Homburg – Nutzbare Minibeete statt kostenpflichtiger Entsorgung!

Von |2021-07-12T14:02:29+02:00Juli 12th, 2021|

REGIO.news - Stadt Homburg
Sabine Kuntz, Thomas Parison, sie kümmern sich um die Beete, Claudia Ohliger, Leiterin des BBH, und Aneta Faber, Meisterin im Grünbereich.

Im BBH wurden ausrangierte Betonringe nachhaltig umfunktioniert

Im städtischen Baubetriebshof (BBH) gibt es zum Mittagsimbiss oder Pausenbrot seit einiger Zeit hin und wieder die Möglichkeit, die eigene Mahlzeit mit Tomaten, einer Paprika oder Peperoni, manchmal auch mit Kohlrabi oder Salat zu bereichern.

Angefangen hat dieser gesunde und abwechslungsreiche Trend damit, dass mehrere Betonringe, die in der Innenstadt in erster Linie als Poller und Durchfahrtssperren dienten, ausrangiert und durch modernere Elemente ersetzt wurden. Statt einer kostenpflichtigen Entsorgung wurde die Idee von Beschäftigten aufgegriffen, die Betonteile weiter sinnvoll zu nutzen. Sabine Kuntz und ihr Kollege Thomas Parison hatten gemeinsam mit anderen die Idee, die Ringe mit überschüssigem Erdreich und Mutterboden zu füllen und dort einige selbstgezogene Pflanzen einzusetzen. Außerdem wurden sie von Thomas Parisons Vater mit weiteren Setzlingen versorgt. gedeiht ganz nebenher auf dem Gelände des BBH in insgesamt sieben Betonelementen eine nicht zu unterschätzende Vielfalt an Gemüse.

Neben Tomaten und Kopfsalat, Paprika und Peperoni, gibt es auch Radieschen, Gurken, Möhren, Rettich und Zucchini. So können die Kolleginnen und Kollegen, sobald das Gemüse reif ist, zugreifen. Beim Gießen sollen aber alle, die interessiert sind, mit auf das Gemüse achten, hatten Sabine Kuntz und Thomas Parison angemahnt, damit die Verantwortung nicht allein an ihnen hängen bleibt. Angesichts der jüngsten Witterung hält sich der Aufwand beim Wässern aber in Grenzen.

Claudia Ohliger, die seit Mitte Juni den BBH als Nachfolgerin von Melanie Boßlet leitet, ist jedenfalls zufrieden mit dieser Eigeninitiative, zumal die Betonteile so weiter genutzt werden können. Außerdem bedeuten das Pflanzen und die Pflege des Gemüses nur wenig Aufwand bei einem schönen Ertrag, noch dazu mit gemeinschaftsbildender Wirkung.

Meisterin Aneta Faber gab der Idee auch ihre Zustimmung. Sie erinnert sich noch gut daran, wie sie gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen sowie in Kooperation mit dem Christlichen Jugenddorf (CJD) in der Innenstadt unterhalb des Cafés Zauberlehrling einige essbare Beete angelegt hatte. Selbst um eine Umzäunung und entsprechende Schilder hatten sich die Beteiligten gekümmert, doch die Beete wurde immer wieder zertreten, die Pflanzen ausgerissen oder zerstört, so dass das Gemüse seine Ernte nie erlebte. So musste das Vorhaben essbarer Beete, die in einigen Städten gut funktioniert, wieder eingestellt werden.

Doch auf dem Gelände des Baubetriebshofs funktioniert die Idee zur Freude und dem Genuss derer, die sich darum kümmern und ihre Mahlzeiten bereichern können. Dieses Vorgehen passt auch bestens zur Aktion „Homburg lebt gesund“ an der sich die Stadtverwaltung seit Jahren beteiligt. So wird mit dieser nachhaltigen Idee auch ein passender Beitrag zur dieser Kampagne sowie zu einer gesunden Ernährung geleistet.

REGIO.news - Stadt Homburg
v. l. n. r.: Thomas Parison,  Claudia Ohliger, Aneta Faber und Sabine Kuntz
REGIO.news - Stadt Homburg
v. l. n. r.: Claudia Ohliger, Aneta Faber, Sabine Kuntz und Thomas Parison

Weitere Beiträge die Sie interessieren könnten:

Merzig – Saarlands erster Mentaler Sport Pfad eröffnet!

14.09.2021 Quelle/Bild: Pressemitteilung Stadt Merzig Los geht’s: Stress aus – Mentale Fitness an! Mit 10 Achtsamkeitsübungen auf dem Merziger Mentalen Sport Pfad wandeln! Mentales Training unterstützt dabei, sich eine gesunde körperliche und seelische Verfassung zu verschaffen. Dies beinhaltet auch der Begriff Resilienz. Es geht darum, psychische Widerstandskraft zu trainieren und sich [...]

Homburg – Aktion „Homburg Steine“ der Stadt ist bundesweites Vorbild!

14.09.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Homburg Kampagne im Best Practice Projektpool aufgenommen Die Kreis- und Universitätsstadt Homburg wurde für die Aktion „Homburg Steine“ im Rahmen der Heimat-shoppen-Aktionstage 2020 als „Best Practice 2021“ ausgezeichnet und in den Projektpool der Initiative Stadtimpulse aufgenommen. In diesem Pool sind zertifizierte Projekte von deutschen Städten als positive Beispiele [...]

Homburg – Erneut Rekordergebnis beim STADTRADELN 2021 erreicht!

14.09.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Homburg Homburg radelt erneut für ein gutes Klima Klima-Bündnis-Kampagne STADTRADELN geht in die nächste Runde Seit 2008 treten Kommunalpolitikerinnen Kommunalpolitiker und Bürgerinnen und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Homburg ist auch in diesem Jahr mit dabei. Die Aktion Stadtradeln läuft vom Sonntag, 6. [...]

Neunkirchen – Siegerehrung für Leseolympiade!

14.09.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Neunkirchen/ Foto: Deniz Alavanda OB Aumann übergibt Hauptpreise an Sieger der Leseolympiade Oberbürgermeister Jörg Aumann hat am Montag, 13. September, in der Stadtbibliothek die Hauptpreise an die sechs Sieger der diesjährigen Leseolympiade übergeben. Die sechs Kinder erhielten Urkunden, Kinogutscheine und ein Buchpräsent. Die Stadtbibliothek hat sie zusammen mit [...]

Saarland – Honorierung von Klimaschutz und Ökosystemleistungen von Waldbesitzern – Einigung bei Wald-Klimaprämie

Von |2021-05-19T14:35:07+02:00April 24th, 2021|

Bereits jetzt belastet der Klimawandel unsere Natur: Hitze und Trockenheit haben den Wäldern erheblich zugesetzt. Obwohl der saarländische Wald im Bundesvergleich verhältnismäßig gut dasteht, müssen Maßnahmen zum Gegensteuern ergriffen werden.

Am Freitag einigte sich die Umweltministerkonferenz (UMK) auf eine so genannte Wald-Klimaprämie. „Waldbesitzer, die sich bei der Bewirtschaftung gezielt mit Klimaleistungen, Artenvielfalt, Nachhaltigkeit und öffentlicher Daseinsvorsorge auseinandersetzen, sollen belohnt werden“, so Umweltminister Reinhold Jost. „Ich freue mich, dass wir mit unserer Initiative in der UMK überzeugen konnten. Jeder Schritt hilft uns, einen dauerhaft klimastabileren Wald zu gestalten.“

Ziel ist es, Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zu honorieren, wenn sie ihre Wälder nachhaltig schützen, standortspezifischer entwickeln und naturnäher bewirtschaften. Dazu soll es nach dem Beschluss der UMK für alle Waldbesitzenden anwendbare Regelungen geben. „Über das „Ob“ der Hilfen gibt es nichts zu
diskutieren – sie waren längst überfällig – allerdings über das „Wie“, so Jost. „Alle Wälder, egal ob Staats-, Kommunal- oder Privatwald müssen von der Honorierung profitieren können.“ Unter Einbindung der Forstwirtschaft und des Naturschutzes der Länder sollen nun das Bundesministerium für Umwelt und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein entsprechendes Modell entwickeln und auf der nächsten UMK im Herbst 2021 vorzustellen.
„Walderhalt hat seinen Preis – Wie im Saarland sollte dieser nicht durch erhöhten Einschlag oder Personaleinsparungen gezahlt werden. Wir kompensieren die Einnahmeverluste aus Mindererlösen und Mehraufwendungen aus dem Landeshaushalt“, so der Minister. Einen Lösungsansatz würden die Mittel des Energie und Klimafonds der Bundesregierung bieten, die über die CO2-Bepreisung eingenommen werden. Diese könnten als Honorierung für die Waldpflege, die über die gesetzlichen Grundpflichten hinausgeht, zum Aufbau, zur Sicherung und zur Entwicklung klimastabiler Wälder nutzbar gemacht werden.
Mit Blick auf die rapiden klimatischen Veränderungen führt kein Weg daran vorbei“, so Jost. „Dabei müssen wir behutsam vorgehen, um unserem Wald wieder Luft zum Atmen zu geben. Unser Ziel ist es, zusammen mit allen Beteiligten offen und transparent diesen Weg zu beschreiten.“


Hintergrund:
Bedingt durch den Klimawandel sind es insbesondere die Fichtenwälder, aber auch zunehmend die Laubwälder, die in Deutschland in den vergangenen drei
Vegetationsperioden extrem unter den Folgen anhaltender Trockenheit und Dürre gelitten haben. Bis Ende 2021 ist ein Gesamtschaden in Höhe von 210 Mio.
Kubikmeter Holz und eine Wiederbewaldungsfläche von 277.000 Hektar zu erwarten. Konjunkturhilfen des Bundes sowie die Aufstockung der GAK-Mittel zur
Unterstützung der Länder-Förderprogramme zum Walderhalt bzw. zur Wiederherstellung standortgerechter und klimaangepasster Waldbestände, Klimaschutz und der Gemeinwohlleistungen werden als notwendige Maßnahmen zur unmittelbaren Unterstützung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die durch diese Situation massiv betroffen sind, angesehen.
Aufgrund der dadurch entstandenen Schäden entsteht die Besorgnis, dass zukünftig die Wälder allgemein im Zuge einer sich möglicherweise verschärfenden
Klimakrise ihre vielfältigen Funktionen und Leistungen für den Naturhaushalt und die Gesellschaft nur noch unzureichend erbringen könnten. Die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Funktion ist gefährdet oder zumindest stark eingeschränkt. Dies umfasst insbesondere die Beiträge des Waldes zur Luftreinhaltung, zum Wasser- und Bodenschutz, zur Biodiversitätssicherung, zum Schutz vor Erosion und Lawinen, zur nachhaltigen Bereitstellung des Rohstoffes Holz
sowie zur Erholung der Menschen. Ein nachhaltiges und die gesellschaftlichen Anforderungen ausgewogen sicherndes Angebot all dieser Leistungen ist von der Bewahrung der Funktionsfähigkeit des Waldes als Ökosystem und einem darauf ausgerichteten integrativen, naturnahen Management abhängig:

Wald Forst

In Friedrichsthal eröffnet ein Unverpackt-Laden!

Von |2021-03-31T14:23:21+02:00Januar 15th, 2021|

03.01.2021 Quelle/Bilder: Bürgermeister Christian Jung/ Saarbrücker Zeitung
REGIO.news unverpackt in Friedrichsthal

In Friedrichsthal eröffnete am 18.Dezember 2020 das „Unverpackt Leben“-Geschäft von Alexandra Pütz.

Mehr als ein Jahr Planungs- und Renovierungszeit verging bis zur Eröffnung, jetzt ist es soweit: Verpackungsfrei nachhaltige und biologische Produkte Einkaufen ist nun auch in Friedrichsthal möglich. Die Eröffnung war eigentlich schon für das Frühjahr 2020 geplant, allerdings machte Corona der Idee dann einen Strich durch die Rechnung.

Ab sofort können nun endlich nachhaltige Produkte, wie frisches Obst und Gemüse, Honig oder Seife verpackungsfrei eingekauft werden.

Nach oben