St. Ingbert – Umbauarbeiten der JVA zur Musikschule in vollem Gange!

Von |2022-01-25T18:00:08+01:00Januar 25th, 2022|

21.01.2022 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Giusi Faragone
 
 
 

Umbauarbeiten in der ehemaligen JVA in vollem Gange – Musikschule soll im Frühjahr 2023 eröffnet werden

Nachdem der Stadtrat grünes Licht zum Umbau der ehemaligen JVA als Musikschule gegeben hatte, sind nun die Arbeiten in vollem Gange. Und da die Musikschule in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, sei der Ausblick auf ein neues Gebäude wohl das schönste Geschenk, so die Worte von Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer bei seiner Begrüßung.

Er wusste auch zu berichten, dass hier bis vor etwa zwölf Jahren nicht die „ganz schweren Jungs“ untergebracht wurden, sondern die, die bereits im offenen Vollzug, sprich in der Eingliederungsphase waren. „Trotzdem waren sie in diesem Gebäude eingesperrt und mussten am Abend hierher zurück“, so Meyer. Das soll sich jetzt ändern. „In die Musikschule sollen Kinder und Erwachsene gerne und mit Freude kommen – und vor allem auch gerne bleiben“, hofft der Leiter der Musikschule Ingo Nietert.

Im Sinne des Denkmalschutzes bleibt das historische Ensemble bestehen

Das Gebäude wurde 1882 als Amtsgerichtsgefängnis erbaut. Nach Schließung des Gefängnisses als Justizvollzugsanstalt wurde die bauliche Anlage im Jahre 2013 von der Stadt St. Ingbert erworben mit dem Ziel, darin die städtische Musikschule unterzubringen. Zehn Jahre gingen ins Land, in denen erste Ideen und konzeptionelle Planungen Gestalt annahmen. Die neue Musikschule wird aus einem Hauptgebäude als Unterrichtsgebäude, dem Gefängnishof sowie einem eingeschossigen Nebengebäude bestehen. Im Wesentlichen bleibt das Hauptgebäude in seiner ursprünglichen Struktur erhalten. Die Unterrichts- und Proberäume werden in dem dreigeschossigen Bestandsbau verteilt. Ein Elternwarteraum, eine Teeküche und ein Büro werden im Erdgeschoss zu finden sein.

Alle technischen Anlagen, wie Wasser, Abwasser, Sanitär, Elektro, Heizung und Lüftung werden komplett erneuert. Geplant ist eine Anbindung des Gebäudes an das bestehende Nahwärmenetz des Biomasseheizwerkes im „Gewerbegebiet Drahtwerk Nord Areal“ (DNA). Die Räumlichkeiten werden zukunftssicher mit EDV-Anschlüssen ausgestattet. Weiterhin wird eine flächendeckende Brandmeldeanlage installiert. Viel wurde in eine angenehme Raumakustik des Gebäudes investiert. Es sei wichtig für eine Musikschule, auf diese besonderen Wert zu legen. Ebenso wichtig sei, dass die Schallübertragung so gering wie möglich gehalten werde, so der Architekt Jan Hemmann, Bietergemeinschaft Studio 32/Gabrovsek/Wack + Marx/InTechA.

Als Signe ist ein Anbau als wesentlicher Bestandteil der Maßnahme geplant und dient der barrierefreien Erschließung des gesamten Gebäudes. Durch den Einbau eines Aufzuges und barrierefreier Sanitäranlagen ist das Gebäude auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Die Eingriffe in den Bestand erfolgen behutsam in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt. Damit der Charakter des ehemaligen Gefängnisses noch erkennbar ist, wird die Sandsteinfassade unverändert bleiben. Eine Aufwertung soll durch den Einbau von neuen Fenstern erfolgen.

Innenhof als Veranstaltungsort

Der Innenhof als Veranstaltungsort wird eine größere Rolle für das Kulturangebot der Stadt St. Ingbert einnehmen. Außerhalb der Unterrichtszeiten soll dieser für Freiluftveranstaltungen, beispielsweise für Konzerte, Freiluftkino, Buchlesungen, Theater oder Comedy, genutzt werden. Die dazu notwendige Infrastruktur für Beleuchtung und Beschallung, einen flexiblen Sonnenschutz und eine mobile Bühne stehen ebenfalls auf der Planungsliste. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Fußgängerzone, der Bahnhof, das Albert-Magnus-Gymnasium, die Albert-Magnus-Realschule und die Alte Baumwollspinnerei. Durch die zentrale Innenstadtlage werden auch in Verbindung mit der Alten Baumwollspinnerei, die zukünftig Teile der Stadtverwaltung und ein Albert-Weisgerber-Museum beherbergen soll, Synergien erwartet.

Derzeit besuchen etwa 500 Personen die Musikschule, die im Moment noch in der Ludwigschule untergebracht ist. Voraussichtlich im Frühjahr 2023 ist ein Umzug in die neue Wirkungsstätte vorgesehen. Investitionen von rund 3 Mio. Euro sind eingeplant, zweidrittel der Summe werden über Städtebaufördermaßnahmen finanziert.

REGIO.news St. Ingberg
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Saarbrücken – 18-Mio.-Euro-Projekt für JVA!

Von |2021-10-11T14:54:00+02:00Oktober 11th, 2021|

08.10.2021 Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Inneres, Bauen und Sport/ Foto: K. Thomas

18-Mio.-Euro-Projekt: Bauminister Bouillon und Justizminister Strobel besuchen Neubau Pfortenbereich und Empfangsgebäude der JVA Saarbrücken

Bauminister Klaus Bouillon und Justizminister Peter Strobel besuchten am heutigen Freitag, 8. Oktober 2021, den Rohbau des neuen Eingangsbereichs der Justizvollzugsanstalt der Landeshauptstadt – eine Entscheidung für den Standort am Lerchesflur.

„Die Bestandsgebäude für die Pforte und die Verwaltung entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Hier gibt es bspw. Mängel im Bereich des Brandschutzes und der technischen Ausstattung“, so Bauminister Klaus Bouillon. „Dies führt zu einer Generalsanierung, die im laufenden Betrieb nur unwirtschaftlich über einen Zeitraum von über sechs Jahren hätte durchgeführt werden können. Daher haben wir uns mit dem Justizministerium und den Verantwortlichen der JVA in einem Abstimmungsprozess für einen Neubau entschieden.“

Justizminister Peter Strobel: „Mit dem Neubau entsteht ein Gebäude, das einerseits nach seiner Fertigstellung die Sicherheitslage im Strafvollzug der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken, gleichzeitig aber auch die Qualität des Strafvollzugs erheblich verbessern wird. Denn es entsteht hier nicht bloß eine neue Außenschleuse, sondern zugleich auch eine neue Besuchsabteilung, die neuen Standards und dem Anliegen eines modernen, dem Ziel der Resozialisierung verschriebenen Strafvollzugs gerecht werden wird. Bei der Planung des Neubaus war uns daher besonders wichtig, dass die Besuche der Gefangenen, nicht zuletzt, wenn sie unter Beteiligung von Kindern erfolgen, in einer kindgerechten Atmosphäre stattfinden können.“

Die Baumaßnahme geht auf einen Planungsauftrag aus dem Jahr 2016 zurück. Nach dem VOF-Verfahren (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) wurde die Arbeitsgemeinschaft Planungsgruppe Focht + Partner GmbH – AB Rende + Thewes mit der Planung des Gesamtprojekts beauftragt.

Die Projektbeteiligten haben sich aus organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen für die Umsetzung der Baumaßnahme in zwei Bauabschnitte entschieden.

  • Bauabschnitt beinhaltet den Neubau der Pforte sowie einen Besuchsbereich
  • Bauabschnitt beinhaltet die Sanierung des Verwaltungstrakte
  1. Bauabschnitt:

Neubau Außenpforte

Investition:      gerundet 8 Mio. Euro

Nutzungsfläche                       548 m²
Netto-Raumfläche               1.189 m²
Bruttogrundfläche               1.577 m²
Bruttorauminhalt                 6.631 m³

Das Pfortengebäude und der Besuchsbereich werden außerhalb des gesicherten Bereiches der JVA Saarbrücken in einem Neubau errichtet. Dadurch werden Störungen des Dienstbetriebs vermieden und die Sicherheit des Bestands auch während der Bauzeit gewährleistet.

Wesentlicher Bestandteil der Planung: räumliche Trennung der Verkehrsströme von Personal und Besuchenden sowie dem rollenden Verkehr.

Der 3-stöckige Neubau beherbergt eine Schleuse für Ein- und Ausfahrt von Lkw und Pkw, sowie in den Obergeschossen die Kontrolle der Besuchenden und die Besuchsabteilung.

Die Installation der notwendigen Infrastruktur für die Bediensteten runden den Neubau ab.

Das Gebäude wird in Massivbauweise gemäß dem heutigen Stand der Technik in Bezug auf Sicherheit, Brandschutz, Energieeinsparung, etc. errichtet. Deshalb ist das Gebäude mit einer Be- und Entlüftungsanlage sowie im Wachbereich mit einer Kühlanlage ausgestattet.

Die Fertigstellung des 1. Bauabschnitts ist für Sommer 2022 geplant. Nach der Fertigstellung schließt sich ein Probebetrieb von ca. drei Monaten an. Geplante Inbetriebnahme des Neubaus: Ende 2022.

Bis dahin wurden in den Neubau ca. 10 Mio. Euro investiert. Die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgt überwiegend nach öffentlichen Ausschreibungen (87 Prozent) und Einzelvergaben an ortsansässige Firmen.

  1. Bauabschnitt:

Sanierung Verwaltungsgebäude

Investition:   gerundet 10 Mio. Euro

Nutzungsfläche                    2.325 m²
Netto-Raumfläche                3308 m²
Bruttogrundfläche               4.048 m²
Bruttorauminhalt              13.767 m³

Nach Realisierung des Neubaus und Umzug der Besuchsabteilung und Pforte wird das Verwaltungsgebäude generalsaniert.

Mit freiwerdenden Flächen im Verwaltungsgebäude kann der Mehrbedarf für die Kammer, die Umkleiden und die Bürofläche abgedeckt werden. Zusätzlich wird das Verwaltungsgebäude energetisch ertüchtigt und die Haustechnik erneuert. Das Verwaltungsgebäude wird mit einer Photovoltaikanlage bestückt.

Historische Einordnung:

Aus handschriftlichen Aufzeichnungen, die während der Aushubarbeiten für den Neubau des Pforten- und Besuchsgebäude gefunden wurden, ist bekannt, dass bereits im Dezember 1904 die Baumaßnahme in der heutigen Liegenschaft „Saarbrücken, Lerchesflurweg“ für eine Straf- und Untersuchungsanstalt begonnen wurde.

Nach mühsamer Freimachung des Geländes von Bewuchs und Erdmassen konnte bereits 1905 das Wohnhaus für die Aufseherinnen bezogen werden. Es wurden dann neben den Gebäuden für die Aufseher und die Anstaltsleitung die Gebäude für ein „Weibergefängnis“ und eine „Männeranstalt“ in Angriff genommen. Nach den Aufzeichnungen waren maximal 186 Gefangene mit 10 Aufsehern mit der Durchführung der Baumaßnahmen betraut.

Der Ursprung der baulichen Anlage bestand aus dem Weibergefängnis, der Männeranstalt, zwei Aufseherwohnhäusern, einem Inspektorenwohnhaus sowie Torhäusern.

In den Aufzeichnungen wird ausdrücklich daraufhin gewiesen, dass „sämtliche Arbeiten in jedem Handwerk ausschließlich von Gefangenen hergestellt worden sind …“.

Bereits seit 1. Dezember 1907 ist die heutige JVA als damalige Straf- und Untersuchungsanstalt in Betrieb gegangen. Das Unterkunftsgebäude, also das „Weiberhaus“ wurde bis zu seinem Abriss über 100 Jahre für die Unterbringung von Gefangenen genutzt.

Die Straf- und Untersuchungsanstalt wurde als königliches Gefängnis abseits einer Wohnbebauung, also auf freiem Feld, gebaut. Alt-Saarbrücken hatte in dieser Zeit 2.800 Einwohnerinnen und Einwohner, die heutigen Saarbrücker Stadtteile St. Johann 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Malstatt-Burbach 40.0000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Lebensverhältnisse wurden in der Chronik als außerordentlich teuer beschrieben, so erhielt ein Maurer 50 Pfennige und ein Zimmermann 48 Pfennige die Stunde bei Kosten von einem 4 Pfünder Laib Brot von 85 Pfennigen.

REGIO.news -HBK Saar
 Personen (v.l.n.r.): Bauminister Klaus Bouillon; Justizminister Peter Strobel; Hans-Peter Rupp, Leiter der Obersten Landesbaubehörde sowie der Abteilung OBB1 (Landes- und Stadtentwicklung, Bauaufsicht und Wohnungswesen).

St. Ingbert – Bestsellerautor Carsten Henn liest in der ehemaligen JVA

Von |2021-08-10T19:44:15+02:00August 10th, 2021|

REGIO.news - St. Ingbert
Preis für den besten Film an das Team Liebe, Pflicht und Hoffnung, rechts BMin Backes

Bestsellerautor Carsten Henn liest in der ehemaligen JVA St. Ingbert

Am Freitag, 20. August um 19:30 Uhr, liest Carsten Henn aus seinem Spiegel-Bestseller „Der Buchspazierer“ in der ehemaligen JVA, Alte Bahnhofstr. 11, in St. Ingbert. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Ab in den Knast – der Kultursommer in der JVA“ statt.

Carsten Henn arbeitete nach seinem Studium zunächst als Radiomoderator und jobbte in der Wein- und Käsehandlung einer kleinen Stadt. Heute ist er als freier Weinjournalist für nationale und internationale Magazine und als Restaurantkritiker tätig. Er veröffentlichte erfolgreiche Kriminalroman-Reihen, Liebeskomödien, Theaterstücke sowie ein Bilderbuch und erhielt für seine Arbeiten mehrere Literatur-Auszeichnungen.

Der Roman „Der Buchspazierer“ ist eine Hommage an Bücher und ihre Leser. Es sind besondere Kunden, denen der Buchhändler Carl Christian Kollhoff ihre bestellten Bücher nach Hause bringt, abends nach Geschäftsschluss, auf seinem Spaziergang durch die pittoresken Gassen der Stadt. Denn diese Menschen sind für ihn fast wie Freunde, und er ist ihre wichtigste Verbindung zur Welt. Als Kollhoff überraschend seine Anstellung verliert, bedarf es der Macht der Bücher und eines neunjährigen Mädchens, damit sie alle, auch Kollhoff selbst, den Mut finden, aufeinander zuzugehen.

Das St. Ingberter Literaturforum, die Stadtbücherei St. Ingbert und die Abteilung Kultur der Stadt St. Ingbert laden zu dieser Lesung ein. Der Eintritt ist frei. Die Vorlage eines negativen Schnelltests oder Nachweis der vollständigen Impfung/Genesung sowie ein Mund-Nasenschutz sind erforderlich.

Eine Anmeldung bei der Stadtbücherei ist erforderlich: Tel. 06894/9225711, E-Mail: stadtbuecherei@st-ingbert.de

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