwa mit exotischen Baumarten sind dabei für uns kein Mittel der Wahl.

Masterplan zum Thema Waldpflege

Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat Ende letzten Jahres den „Masterplan Wald“ aufgelegt. Ein Baustein ist das Eine-Million-Bäume-Programm – zur Wiederbewaldung größerer Flächen, die nach Borkenkäferbefall kahl gefallen sind. Wir setzen auf klimaflexiblere Baumarten wie Eiche und Esskastanie im Verbund mit Weißtanne, Bergahorn, Erle oder Hainbuche. Für das Programm sind schon zahlreiche Hilfsangebote von Schulklassen, Vereinen oder Einzelpersonen eingegangen. Diese Hilfe nehmen wir gerne an. Eine Koordinierungsgruppe trägt die relevanten Daten zusammen und vermittelt regionale Aufforstungsprojekte, bei denen sich engagierte Saarländerinnen und Saarländer aktiv einbringen können. Das hilft uns bei beim Umbau zu einem klimastabileren Wald. Weil die Menschen sich aktiv an der Wiederaufforstung beteiligen, wächst zudem das Verständnis für die Waldbewirtschaftung. Der Umbau zu einem klimastabileren Wald benötigt Zeit, doch mit Blick auf die klimatischen Veränderungen führt daran kein Weg vorbei. Diesen Prozess offen und transparent mit allen Beteiligten und vor allem behutsam anzugehen, ist unser Ziel.  So wollen wir die Erfolgsgeschichte der naturnahen Waldbewirtschaftung weiterführen.

Wald

Das Online-Forstamt ist da!

Von |2021-03-30T12:11:15+02:00Januar 18th, 2021|

Das Online-Forstamt ist da!

Wollen Sie Müll im Wald, einen umgestürzten Baum oder Wegschäden melden?
Ab sofort ist dies schnell und unkompliziert über das Online-Forstamt des SaarForst Landesbetriebes möglich!

Liebe Bürgerinnen und Bürger, wenn Sie mit dem SaarForst Kontakt aufnehmen möchten, können Sie das nun ganz einfach tun: das Online-Forstamt steht Ihnen zu Fragen bezüglich der von uns bewirtschafteten Flächen zur Verfügung.
Auf Ihrer Spazier- oder Laufroute ist ein Baum umgefallen, der Weg beschädigt oder Sie haben Müll im Wald entdeckt? Mit dem neuen Online-Forstamt des SaarForst Landesbetriebs können Sie Ihre Anliegen schnell und unkompliziert mitteilen. Via Kontaktformular erreicht uns ihr Anliegen direkt. Das neue Beschwerde- und Ideenmanagement ist Bestandteil der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Ein Team aus drei Mitarbeitern des SaarForstes kümmert sich um den neuen Dienst.

Schicken Sie eine Mail an waldpost@sfl.saarland.de, verwenden Sie das Kontaktformular oder tragen Sie Ihr Anliegen telefonisch unter 0681/9712-01 vor.

Wald Forst

Püttlinger Wiederaufforstung schreitet durch finanzielle Zuwendung weiter voran!

Von |2021-03-30T13:31:17+02:00November 23rd, 2020|

| Quelle / Bilder: Stadt Püttlingen

Extremwetterereignisse, wie langanhaltende Hitzeperioden und heftige Stürme, aber auch Schädlinge machen den heimischen Wäldern immer mehr zu schaffen. In Püttlingen sind dabei 2018 und 2019 große Schäden, insbesondere an den Fichten, entstanden, die aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Windwurf, Trockenheit und Borkenkäferbefall als Verlierer des Klimawandels gelten.

Durch große Borkenkäferbefälle, die sich besonders bei langanhaltender Trockenheit gut ausbreiten können, mussten in Püttlingen in den letzten 5 Jahren ca. 12 ha gerodet werden, beispielsweise im Bereich Jungenwald oder Sauwasen. Daher gilt es nun, die Wälder wieder aufzuforsten. Wichtig dabei ist, dass durch Mischbaumbestände möglichst viele Arten die Wälder bereichern sollen. Hierdurch kann auf noch unbekannte Veränderungen durch den Klimawandel besser reagiert werden.

In Püttlingen wurden allein in diesem Frühjahr auf ca. 5 ha Flächen über 2740 Traubeneichen mit Verbissschutz (Schutz vor Wildtierverbissen) gepflanzt. Unterstützung bei dieser Maßnahme findet die Stadt beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das die Wiederaufforstung der Wälder mit einer Zuwendung von rund 18.600 Euro unterstützt.

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