St. Ingbert – Altes Hallenbad wird zu Biosphären-Hotel!

2022-05-12T14:49:07+02:00

10.05.2021 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: G.Faragone
 
 
 
 
 
 
 
Beigeordneter Markus Schmitt (l.) und Markus Walter (r.)präsentieren die Zukunftspläne am alten Hallenbad

Altes Hallenbad wird zu Biosphären-Hotel, Wohnungen und Restaurant – Pläne wurden vorgestellt

„Ich erinnere mich, wie ich hier in dem schönen Raum zum Ballettunterricht und anschließend ins Schwimmbad ging“, erinnert sich eine St. Ingberterin. Doch etwa 2001 wurde das Alte Hallenbad geschlossen und verkommt seitdem zu einem Schandfleck in der Mittelstadt. Nun hat das marode Gebäude am Eingang zum schönen Park der Gustav-Clauss-Anlage einen Investor gefunden: die Victor‘s Group aus Saarbrücken, die schon mit 13 Hotels und zahlreichen Seniorenheimen in ganz Deutschland umfassende Erfahrung im Bau, Umbau und Betrieb von Gebäuden vorweisen kann.

Die Projektleitung der Victor’s Group stellt das Konzept vor: Es wird zwei Baukörper geben. Im ersten 4- bis 5-geschossigen Teil wird ein Hotel mit etwa 100 Zimmern im 4-Sterne-Standard Platz finden. Als Tagungs- und Tourismushotel wird es über drei verbindbare Konferenzräume mit insgesamt 300 Plätzen Raum für Meetings, Tagungen und Veranstaltung für Firmen und Institutionen bieten. Gleichzeitig wird der Hotelbetrieb Touristen aus der Biosphäre begrüßen, die hier u. a. eine Ausstattung für Elektromobilität vorfinden werden. „St. Ingbert braucht dringend Hotelkapazität“, freut sich der Beigeordnete für nachhaltige Stadtentwicklung Markus Schmitt. „In letzter Zeit haben sich zahlreiche große Firmen in St. Ingbert angesiedelt, die immer wieder Hotel- und Tagungsräume benötigen. Außerdem sind wir damit als Biosphärenstadt der ideale Ausgangspunkt für Wanderer, Radfahrer und alle Menschen, die Erholung suchen.“

Im zweiten ebenfalls 4- bis 5-geschossigen Baukörper werden etwa 64 Wohnungen guten Standards gebaut, alle barrierefrei, teilweise Rollstuhl-gerecht. Laut Forderung der Stadt werden ca. 10 Prozent als geförderter Wohnraum vorgesehen. Damit wird das neue Gebäude auch einem Teil der Wohnungsknappheit in St. Ingbert entgegenkommen.

Die beiden Gebäudeteile werden durch einen eingeschossigen, transparenten Mittelteil verbunden, der den Blick zum Park freigibt. „Hier richten wir ein Restaurant ein, das ein schöner Treffpunkt für Bewohner, Hotelgäste und die St. Ingberter werden wird“, freut sich Klaus Meiser, der Projektleiter. Zum Park hin wird ein Biergarten eingerichtet. Der niedrige Gebäudeteil dient zudem als Frischluftschneise zwischen Park und Innenstadt. Im Untergeschoss des gesamten Komplexes wird eine Tiefgarage mit etwa 81 Stellflächen entstehen. Dauerhafter Betreiber von Hotel und Restaurant wird die Victor’s Group sein.

Nachhaltiger Bau in der Biosphärenstadt

Ganz im Sinne der Biosphäre ist Nachhaltigkeit das Gebäudekonzept: „Der Bau wird der höchsten Energieeffizienzstufe entsprechen, die Möglichkeit einer Photovoltaikanlage wird derzeit geprüft. Als Erweiterung zum Park wird das gesamte Gebäude mit Grünanlagen umgeben sein, wobei der Erhalt alten Baumbestands soweit möglich Vorrang hat“, erklärt Architekt Markus Walter. Die Beauftragung vorrangig regionaler Bauunternehmen, E-Mobilität, Barrierefreiheit, eine öffentliche Toilette am Biergarten, eine harmonische Einheit mit dem Park und zahlreiche Balkone vervollständigen das Nachhaltigkeitsprinzip.

Schon bald werden die ersten Bauarbeiten zu sehen sein: Denn es müssen Erdbohrungen für die Erkundung des Bauuntergrundes durchgeführt werden. Dazu ist bereits eine Spezial-Tiefbaufirma beauftragt. „Erst aufgrund der Ergebnisse dieser Tests können wir an die Planung des Tiefbaus gehen; das wird, neben dem Abriss, die größte Herausforderung der gesamten Baumaßnahme sein“, erläutert der Architekt Markus Walter. Die alten Pfahlgründe des Alten Hallenbades werden aber wahrscheinlich für die Statik des neuen Gebäudes erhalten bleiben.

Attraktiver Treffpunkt am Tor zum Park

Insgesamt veranschlagt die Victor’s Group für den Bau des Hotel-, Wohn- und Gastronomiekomplexes etwa 36 Monate. Meiser und Walter sind sich einig: „Wir freuen uns, dass der Stadtrat unser Projekt mit großer Mehrheit genehmigt hat. Darüber hinaus hat uns die Stadt bereits sehr schnell Dokumente und Erfahrungswerte bereitgestellt – die Zusammenarbeit ist großartig.“ Markus Schmitt ist als Vertreter der Stadt wirklich erleichtert, dass das Thema Altes Hallenbad nun ein gutes Ende nimmt: „St. Ingbert braucht dringend Wohnungen, für unsere Gäste und Firmen brauchen wir ein gutes Biosphären-Hotel und das Tor zur Gustav-Clauss-Anlage muss wieder attraktiv werden. Das alles werden wir, reibungslose Abläufe vorausgesetzt, wohl in etwa 3 Jahren hier haben. So entwickelt sich unsere Stadt immer weiter zu einem Schmuckkästchen mitten in der Biosphäre.“

Kirkel – Zwischenstand der Umbau- und Neubauarbeiten des Polizeizentrums!

2022-04-27T14:15:16+02:00

Zwischenstand der Umbau- und Neubauarbeiten des Polizeizentrums Guy Lachmann

Die Bauarbeiten am Polizeizentrum Guy Lachmann (PZGL) in Kirkel laufen auf Hochtouren. Die Ausstattung der Werkstatt im Neubau mit neuem, hochmodernen technischen Equipment ist abgeschlossen. Grund genug für Innenminister Klaus Bouillon die Baustelle zu besuchen.

„Wir schaffen hier in Kirkel ein modernes Polizeizentrum, in welches das Land rund 28 Millionen Euro nachhaltig investiert und das für bis zu 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzipiert wurde“, sagte der Minister bei der Begehung mit Pressevertreterinnen und -vertretern am Donnerstag, 21. April 2022.

Das PZGL ist die zweite große Investitionsmaßnahme neben dem Neubau der PI Saarbücken-Stadt. Durch den Umbau des Bestandsgebäudes und den Neubau eines komplexen Hallen- und Gebäudetrakts entsteht in Kirkel eine Nutzfläche von etwa 20.000 m² zur Unterbringung von einer Vielzahl von Führungs- und Einsatzmitteln.

Die bauliche Ertüchtigung der ehemaligen Praktiker Zentrale wird seit 2018 von der Landesentwicklungsgesellschaft im Auftrag des Landes, vertreten durch das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, geplant und umgesetzt.

Der Bestandsbau wird zur Unterbringung von neun Dienststellen, z.B. der Bereitschaftspolizei und Verkehrspolizei, durch Umbau in eine bedarfsgerechte Raumstruktur mit Büroräumen, Lehrsälen und eines neuen Trainings- und Fitnessbereichs mit Sanitäranlagen, sowie durch Erneuerung der Haustechnik und der IT-Infrastruktur, hergerichtet.

Die Ausbauarbeiten sind noch in vollem Gange, die ersten Bereiche stehen unmittelbar vor der Fertigstellung.

In einem Neubaukomplex werden Fahrzeughallen für Pkw, Kleintransporter und Spezialfahrzeuge (Lkw und Anhänger) sowie eine Kfz-Werkstatt mit Lkw- und Prüfhalle und Funktionsräumen für die Werkstattangehörige und die Diensthundestaffel abgebildet. Insgesamt werden etwa 150 Fahrzeuge dort taktisch und funktional untergebracht sein. An diesen Komplex schließt sich nach Norden hin eine moderne Zwingeranlage für rd. 20 Diensthunde an.

Die Kfz-Werkstatt für Polizeifahrzeuge wurde nach modernsten Standards der Technik und des Arbeitsschutzes ausgestattet. In Kirkel wird zukünftig der gesamte Fuhrpark der Polizei gewartet. Die hierzu erforderlichen technischen Einbauten wurden in den Bauverlauf integriert und sind abgeschlossen. Demnach sind die Montagehallen mit Hebebühnen und einer Krananlage für Großfahrzeuge ausgestattet. Die Prüfhalle ist mit einem Bremsprüfstand, Scheinwerfereinstellplatz u.a. zur Fertigung von Gutachten ertüchtigt. Darüber hinaus wurden Einbauten zur Einrichtung der Sondersignalanlagen vorgenommen. Modernste Abgasabsauganlagen sorgen für einen bestmöglichen Arbeitsschutz. Für diese Einbauten wurden rd. 345.000 Euro investiert.

Der Generalübernehmer, die Firma OBG, begann mit den Neubauarbeiten im Dezember 2020 und koordinierte hierbei den Einbau der Polizeitechnik mit.

Mittlerweile ist der Neubau fertig gestellt, derzeit erfolgen die Abnahmen der einzelnen Gebäudeteile. Die Außenarbeiten sowie der Bau der Hundezwingeranlage werden witterungs- und bauablaufbedingt bis Ende April 2022 fertiggestellt.

Somit liegt das Projekt Neubau trotz der schwierigen Marktlage weitestgehend im Zeit- und Budgetrahmen.

Die Fertigstellung von Bestands- und Neubau mit Übergabe an das Landespolizeipräsidium ist für Mitte 2022 geplant.

REGIO.news - St. Ingbert
Personen (v.l.n.r.): Innenminister Klaus Bouillon, Landespolizeipräsident Norbert Rupp und Ralf Stoll, Leiter der Abteilung D (Polizeiangelegenheiten und Bevölkerungsschutz) im Innenministerium.
 

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St. Ingbert – Umbauarbeiten der JVA zur Musikschule in vollem Gange!

2022-01-25T18:00:08+01:00

21.01.2022 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Giusi Faragone
 
 
 

Umbauarbeiten in der ehemaligen JVA in vollem Gange – Musikschule soll im Frühjahr 2023 eröffnet werden

Nachdem der Stadtrat grünes Licht zum Umbau der ehemaligen JVA als Musikschule gegeben hatte, sind nun die Arbeiten in vollem Gange. Und da die Musikschule in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, sei der Ausblick auf ein neues Gebäude wohl das schönste Geschenk, so die Worte von Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer bei seiner Begrüßung.

Er wusste auch zu berichten, dass hier bis vor etwa zwölf Jahren nicht die „ganz schweren Jungs“ untergebracht wurden, sondern die, die bereits im offenen Vollzug, sprich in der Eingliederungsphase waren. „Trotzdem waren sie in diesem Gebäude eingesperrt und mussten am Abend hierher zurück“, so Meyer. Das soll sich jetzt ändern. „In die Musikschule sollen Kinder und Erwachsene gerne und mit Freude kommen – und vor allem auch gerne bleiben“, hofft der Leiter der Musikschule Ingo Nietert.

Im Sinne des Denkmalschutzes bleibt das historische Ensemble bestehen

Das Gebäude wurde 1882 als Amtsgerichtsgefängnis erbaut. Nach Schließung des Gefängnisses als Justizvollzugsanstalt wurde die bauliche Anlage im Jahre 2013 von der Stadt St. Ingbert erworben mit dem Ziel, darin die städtische Musikschule unterzubringen. Zehn Jahre gingen ins Land, in denen erste Ideen und konzeptionelle Planungen Gestalt annahmen. Die neue Musikschule wird aus einem Hauptgebäude als Unterrichtsgebäude, dem Gefängnishof sowie einem eingeschossigen Nebengebäude bestehen. Im Wesentlichen bleibt das Hauptgebäude in seiner ursprünglichen Struktur erhalten. Die Unterrichts- und Proberäume werden in dem dreigeschossigen Bestandsbau verteilt. Ein Elternwarteraum, eine Teeküche und ein Büro werden im Erdgeschoss zu finden sein.

Alle technischen Anlagen, wie Wasser, Abwasser, Sanitär, Elektro, Heizung und Lüftung werden komplett erneuert. Geplant ist eine Anbindung des Gebäudes an das bestehende Nahwärmenetz des Biomasseheizwerkes im „Gewerbegebiet Drahtwerk Nord Areal“ (DNA). Die Räumlichkeiten werden zukunftssicher mit EDV-Anschlüssen ausgestattet. Weiterhin wird eine flächendeckende Brandmeldeanlage installiert. Viel wurde in eine angenehme Raumakustik des Gebäudes investiert. Es sei wichtig für eine Musikschule, auf diese besonderen Wert zu legen. Ebenso wichtig sei, dass die Schallübertragung so gering wie möglich gehalten werde, so der Architekt Jan Hemmann, Bietergemeinschaft Studio 32/Gabrovsek/Wack + Marx/InTechA.

Als Signe ist ein Anbau als wesentlicher Bestandteil der Maßnahme geplant und dient der barrierefreien Erschließung des gesamten Gebäudes. Durch den Einbau eines Aufzuges und barrierefreier Sanitäranlagen ist das Gebäude auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Die Eingriffe in den Bestand erfolgen behutsam in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt. Damit der Charakter des ehemaligen Gefängnisses noch erkennbar ist, wird die Sandsteinfassade unverändert bleiben. Eine Aufwertung soll durch den Einbau von neuen Fenstern erfolgen.

Innenhof als Veranstaltungsort

Der Innenhof als Veranstaltungsort wird eine größere Rolle für das Kulturangebot der Stadt St. Ingbert einnehmen. Außerhalb der Unterrichtszeiten soll dieser für Freiluftveranstaltungen, beispielsweise für Konzerte, Freiluftkino, Buchlesungen, Theater oder Comedy, genutzt werden. Die dazu notwendige Infrastruktur für Beleuchtung und Beschallung, einen flexiblen Sonnenschutz und eine mobile Bühne stehen ebenfalls auf der Planungsliste. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Fußgängerzone, der Bahnhof, das Albert-Magnus-Gymnasium, die Albert-Magnus-Realschule und die Alte Baumwollspinnerei. Durch die zentrale Innenstadtlage werden auch in Verbindung mit der Alten Baumwollspinnerei, die zukünftig Teile der Stadtverwaltung und ein Albert-Weisgerber-Museum beherbergen soll, Synergien erwartet.

Derzeit besuchen etwa 500 Personen die Musikschule, die im Moment noch in der Ludwigschule untergebracht ist. Voraussichtlich im Frühjahr 2023 ist ein Umzug in die neue Wirkungsstätte vorgesehen. Investitionen von rund 3 Mio. Euro sind eingeplant, zweidrittel der Summe werden über Städtebaufördermaßnahmen finanziert.

REGIO.news St. Ingberg
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St-Ingbert – Altes Sinn-Gebäude wird umgebaut!

2021-11-08T10:59:26+01:00

05.11.2021 Quelle: Pressemitteilung der Stadt St. Ingbert/ Fotos: Firma S.N.E.L.

Altes Sinn-Gebäude wird zu modernem Büro- und Coworking-Space

Das alte Sinn-Gebäude hat seit der Schließung des Bekleidungsgeschäfts bereits verschiedene Geschäfte beherbergt, drohte jedoch zu verfallen. Nun wird es zu einem hochmodernen Bürogebäude umgearbeitet.

Seit Juni 2021 wird hinter der Bauverkleidung des alten „Sinn“ unter Hochleistung gearbeitet. Das Bauende ist für Juni 2022 geplant. „Wenn alles nach Plan läuft, ist das auch realistisch“, freut sich Architekt und Bauherr Gerlando Giarrizzo. Sein Unternehmen hat das Sinn-Gebäude und das angrenzende Woolworth-Gebäude erworben und baut es zu einem Komplex aus, der neuen Schwung nach St. Ingbert bringen wird.

Flexibler Coworking-Space

Im Sinn-Gebäude werden die beiden unteren Etagen als sogenannter Coworking-Space eingerichtet. „Hier können Freiberufler und Unternehmen Büroplätze im Großraum oder Einzelbüros dauerhaft oder auf Zeit anmieten. Dazu werden Besprechungs- und Veranstaltungsräume bereitgestellt, die von allen gemeinsam genutzt werden“, erklärt Ralf Jung von der St. Ingberter Firma Incredible Base, die die Büroräume im Gebäude vermietet und verwaltet. Die beiden unteren Etagen werden offen und licht gestaltet und sind durch eine geschwungene Treppe in der Raummitte miteinander verbunden. Die Straßenfront wird – ganz in der Tradition des ehemaligen Verkaufsraums – mit Glas gestaltet, sodass vorübergehende Bürger sehen können, welche Firmen im Inneren arbeiten. Im Begrüßungsbereich mit Café-Tresen werden Besucher willkommen geheißen. „Das Konzept richtet sich vor allem an Startups, die in der der ersten Phase ihrer Finanzierung unterstützt werden sollen“, fährt Jung fort. „Aber auch Unternehmen, die z. B. ihren Mitarbeitern im Homeoffice ein Büro bereitstellen möchten, oder Freiberufler, die kurzfristig einen Arbeitsplatz benötigen, können sich hier einmieten.“ Größe und Ausstattung der Arbeitsplätze sowie Mietdauer sind flexibel. Der integrierte Veranstaltungsraum ist frei buchbar und im Sommer können „Coworker“ der unterschiedlichsten Branchen auf der rückwärtigen Terrasse untereinander Kontakte knüpfen.

Büroräume für den CISPA Campus

Weitere drei Etagen sind bereits per Vertrag an den CISPA Campus vermietet. Hier entstehen größtenteils Einzelbüros, die durch Flure verbunden sind, sowie Besprechungs- und Aufenthaltsräume. Auf den angebauten Terrassen auf der Gebäuderückseite können Pausenzeiten angenehm genutzt werden. Die vierte Etage des Gebäudes ist neu entstanden, wurde also auf das Dach des alten Gebäudes aufgesetzt. Von hier aus haben die Büronutzer einen wunderbaren Blick über St. Ingbert, in Hinterhöfe traditioneller Bürgerhäuser und über die Wälder rund um St. Ingbert. Das gesamte Gebäude wird Platz für ca. 100 Büroplätze bereitstellen. Für Parkmöglichkeiten der Nutzer wird im Tiefgeschoss gesorgt.

Weitere Pläne für das Woolworth-Gebäude

Auch im alten Woolworth-Gebäude werden in Kürze Bauarbeiten starten. Geplant ist, dass in der unteren Etage nach dem Umbau Verkaufsraum für Woolworth entsteht. Dieser wird jedoch etwas kleiner sein als bisher, sodass am Übergang zum Bürogebäude ein Gastronomiebereich in einem zeitgemäßen Konzept entstehen wird. Die oberen Etagen werden zu Wohnraum umgestaltet. Der Bauantrag ist bereits gestellt. Bei rechtzeitiger Genehmigung wird von einem Baubeginn Anfang 2022 ausgegangen.

Richtige Strategie für eine belebte Innenstadt

„Das Sinn-Gebäude war früher das Herz der Unterstadt und drohte nach der Schließung des Geschäfts zu verkommen. Das neue Bürokonzept erweckt diesen Teil der Kaiserstraße zu neuem Leben. Es kommen Berufstätige und Unternehmen nach St. Ingbert, die hier auch einkaufen und das gastronomische Angebot nutzen“, bekräftigt Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer. „Da der großflächige Handel in der Zukunft immer weiter zurückgehen wird, ist dies ein Musterbeispiel für positive Impulse. Mit St. Ingbert als IT-Stadt und dem erweiterten Angebot an Büroräumen verfolgen wir hier die richtige Strategie, damit unsere Innenstadt belebt bleibt und Handel und Gastronomie weiter florieren.“

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