Neunkirchen – Stadt-Werbung für mehr Elternzeit!

Von |2021-07-06T12:19:05+02:00Juni 30th, 2021|

30.06.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Neunkirchen/ Foto: Kreisstadt Neunkirchen
REGIO.news Steppin-Out-©Rich-Serra

Papa kümmert sich ums Geschäft

Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, stellt viele Paare vor große Herausforderungen. Doch immer noch sind es meist die Mütter, die sich um den Nachwuchs kümmern. Mit einer Werbekampagne wirbt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Annette Pirrong für eine gerechtere Arbeitsteilung bei Erziehung und Pflege. „Papa kümmert sich ums Geschäft“, so der provokante Spruch, der in Verbindung mit einer vollen Windel nun mehr als Buswerbung durch die Region fährt.

Dreiviertel aller jungen Männer wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich partnerschaftlich an der Familienarbeit beteiligen. Diesen Wünschen stehen jedoch noch immer tradierte Rollenbilder und entsprechende Unternehmenskulturen oder auch -strukturen im Weg. Immer mehr Väter wollen selbstver­ständlich Elternzeit nehmen – auch über die schon häufig üblichen zwei Monate hinaus, trauen sich aber nicht, weil sie negative Folgen für ihre Karriere und gesellschaftliche Vorurteile fürchten. Das hat oft zur Folge, dass nach der Geburt des ersten Kindes meist die Frauen die Familie versorgen und sich um Kinder und ihre älteren Angehörigen kümmern. Berufstätigkeit ist dann meistens nur in Teilzeit oder im Minijob möglich, was sich negativ auf ihre Rente auswirkt. So lange die Paare zusammen bleiben kann diese traditionelle Arbeitsteilung gut funktionieren. Aber wenn der oder die Hauptverdienende ausfällt, wegen Krankheit oder Scheidung zum Beispiel, wird es eng. Dann bleibt die Sorge- und Erwerbsarbeit Frauen häufig komplett überlassen und sie finden den beruflichen Anschluss nur noch schwer. Es ist wichtig, dass beide Elternteile ihre eigene Einkommenssituation im Auge behalten und bestenfalls finanziell unabhängig bleiben.

„Die Stadtverwaltung Neunkirchen wirbt auch mit dem Label ‚Familiengerechte Kommune‘ – daher ist es uns ein Anliegen, dass sich Paare für Kinder entscheiden und die Erziehung auf den Schultern beider Elternteile getragen wird. Ich selbst habe gemeinsam mit meiner Frau, die im Schichtdienst arbeitet, drei Kinder großgezogen. Das ging nur arbeitsteilig und weil ich im öffentlichen Dienst auch das nötige Verständnis meiner Vorgesetzten hatte. Ich habe Windeln gewechselt, gekocht oder auch Fahrdienste übernommen. Elternzeit gab es damals aber leider noch nicht, doch letztlich hat uns dieses ‚Family Jobsharing‘ als Familie noch enger zusammengeschweißt“, so Oberbürgermeister Jörg Aumann beim Pressetermin zur Vorstellung der Busaktion.

Die Stadt unterstützt solche väterfreundlichen, flexiblen Lösungen.

Daniel Krauß, ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der sich für eine geteilte Elternzeit entschieden hat, begründet dies so: „Meine Lebensgefährtin und ich waren uns schnell einig, dass wir uns beide umfangreich in die Erziehung unseres Kindes einbringen wollten. Gleichzeitig wollten wir aber auch weiterhin unseren beruflichen Tätigkeiten nachgehen.
Wir haben deswegen beide für eineinhalb Jahre Elternzeit genommen, während der wir abwechselnd entweder gar nicht oder nur in Teilzeit gearbeitet haben.
Ich empfand die dadurch gewonnene Zeit mit meinem Kind und als Familie als unheimlich wertvoll und würde mich jederzeit wieder für dieses Modell entscheiden.”

Wenn Väter von ihrem Arbeitgeber in ihrer neuen Rolle wahr- und ernstgenommen werden, dann gelingt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser und für die Mütter wird ein schneller Wiedereinstieg in den Beruf möglich. Für alle Beteiligten ein Gewinn. Denn häufig verpassen Männer, die sich weniger um ihre Kinder kümmern (können), wichtige Glücksmomente, die die Entwicklung des Kindes mit sich bringen. „Das Recht, emotionale Bindung zum Kind aufzubauen, sollten beide Elternteile haben – das wäre nur fair!“ sagt die Gleichstellungsbeauftragte Annette Pirrong. “Nicht nur das gesundheitliche und psychische Wohlbefinden der Mütter wird gestärkt, die ihre Erwerbsbiographie weiterverfolgen können, auch die Vater-Kind-Bindung wird gefestigt und durch das väterliche Wirken im Haushalt und in der Betreuung werden Geschlechterstereotype vermieden.

Um diesen Wandel zu mehr Partnerschaftlichkeit zu fördern, haben Studierende der Universität Greifswald (Caspar-David-Friedrich-Instituts CDFI) und die Medien- und Informatikschule der Wirtschaftsakademie Nord eine Ausstellung entworfen. Die Kommunalen Frauenbeauftragten Saarland haben aus dieser Ausstellung Motive ausgewählt, mit denen sie verschiedene Aktionen durchführen.

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Merzig – Nachwuchs ims Wolfspark!

Von |2021-06-14T13:03:57+02:00Juni 14th, 2021|

Nachwuchs im Merziger Wolfspark-Werner-Freund

Es war bereits lange geplant, die Aufzuchthütte renoviert und doch mussten die Planungen aufgrund der Pandemie mehrfach verworfen oder verschoben werden. Aber nun sind endlich drei kleine Polarwolfs-Mädchen in Merzig eingezogen und bringen neues Leben in den Park.

Sie wurden auf die Namen Anyu, Nova und Yuki „getauft“.

Anyu und Nova stammen aus einem befreundeten, deutschen Tierpark und zogen letztendlich schneller als geplant in den Wolfspark-Werner-Freund um. Bei der ersten tierärztlichen Untersuchung, bei der die Tiere auch gechipt wurden, zeigte sich, dass Anyu deutlich keiner und dünner war als ihre insgesamt sechs Geschwister. Um ihre Überlebenschancen zu erhöhen, entschied man sich für eine frühere Abgabe nach Merzig.

Nach einer ersten Eingewöhnung in die neue Situation zeigte sich Nova in ihrem gesamten Verhalten sowie bei der Nahrungsaufnahme als eher unproblematisch. Anyu brauchte hierbei deutlich länger und war auch zurückhaltender. Für alle eine große Überraschung war die Geburt der kleinen Yuki als Nachwuchs unserer eigenen Polarwölfe.

Mittlerweile sind alle drei in ihrer Entwicklung auf einem sehr guten Weg, um gesunde, erwachsene Wölfe zu werden und in Zukunft vielleicht einmal wieder eigenen Nachwuchs im Merziger Kammerforst zu bekommen.

Die Besucher des Wolfspark-Werner-Freund müssen sich allerdings noch eine Zeit lang gedulden, um Anyu, Nova und Yuki live zu erleben. Die drei sollen und müssen in ihrer Persönlichkeit erst ausreichend entwickelt und gefestigt sein. Die Kreisstadt Merzig wird frühzeitig informieren, wenn es soweit ist. Bis dahin halten wir Sie gerne mit aktuellen Fotos, der Geschichte von Yuki sowie über die Entwicklung der Welpen auf dem Laufenden.

REGIO.news - Wolspark Merzig

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Nachwuchs im Wildpark!

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05.03.2021 Quelle/Bild: Pressemitteilung Landeshauptstadt Saarbrücken
 
 

Nachwuchs bei den Shropshire-Schafen im Wildpark

Im Saarbrücker Wildpark ist am Donnerstag, 4. März, bei den Shropshire-Schafen ein Lämmchen zur Welt gekommen.

Es ist der erste tierische Nachwuchs in diesem Jahr im Wildpark. Wegen der zu erwartenden kalten Nächte und zum Schutz ist es mit seiner Mutter vom Gehege in einen sicheren Stall umgezogen. Aber auch dort können die Besucherinnen und Besucher das Lämmchen beobachten. Das Umfeld des Stalles ist vom Weg aus gut einsehbar und befindet sich schräg gegenüber der Uhu-Volière.

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| Quelle / Bilder: Landeshauptstadt Saarbrücken
 
 
 

Freude pur im Saarbrücker Wildpark!

Der Saarbrücker Wildpark freut sich über Nachwuchs bei den Wildschweinen. Ende letzter Woche, am 23. Oktober, und somit relativ spät im Jahr sind im Wildpark vier Frischlinge zur Welt gekommen.

Das verregnete Wetter der letzten Tage verbrachten die Kleinen in ihrer mit Stroh ausgelegten Hütte. Heute allerdings nutzten sie das milde und sonnige Wetter, um mit ihrer Mutter das Gehege zu erkunden.

Nochmal Wildschein-Frischlinge

Am 9. November sind noch weitere fünf Frischlinge zur Welt gekommen. Die Bache (Muttertier) hat damit dieses Jahr zwei Mal Nachwuchs bekommen.

REGIO.news - Saarbrücken Wildpark

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