Lebach entdecken – EinBlick in die Stadtgeschichte!

Von |2021-05-17T10:47:48+02:00Mai 6th, 2021|

05.05.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Lebach/ Foto: Kirsch

EinBlick in die Stadtgeschichte – ein historischer Innenstadtweg

Lebach. Zeitgleich zur neuen Imagekampagne „Lebach entdecken“ hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Archäologiebüro Glansdorp einen Innenstadt-Weg konzipiert, der „EinBlick in die Stadtgeschichte“ gewährt. Dazu wurden fünf großformatige Schautafeln mit Bildern, Skizzen und kurzen Texten zur Historie an Schaufensterfronten und großen Scheiben in der Innenstadt angebracht. Zu sehen sind die Tafeln in der Pickardstraße 1, sowie in der Markstraße 9, 2, 23 und 26.

Alle Tafeln können einzeln betrachtet und gelesen werden. Besonders interessant ist es aber, wenn man die Geschichte Lebachs anhand der Tafeln 1 bis 5 von der Vorgeschichte und Eisenzeit bis zur Stadtwerdung und den jüngsten Entwicklungen in chronologischer Reihenfolge bei einem Rundgang entdeckt. Auf jeder Tafel sind die Standorte der anderen Tafeln vermerkt, so dass man leicht zu Fuß durch die Geschichte spazieren kann.

Über einen QR-Code gelangen Interessierte außerdem auf die Internetseite der Stadt und hier direkt zum Bereich Tourismus & Freizeit sowie zur Auflistung der Gastronomiebetriebe samt deren Kontaktdaten.

Jederzeit nutzbar

„Diese Art der geschichtlichen Einblicke kann jederzeit genutzt werden. Denn während Museen und Ausstellungsräume geschlossen sind, haben die Schaufensterscheiben immer geöffnet. Der Innenstadt-Weg „EinBlick in die Stadtgeschichte“ ist eine hervorragende Ergänzung zu dem Netz an Themenwanderwegen, die Lebach in den letzten Jahren konzipiert hat und die rege genutzt werden.

Für den Innenstadt-Weg braucht man nicht viel Kondition, die Strecken sind kurz. Der Weg lädt zu einem Schaufenster-Bummel der ganz besonderen Art durch Lebachs Innenstadt – und Lebachs Geschichte – ein“, erklärt Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill.

Die Tafeln

Auf Tafel 1 findet man Wissenswertes über die Vorschichte und Eisenzeit und was es mit dem sogenannten Schlüsselstein vor dem Rathaus auf sich hat. Welche Bedeutung die Römerzeit für Lebach hatte, wird ebenso anschaulich dargestellt wie alte Wege durch das Theeltal. Diese Tafel mit dem Titel „Von römischen Landgütern an der Theel“ findet man in der Pickardstraße 1 (am Minikreisel/Winter’sche Apotheke).

Lebach als „Marktort der Vierherrschaft“ wird ausführlich auf Tafel 2 thematisiert. So lag Lebachs Kern einst auf dem Kirchberg über dem Theeltal. Es gibt Skizzen von Häusern am Kirchberg sowie Informationen zum Versammlungs- und Marktplatz im Wandel der Zeit. Auch Interessante Details zur Familie von Hagen und der Burgstatt zur Motte können auf dieser Tafel in der Marktstraße 9 entdeckt werden.

Ab 1700 entstand der obere Markt – dieses Thema mit dem „Neuaufbau im 18. Jahrhundert“ ist Inhalt der Tafel 3, die eine Schaufensterfläche in der Marktstraße 2 ziert. Der Markt- und Versammlungsort Lebach geriet im 30-jährigen Krieg zwischen die Fronten und wurde von schwedischen Truppen in Brand gesetzt. Nach dem Krieg entstand der neue „Obere Markt“ mit Amtshäusern der Vierherrschaft, die sich bis heute im Lebacher Stadtwappen widerspiegelt.

Neben dem altbewährten „Oberen Markt“ wächst ab 1800 ein neues Verwaltungszentrum heran. Und so geht schon bald am „Unteren Markt“ die Post ab. Auf dem freien Platz vor dem „Bürgermeister Haus“ des „Maire de Lebach“, das nahe der Theelbrücke stand, hielt ab 1816 zweimal die Woche die Postkutsche auf ihrem Weg von Saarbrücken nach Trier, ab 1822 bestand die Möglichkeit, von Lebach aus nach Mainz und Metz zu reisen. Diese Entwicklung wird neben vielen anderen Punkten der „Expansion und Mobilität im 19. Jahrhundert“ auf Tafel 4 (Marktstraße 23) erläutert.

In der Markstraße 26 (Fläche vor dem Theelpavillon MollyChic/Telekom/Bäckerei Bost) findet man auf Tafel 5 interessante Fakten darüber, wie Lebach vom zentralen Ort zur Stadt wurde. Der Betrachter erfährt anhand zahlreicher Bilder wie die heutige Marktstraße als Kettenreaktion der Modernisierung entstanden ist und der Weg frei wurde für die Idee einer City-Fußgängerzone. Das Thema dieser Tafel lautet „Stadt Lebach im 20. Jahrhundert – Marktstraße und City“.

Übersicht der Tafeln

  • Tafel 1 „Von römischen Landgütern an der Theel“ – Pickardstraße 1
  • Tafel 2 „Marktort der Vierherrschaft Lebach“ – Marktstraße 9
  • Tafel 3 „Neuaufbau im 18. Jahrhundert“ – Marktstraße 2
  • Tafel 4 „Expansion und Mobilität im 19. Jahrhundert“ – Marktstraße 23
  • Tafel 5 „Stadt Lebach im 20. Jahrhundert – Marktstraße und City“ Freifläche vor Marktstraße 26
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