Rehlingen – Grüne Oase statt Schandfleck!

Von |2021-07-15T13:36:04+02:00Juli 15th, 2021|

Sportfest Rehlingen Pfingsten
Der designierte Bürgermeister von Rehlingen-Siersburg, Joshua Pawlak, freut sich über die Unterstützung des Landes. Vor dem „Haus Ulbrich“ von links: Georg Becker, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Joshua Pawlak, Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul und der stellvertretende Siersburger Ortsvorsteher Kai Winter

Grüne Oase statt Schandfleck: Umweltministerium unterstützt Dorfprojekt in Siersburg mit rund 145.000 Euro 

Leerstände, schlechte Bausubstanz oder einfach nur verfallene Gebäude wirken sich in vielen saarländischen Gemeinden negativ auf die Attraktivität und Wahrnehmung sowie letztendlich auf die Zukunftsfähigkeit der Dörfer aus. So steht auch in Siersburg an der zentralen Dechant-Held-Straße seit vielen Jahren das „Haus Ulbrich“ leer. Das Haus ist teilweise einsturzgefährdet.

Jetzt wird das „Haus Ulbrich“ abgerissen und die Fläche dann neugestaltet. Als Finanzierungshilfe hat Umweltstaatssekretär Sebastian Thul einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 145.000 Euro an die Gemeinde Rehlingen-Siersburg übergeben. „In einem Fall wie diesem besteht dringender Handlungsbedarf“, so Thul. „Das verwilderte und vermüllte Anwesen beeinträchtigt das Ortsbild und die Qualität des Wohnumfelds. Durch das Projekt wird beides wieder aufgewertet.“

Die Gemeinde, die das Anwesen inzwischen erworben hat, möchte zunächst das Gebäude sowie den Garten entrümpeln und das Haus dann abreißen lassen. Nach Räumung der Abbruchstelle soll die Brachfläche zu einer attraktiven, öffentlich zugänglichen Freifläche umgestaltet werden. „Vorgesehen sind ein Schotterweg und ein kleiner Platz mit Sitzmöglichkeiten“, so Thul. „Die umliegende Grünfläche soll als Blühwiese mit Obstbäumen angelegt werden.“ Insgesamt soll ein einladender grüner Aufenthaltsbereich an der Dechant-Held-Straße entstehen. „Das Vorhaben entspricht unseren Zielsetzungen einer nachhaltigen Dorferneuerung. Es dient  der Weiterentwicklung und Revitalisierung des Ortskerns“, so Thul.

Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten für das Dorfprojekt belaufen sich auf rund 265.000 Euro. Dank einer 55 %-Förderung durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (145.700 Euro aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes) und einer Aufstockung durch das Innenministerium über Bedarfszuweisungen (35 % der Gesamtsumme = 92.700 Euro) beläuft sich der von der Kommune aufzubringende Eigenanteil auf 26.500 Euro (10 % der Gesamtsumme).

Rehlingen – Pfingstsportfest des LC Rehlingen mit 45.000 Euro gefördert!

Von |2021-05-25T11:08:33+02:00Mai 25th, 2021|

Der Leichtathletik Club Rehlingen e.V. erhält vom Sportministerium einen Zuwendungsbescheid über 45.000 Euro für die Ausrichtung des Internationalen Pfingstsportfestes

Sportminister Klaus Bouillon: „Das Pfingstsportfest blickt nicht nur auf eine lange Tradition zurück, sondern erhält auch national wie international viel Beachtung. Daher freut es mich sehr, dass die Veranstaltung in diesem Jahr – wenn auch leider ohne Zuschauerinnen und Zuschauer – wieder stattfinden kann, nachdem sie 2020 auf Grund der Corona-Pandemie komplett abgesagt werden musste. Dies ist ein erster Schritt zurück in die sportliche Normalität und als Sportminister unterstütze ich diese Maßnahme natürlich sehr gerne.“

Seit dem letzten Jahr gehört das Pfingstsportfest zur „World Athletics Continental Tour“ und wird als „Bronze Level Meeting“ der Leichtathletik weltweit gelistet.

Sportfest Rehlingen Pfingsten

Saarland – “Gelbes Band” für Obstpflücker

Von |2021-05-17T11:29:35+02:00Mai 4th, 2021|

Startschuss für Ernteprojekt „Gelbes Band“

Rehlingen-Siersburg. Ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und für die Wertschätzung von heimischem Obst: Pünktlich zum internationalen Tag der Streuobstwiese startet das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Ernteaktion „Gelbes Band“.

Von Bäumen darf ohne Rücksprache mit dem Besitzer für den Eigenbedarf Obst geerntet werden. Streuobst pflücken ist nur bei den Bäumen, die mit einem gelben Band markiert sind, nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht.

Vielerorts im Saarland ist die Landschaft geprägt von Streuobstwiesen. Oft sind sie verwahrlost. Das Obst wird nicht gepflückt und verrottet einfach.

Deswegen hat das saarländische Umweltministerium zusammen mit dem Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz das Ernteprojekt „Gelbes Band“ gestartet. Wenn ein Baum ein gelbes Band trägt, darf man von ihm so viel Obst für den eigenen Bedarf ernten, wie man möchte. Der Besitzer muss nicht um Erlaubnis gefragt werden.

Lebensmittel retten

Ziel ist es laut Umweltministerium, die vielen ungenutzten Obstbäume für die Bevölkerung freizugeben, damit das Obst auch gegessen wird. Außerdem solle heimisches Streuobst so wieder mehr wertgeschätzt werden.

Wer eine Streuobstwiese besitzt und mitmachen will, kann im Rathaus der betreffenden Kommune einen Teilnahmebogen ausfüllen. Dann bekommen die Teilnehmenden die gelben Bänder und ein Plakat mit den Verhaltensregeln.

Wer Streuobst retten möchte, darf alles pflücken, was in Reichweite hängt. Nicht erlaubt ist, auf die Bäume zu klettern. Außerdem dürfen keine Äste abgeschnitten oder abgebrochen werden.

Streuobst Gelbes Band
Minister Reinhold Jost mit dem Beigeordneten von Rehlingen-Siersburg, Joshua Pawlak, und Roger Marti, Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. (von links).

“Marienhof“ in Gerlfangen erneut ausgezeichnet !

Von |2021-03-30T10:50:08+02:00Februar 26th, 2021|

19.02.2021 Quelle/Bild: Pressemitteilung von Umweltministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 
 

Umweltminister Reinhold Jost gratuliert „Marienhof“ in Gerlfangen – „Saarländische Ökolandbau- Strategie ist der richtige Weg!“

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost gratuliert der Familie Zenner vom „Marienhof“ in Gerlfangen zur erneuten Auszeichnung als bester Bioladen Deutschlands.

„Das ist ein großartiger und ebenso verdienter Erfolg für die Familie Zenner und ihren tollen Hof. Die Umstellung auf ökologische landwirtschaftliche Erzeugung vor fast 30 Jahren zeigt bei dem Familienbetrieb in Gerlfangen beispielhaft und unabhängig von Prämierungen schon lange, wie sinnvoll und zukunftsweisend diese Anbaumethode und die Unabhängigkeit von externen Vertriebswegen und dem Großhandel ist“, so der im Saarland auch für die Landwirtschaft zuständige Minister.

Das Saarland ist bundesweit mit Abstand Spitzenreiter in Sachen Biolandbau. Rund 20 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche im Saarland werden nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. „Das ist gut für die Artenvielfalt, gut fürs Grundwasser und gut für die Tiere. Darüber hinaus ist es vor allem in Kombination mit Direktvermarktung auch auskömmlich und rentabel. Vor diesem Hintergrund haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Anteil an Biolandbau im Saarland bis 2025 auf 25 Prozent zu steigern. Dafür stellen wir natürlich auch die dazu gehörigen Fördermittel zur Verfügung“, so Jost. Der Bundesdurchschnitt beim Flächenanteil im Biolandbau liegt aktuell bei weniger als zehn Prozent und hier ist das Ziel Bundesregierung, diesen bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern.

Im Saarland gibt es aktuell 136 Betriebe die im Haupterwerb ökologischen Landbau betreiben. Dazu kommen nochmals fast 100 Landwirtschaftsbetriebe, die auf Teilflächen und ohne gesonderte Förderung in erster Linie biologisch Obst anbauen. Dazu kommen eine größere zweistellige Anzahl an Hofläden und zahlreiche Lebensmittelautomaten im Saarland, die schon jetzt für ein großes Angebot an direkt vermarkteten Produkten sorgen. „Das ist Wertschöpfung und fair trade vor der eigenen Haustüre. Wer von diesen Angeboten Gebrauch macht, unterstützt nicht nur unmittelbar die heimischen Produzenten, sondern leistet durch die kurzen Wege vom Hersteller zum Verbraucher auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so der Minister.

Hintergrund:

Der Biolandhof „Marienhof“ im saarländischen Gerlfangen (Landkreis Saarlouis) ist zum zweiten Mal nach 2018 in der Leserwahl des Fachmagazins „Schrot & Korn“ für den „Besten Bio-Hofladen“ in Deutschland ausgezeichnet worden. Der Familienbetrieb existiert seit 1965. Im Jahr 1992 hat die Familie Zenner den Hof auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Seit 2008 ist der „Marienhof“ ein Bioland-Betrieb.

Ebbes von Hei

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