Wallerfangen – Anerkennungspreis für das Bauernhaus in Leidingen!

Von |2021-11-18T14:32:17+01:00November 18th, 2021|

Anerkennungspreis für das Bauernhaus von Petra Johannes in Leidingen

Beim 19. Wettbewerb „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“ standen erneut stilgerecht sanierte Bauernhäuser im Fokus. Auch Petra Johannes aus dem Wallerfanger Ortsteil Leidingen beteiligte sich mit ihrem Schmuckstück – und bekam dafür einen Anerkennungspreis.

Leidingen. 2014 war’s, als Petra Johannes in Leidingen ein altes Bauernhaus in der Neutralen Straße kaufte. Dieses, so berichtet sie, wurde zwischen 1830 und 1850 gebaut. Viel mehr Informationen über das „Vorleben“ ihres Hauses hat sie allerdings nicht. Dafür konnte sie der Jury des 19. Wettbewerbs „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“ bei ihrem Besuch kürzlich aber viel über die Zeit ab 2014 erzählen. Ab diesem Zeitpunkt nämlich renovierte die alleinige Eigentümerin ihre vier Wände stetig, mit viel Aufwand und persönlichem Einsatz.

Und dieser lohnte sich: Rollläden, Garagentor und Glasbausteine sind längst passé, ebenso wie Beton und Schotter. Stattdessen offenbart sich dem Besucher heute ein liebevoll hergerichtetes Bauernhaus im lothringischen Stil. Hier die hübsch hergerichtete Eingangstür, dort das putzige Nutz- und Ziergärtchen – ein Augenschmaus!

Davon konnte sich auch die fachkundige Jury ein Bild machen und die Arbeit der umtriebigen Bauernhausbesitzerin beurteilen. Ihr Haus war der einzige Wettbewerbsbeitrag aus dem Landkreis Saarlouis.

Nach der Bekanntgabe der Sieger durch das saarländische Umweltministerium war klar: Zwar hatte es nicht für einen der ersten drei Plätze gereicht. Diese gingen nämlich nach zweitägiger Bereisung und Begutachtung von insgesamt elf Häusern an Familie Teupel in Mainzweiler (1. Preis), Birgit Trautmann und Lutz Goldammer in Bosen (2. Preis) und an Silke Houy-Foltan und Joachim Foltan in Mechern (3. Preis).

Aber Petra Johannes‘ wunderbar restauriertes Bauernhaus ging längst nicht leer aus: Für sie ebenso wie für Monika Lambert-Debong (Erbringen) und Carola Becker und Frank Siegmund (Breitfurt) gab‘s jeweils einen Anerkennungspreis, mit dem ihr Engagement zum Erhalt saarländischer Baukultur gewürdigt wurde.

Zu diesem Erfolg gratulierte auch der Saarlouiser Landrat Patrik Lauer herzlich: „Petra Johannes hat mit viel Liebe zum Detail ein echtes Schmuckstück in Leidingen geschaffen, das immer wieder viele begeisterte Blicke auf sich zieht. Wir danken ihr für ihren großen persönlichen Einsatz, ein solch‘ geschichtsträchtiges Bauernhaus im Ort wieder derart stilgerecht und gelungen zu renovieren. Häuser wie ihres zieren unseren Landkreis.“

REGIO.news - Wallerfangen
Petra Johannes vor ihrem Bauernhaus in der Neutralen Straße in Leidingen.
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Die Jury des 19. Wettbewerbs „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“ beim Ortstermin am Bauernhaus von Petra Johannes (Dritte von links), hier im kleinen Garten.

Wallerfangen – Alte Schule in Leidingen wird saniert und ausgebau!

Von |2021-08-06T14:50:48+02:00August 6th, 2021|

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Die Leidinger freuen sich über die Unterstützung des Landes für ihr künftiges „Grenzblickhaus“. In der Bildmitte von links der Leidinger Ortsvorsteher Wolfgang Schmitt, Minister Jost, der Wallerfanger Bürgermeister Horst Trenz und die Bürgermeisterin der Gemeinde Heining-les-Bouzonville, zu der auch Leiding gehört, Astrid Lemarchand.

Ort der Geschichte und lebendiger Treffpunkt: Alte Schule in Leidingen wird saniert und ausgebaut – Minister Jost überreicht 372.000-Euro-Scheck

Leidingen ist mit seinen rund 180 Einwohnern ein außergewöhnliches Dorf im Saargau. Mitten durch den Ort verläuft die deutsch-französische Grenze. Damit steht Leidingen in besonderer Weise für die Geschichte und das Leben in der Grenzregion, was unter Kultur-, Bildungs- und Tourismus-Gesichtspunkten ein Alleinstellungsmerkmal und erhebliches Potenzial darstellt. Kleinheit und Struktur stellen die Leidinger aber auch vor besondere Herausforderungen. Beispiel: Bürgertreffpunkt.

Der ehemalige Schulsaal der alten Schule in Leidingen wird von Einheimischen und Vereinen für Zusammenkünfte genutzt. Einen anderen Versammlungsraum gibt es für die kleine, aber dennoch sehr aktive Dorfgemeinschaft (Teilnahme „Unser Dorf hat Zukunft“) derzeit nicht. Allerdings fehlt hier eine Küche und der Sanierungsbedarf innen wie außen ist groß.

Jetzt soll die alte Schule unter dem Namen „Grenzblickhaus Leidingen“ renoviert und als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft auch über die deutsch-französische Grenze hinaus ausgebaut werden. In einem nächsten Schritt soll dann das Obergeschoss der ehemaligen Schule als spannender Erlebnisort zur deutsch-französischen Geschichte ausgebaut werden. Bei diesem Vorhaben wird die Gemeinde Wallerfangen vom Land unterstützt. „Dieses Gebäude im typisch lothringischen Baustil ist nicht nur Ortsbild prägend, sondern auch von besonderer kulturgeschichtlicher Bedeutung. Wir unterstützen die Gemeinde gerne dabei, die alte Schule nicht nur zu erhalten, sondern neu in Wert zu setzen“, so Umweltminister Reinhold Jost, der bei seinem Besuch in Leidingen einen Scheck in Höhe von rund 372.000 Euro dabei hatte, gedacht für die Umsetzung des ersten Bauabschnitts.

Folgende Maßnahmen sind im ersten Bauabschnitt geplant:

  • Stilgerechte Sanierung der Gebäudehülle: Dach, Fassade, Fenster, Türen
  • im EG: Innenausbau durch Sanierung bzw. Erneuerung sämtlicher Oberflächen (Decken, Böden, Wände) sowie die Angleichung des Niveaus des großen Saales auf die übrigen Räume, Herstellung von barrierefreien Toiletten, Abriss und Wiederaufbau des Anbaus für die Küche
  • Herstellung eines barrierefreien Zugangs
  • Herstellung der technischen Anlagen im Gesamtgebäude
  • Herrichtung des Außenbereiches

Minister Jost: „Ich bin überzeugt, dass dieses Vorhaben dazu beitragen kann, die wechselvolle Grenzgeschichte wieder mehr ins öffentliche Interesse zu rücken. Das Dorf Leidingen hat viel Potenzial als symbolischer Ort für die deutsch-französische Freundschaft und das Zusammenwachsen in Europa.“

Die gesamten Bau- und Sanierungskosten im ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 572.500 Euro. Die 65 %-Förderung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (gut 372.000 Euro) wird noch aufgestockt durch das Innenministerium über Bedarfszuweisungen (25 % der Gesamtsumme = rund 143.000 Euro). Der von der Kommune aufzubringende Anteil beläuft sich demnach auf rund 57.000 Euro.

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