St. Ingbert – 1. Saarländische foodsharing-Stadt!

Von |2021-05-25T12:29:48+02:00Mai 25th, 2021|

St. Ingbert wird 1. Saarländische foodsharing-Stadt

 Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft entstehen im Jahr etwa 12 Mio. Tonnen Lebensmittelabfälle in Deutschland. Ein guter Grund also, ein Zeichen zu setzen und sich gegen Lebensmittelverschwendung einzusetzen!

foodsharing entstand 2012 in Berlin. Mittlerweile ist sie zu einer internationalen Bewegung mit über 200.000 registrierten Nutzerninnen und Nutzern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern herangewachsen. Den foodsharing-Bezirk St. Ingbert gibt es nunmehr seit drei Jahren. So retten mittlerweile 200 ehrenamtliche foodsaver in 26 kooperierenden Betrieben noch genießbare Lebensmittel. Die Mitglieder der foodsharing-Community arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. Die Initiative ist und bleibt kostenlos, nicht kommerziell, unabhängig und werbefrei.

Wie funktioniert foodsharing? Privatleute, Vereine, Institutionen und Unternehmen lassen sich registrieren. Wenn sie Lebensmittel – aus welchem Grund auch immer – übrighaben, kontaktieren sie die St. Ingberter “Lebensmittelretter”. Selbstverständlich haben “Die Tafel” und der “Treff im Gässje” immer erste Priorität und sind in die Verteilung involviert. Erst danach werden die Esswaren im privaten Umfeld der ehrenamtlichen Mitarbeiter verteilt. Das Ziel ist, dass noch genießbare Lebensmittel am Ende verzehrt werden und nicht in der Tonne landen.

In der Videothek tape-o-mania am Parkplatz Poststraße stehen ein Kühlschrank und ein Schrank, in die Lebensmittel hineingegeben oder herausgenommen werden können. „Unser Ziel ist es langfristig, uns als Lebensmittelretter abzuschaffen. Das gelingt nur, wenn irgendwann keine Nahrungsmittel mehr im Müll landen“, erzählt die engagierte St. Ingberterin Bianca Thobae, die von Anfang an zu der St. Ingberter Community gehört.

Weltweit gibt es erst acht foodsharing-Städte!

Der Stadtrat hat parteiübergreifend und einstimmig beschlossen, diese Initiative zu unterstützen, indem er den Oberbürgermeister bevollmächtigt hat, die Motivationserklärung “foodsharing-Städte” zu unterzeichnen. Damit ist der Weg geebnet, St. Ingbert als 1. Saarländische Kommune zur “foodsharing-Stadt” zu machen. Die St. Ingberter foodsharing-Botschafterinnen Bianca Thobae, Nora-Moirin Löffler, Daniela Schaffart und Botschafter Thomas Debrand sind zurecht sehr stolz, dass St. Ingbert zu den ersten acht Kommunen weltweit gehört, die sich foodsharing-Stadt nennen dürfen.

Neuester Kooperationspartner: Bäckerei König

Neuester Kooperationspartner der Initiative ist die Bäckerei König. In einer Erklärung erkennen beide Partner die außerordentliche Bedeutung von Lebensmitteln für die Gesellschaft an. Weiterhin setzen sie sich das gemeinsame Ziel, eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln und die Reduktion von Lebensmittelverschwendung zu forcieren. Damit soll das Leben in St. Ingbert umweltfreundlicher gestaltet werden und die Stadt möchte so zur weltweiten Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen. Langfristig plant foodsharing St. Ingbert auch Kooperationen mit der vhs, Kitas und Schulen, um das Thema im Bewusstsein aller fest zu verankern.

Back tot he roots

Dabei liegt Bianca Thobae ein Thema besonders am Herzen: “Auch wenn z. B. Obst nicht mehr einwandfrei aussieht, kann man immer noch Marmelade daraus kochen oder eine leckere Bananenmilch herstellen. Die Tradition, Lebensmittel einzukochen, ist leider etwas verlorengegangen. Dabei ist der Arbeitsaufwand meist gering und man freut sich zu einem späteren Zeitpunkt über die leckere Marmelade.”

Mitstreiter gesucht

Die Organisation der foodsharing-Community und deren Aktivitäten laufen in erster Linie über die Online-Plattform foodsharing.de. Wer sich als Lebensmittelspender oder -retter beteiligen möchte – wenn gewünscht auch anonym – kann sich gerne mit Bianca Thobae in Verbindung setzen: Mail: b.thobae@foodsharing.network oder Tel: +49 172 599 4182. Die Foodsaver freuen sich über jedes neue Mitglied!

Bildunterschrift: v. l. n. r.: Der Beigeordnete Markus Schmitt, Bäckermeister Michael König, die beiden foodsharing-Botschafter Thomas Debrand und Bianca Thobae sowie Geschäftsbereichsleiterin Marika Flierl unterstützen St. Ingbert als 1. Saarländische foodsharing-Stadt.

REGIO.news - St. Ingbert Foodshering

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Saarland – “Gelbes Band” für Obstpflücker

Von |2021-05-17T11:29:35+02:00Mai 4th, 2021|

Startschuss für Ernteprojekt „Gelbes Band“

Rehlingen-Siersburg. Ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und für die Wertschätzung von heimischem Obst: Pünktlich zum internationalen Tag der Streuobstwiese startet das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Ernteaktion „Gelbes Band“.

Von Bäumen darf ohne Rücksprache mit dem Besitzer für den Eigenbedarf Obst geerntet werden. Streuobst pflücken ist nur bei den Bäumen, die mit einem gelben Band markiert sind, nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht.

Vielerorts im Saarland ist die Landschaft geprägt von Streuobstwiesen. Oft sind sie verwahrlost. Das Obst wird nicht gepflückt und verrottet einfach.

Deswegen hat das saarländische Umweltministerium zusammen mit dem Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz das Ernteprojekt „Gelbes Band“ gestartet. Wenn ein Baum ein gelbes Band trägt, darf man von ihm so viel Obst für den eigenen Bedarf ernten, wie man möchte. Der Besitzer muss nicht um Erlaubnis gefragt werden.

Lebensmittel retten

Ziel ist es laut Umweltministerium, die vielen ungenutzten Obstbäume für die Bevölkerung freizugeben, damit das Obst auch gegessen wird. Außerdem solle heimisches Streuobst so wieder mehr wertgeschätzt werden.

Wer eine Streuobstwiese besitzt und mitmachen will, kann im Rathaus der betreffenden Kommune einen Teilnahmebogen ausfüllen. Dann bekommen die Teilnehmenden die gelben Bänder und ein Plakat mit den Verhaltensregeln.

Wer Streuobst retten möchte, darf alles pflücken, was in Reichweite hängt. Nicht erlaubt ist, auf die Bäume zu klettern. Außerdem dürfen keine Äste abgeschnitten oder abgebrochen werden.

Streuobst Gelbes Band
Minister Reinhold Jost mit dem Beigeordneten von Rehlingen-Siersburg, Joshua Pawlak, und Roger Marti, Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. (von links).

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