St. Ingbert – Ukrainische Schüler forschen am SFTZ !

Von |2022-04-22T13:15:09+02:00April 22nd, 2022|

20.04.2021 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Thomas Bastuck
 
 
 
 
 
 
REGIO.news St. Ingberg
Myriam Backes (hinten) betreut zwei ukrainische Schülerinnen (im Vordergrund) bei einem Versuch im SFTZ

Ein toller Tag – ukrainische Schüler forschen am SFTZ in St. Ingbert

Sechs Schüler und zwei Schülerinnen aus der Ukraine verbrachten einen Tag am Schülerforschungs- und technikzentrum (SFTZ) in St. Ingbert. Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 16 Jahren stammen aus Familien, deren Eltern in einer Niederlassung der Firma Dr. Theiss, Homburg arbeiteten. Die Firma hat die Familien aus einem Vorort von Kiew nach Deutschland evakuiert und in Privatunterkünften oder von Fa. Dr. Theiss bereitgestellten Unterkünften untergebracht. Seit etwa vier Wochen gehen die Kinder an die Robert-Bosch-Schule in Homburg. „Die Schülerinnen und Schüler haben sich schnell eingelebt. Dazu tragen auch die vielen deutschen Schüler bei, die Russisch sprechen und alles für die Geflüchteten übersetzen. Sie sind eine große Hilfe“, lobt die Lehrerin Myriam Backes. „Und die ukrainischen Kinder lernen ungemein schnell Deutsch, sie sind wirklich motiviert.“

Den Besuch am SFTZ hat Myriam Backes organisiert, selbst ehrenamtliche Praktikumsleiterin am SFTZ. „Ich möchte das für die Kinder und Jugendlichen tun, was in meiner Kraft steht“, erklärt sie. Das Thema Krieg wurde an diesem Tag gar nicht angesprochen, sollten die Kinder doch einen interessanten, lehrreichen und freudigen Ferientag in St. Ingbert verbringen. Alles drehte sich um das Thema Kunststoff und Nachhaltigkeit. So erhielten die Schülerinnen und Schüler unterschiedlich schwierige Aufgaben, bei denen sie z. B. aus abbaubaren Produkten wie Milch und Cola den umweltfreundlichen Kunststoff Polylaktat herstellen oder den Superabsorber in Windeln untersuchen. „Ein toller Tag“, freut sich Nikita, „Chemie interessiert mich schon immer und das hier ist sehr spannend.“ Die sprachlichen Hürden werden dank Victoria Gofferberg überwunden, die ihren Bundesfreiwilligendienst im SFTZ leistet und fließend Russisch spricht. Diese Sprache ist der ukrainischen relativ nah.

„Die Alte Schmelz als Standort des SFTZ war ehemals ein Eisenwerk“, so erklärt Prof. Rolf Hempelmann, Leiter des SFTZ, den Schülern. „Aus diesem Grund haben wir für den Nachmittag einen Besuch im Rischbachstollen in St. Ingbert geplant – das wird den Jugendlichen bestimmt Spaß machen.“ Der Mint-Campus Alte Schmelz e.V. (www.mintcampus.de/SFTZ) als Betreiber des SFTZ setzt sich mit diesem und zahlreichen weiteren Projekten dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in außerschulischen Veranstaltung in einer authentischen Forschungsumgebung an die MINT-Fächer herangeführt werden. Neben den fachlichen Kenntnissen entwickeln sie dabei auch die Fähigkeit, Probleme zu lösen, sich in einer Gruppe zu verhalten sowie neugierig und motiviert zu arbeiten.

St. Ingbert – Großzügige Spende der Erich F. Bläse-Stiftung!

Von |2021-11-26T21:00:16+01:00November 26th, 2021|

25.11.2021 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Thomas Bastuck
 
 
 

Großzügige Spende der Erich F. Bläse-Stiftung für Forschung und Wissenschaft an das SFTZ

Die Erich F. Bläse-Stiftung für Forschung und Wissenschaft hat dem Schülerforschungs- und Technikzentrum (SFTZ) einen Scheck über 30.000 Euro übergeben.

Mit dem Geld der Stiftung wurde die Möblierung von Vortrags- und Seminarräumen bezuschusst, also eindeutig Artikel, die nicht in den Hoheitsbereich der Stadt fallen. „Dank dieser großzügigen Spende konnten wir die Grundausstattung im Bereich Möbel finanzieren, ohne die ein Betrieb des SFTZ nicht möglich wäre“, freut sich Prof. Dr. Rolf Hempelmann, Leiter des SFTZ.

Das Schülerforschungs- und Technikzentrum

Im SFTZ haben interessierte und motivierte Schüler die Möglichkeit, in den MINT-Fächern zu forschen. Gerade arbeitet eine Gruppe etwa 15-jähriger Schülerinnen und Schüler im Mechatronik-Labor an einem Schaltkreis für eine Leuchte, die per Handy gesteuert werden kann. „In diesem 4-wöchigen Kurs können die Schüler Dinge ausprobieren, die sie aus dem Alltag kennen“, erklärt Prof. Dr. Uwe Hartmann, Vorsitzender des MINT-Campus, an dem das SFTZ seinen Sitz hat. „Das ist für die Zukunft der jungen Leute sehr wichtig, daher wissen wir den außergewöhnlich hohen Betrag dieser Spende sehr zu schätzen.“ Neben unterrichtsbegleitenden Kursen für Schulen und Angeboten im Rahmen des Ferienprogramms arbeitet das SFTZ auch mit dem CJD Homburg/Saar zusammen, um Auszubildende zu fördern, die inhaltliche Probleme in Schule und/oder Betrieb haben, sodass sie ihre Ausbildung nicht abbrechen müssen.

Die Forschungs- und Wissenschaftsstiftung des Erich Ferdinand Bläse

Die Erich F. Bläse-Stiftung für Forschung und Wissenschaft ist eine von zwei Bläse-Stiftungen. Die Erich Ferdinand Bläse-Stiftung für Wohlfahrtspflege St. Ingbert fördert Altenhilfe- und Wohlfahrtspflege-Projekte. Dagegen unterstützt die Erich F. Bläse-Stiftung für Forschung und Wissenschaft die forschende und wissenschaftliche Tätigkeit an Hochschulen der Region, Projekte wie „Jugend forscht“ oder das Schülerforschungs- und Technikzentrum. Darüber hinaus fördert sie wissenschaftlichen Nachwuchs durch Stipendien und Preisgelder. Vorsitzender des Stiftungsvorstands ist der Oberbürgermeister der Stadt. Der stellvertretende Vorsitzende der Forschungsstiftung, Heinz Dabrock, erklärt: „Aufgrund der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt mussten wir für diesen Betrag wirklich lange sparen. Aber das Geld ist gut angelegt, denn gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, junge Menschen frühzeitig an die MINT-Fächer heranzuführen. Sie werden die Fachleute, die unsere Gesellschaft morgen braucht.“

Die Bläse-Stiftung für Forschung und Wissenschaft

Der 1913 in St. Ingbert geborene Erich Ferdinand Bläse legte 1932 hier sein Abitur ab. 1947 aus der Kriegsgefangenschaft nach St. Ingbert zurückgekehrt, übernahm er die Leitung des Einzelhandelsgeschäfts, das seit 1881 von seiner Familie betrieben wurde, aber in den 1960er Jahren schließen musste. Nach der Geschäftsaufgabe war er in anderen deutschen Städten tätig, blieb der Stadt aber immer verbunden. 1990 gründete er in Darmstadt die Erich F. Bläse-Stiftung für Forschung und Wissenschaft, der erst im Jahr 2010 die Wohlfahrtspflegestiftung folgte. Beide Stiftungen haben heute ihren Sitz in der St. Ingbert, arbeiten jedoch unabhängig voneinander.

Ein großartiges Angebot für junge Menschen in St. Ingbert und im Saarpfalz-Kreis

Bürgermeisterin Nadine Backes, selbst Direktorin einer St. Ingberter Grundschule, plant gemeinsam mit Prof. Hempelmann auch SFTZ-Kurse für Grundschulkinder: „Schon in den ersten Schuljahren sollten die Kinder lernen, was Chemie, Physik usw. im Alltag heißt. Der Übergang zur weiterführenden Schule, wo diese Fächer erstmals gelehrt werden, wird dann viel leichter. Deshalb ist das SFTZ in St. Ingbert und im Saarpfalz-Kreis ein großartiges Angebot. Das Spendengeld ist eine gute Investition in die Ausbildung unserer Kinder.“

Weisgerber
BU: v.l.n.r.: Prof. Dr. Rolf Hempelmann, Leiter SFTZ, Heinz Dabrock, Stellvertretender Vorsitzender der Forschungsstiftung, Prof. Dr. Uwe Hartmann, Vorsitzender MINT-Campus, Heike Scholz, Stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende, Andrea Kihm, Geschäftsführerin der Stiftung, und Stiftungsratsmitglied Nadine Backes freuen sich über die großzügige Spende. 

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