Lebach – Inklusionsschaukel in Lebach!

Von |2021-08-10T18:35:40+02:00August 10th, 2021|

06.08.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Lebach
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Inklusionsschaukel in Lebach – In unmittelbarer Nähe zum Asiatischen Garten

Wer erinnert sich nicht an das unbeschwerte Gefühl, das man als Kind beim Schaukeln hat. Auch „große Kinder“ nutzen eine Schaukel gerne mal, um dieses Gefühl zurückzubekommen. Den meisten Menschen mit Handicap, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen, bleibt dieses Gefühl aber verwehrt. Denn leider sind die wenigsten öffentlich zugänglichen Spielplätze und Schaukeln barrierefrei angelegt.

Der Saarlouiser Verein „Pro-Inklusionsschaukel“ setzt sich schon seit Jahren dafür ein, dass an möglichst vielen Orten eine Inklusionsschaukel errichtet wird. Die Standorte der Schaukeln werden in enger Abstimmung mit den Verwaltungen der Städte, Gemeinden und Institutionen getroffen. Im Saarland gibt es bereits 13 Inklusionsschaukeln. Eine davon befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Asiatischen Garten in Lebach.

Im Beisein von Christine Ney (Landkreis Saarlouis), Bürgermeister Klauspeter Brill und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Lebach Pascal Borr wurde die Schaukel nun auch offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Einweihungsfeier leider immer wieder verschoben werden. Am 21. Juli war es nun endlich soweit.

Peter Haffner, der Vorsitzende des Vereins „Pro-Inklusionsschaukel“ freut sich über das Interesse der Stadt Lebach an diesem Projekt: „Wir sind sehr stolz, eine weitere Inklusionsschaukel im Landkreis Saarlouis einweihen zu dürfen. Der Standort hätte von den Verantwortlichen der Stadt nicht besser ausgesucht werden können. Mit seiner absoluten Barrierefreiheit verspricht der Asiatische Garten nicht nur einen zentralen Ruhepunkt, sondern ab sofort auch ein einzigartiges Schaukelerlebnis. Die Schaukel kann von Menschen mit und ohne Handicap sowie von Müttern mit Kinderwagen gleichermaßen genutzt werden. Wir als Verein möchten uns für die schnelle und problemlose Umsetzung bei allen Beteiligten bedanken.“

Rund 6.500 Euro hat die Inklusionsschaukel gekostet, 1.000 Euro gab es dafür als Zuschuss vom Landkreis Saarlouis, 1.667,67 Euro von der Saarland-Sporttoto GmbH.

„Wenn wir an Barrierefreiheit denken, dann denken wir zuerst an abgesenkte Bordsteine und Blindenampeln, die akustische Signale geben. Aber das ist nicht der wahre Wert von Inklusion. Inklusion fängt in den Köpfen an und gibt uns die Aufgabe, allen Menschen die gleiche Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Sie sollen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, sich betätigen und Spaß haben. Die Inklusionsschaukel bietet Menschen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen auf einen Rollstuhl angewiesen sind, die Möglichkeit das Schwing- und Schwebegefühl selbständig und ohne fremde Hilfe zu erfahren. Die Schaukel ist außerdem als Fitnessgerät zugelassen, darf aber neben einem Spielplatz aufgestellt werden, so können Kinder und Junggebliebene im Rollstuhl die Schaukel nutzen. Sie kann gleichzeitig von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung genutzt werden und ermöglicht so eine unkomplizierte Begegnung, die mit Spaß und Freude verbunden ist. Für uns als inklusiver Landkreis war es eine Selbstverständlichkeit, dieses besondere Projekt zu unterstützen und haben dafür gerne 1.000 Euro zur Verwirklichung beigesteuert“, erklärt Christine Ney, Leiterin des Amtes für soziale Dienste und Einrichtungen beim Landkreis Saarlouis.

Der Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill ergänzt: „Wir haben die Idee von Peter Haffner und dem Verein Pro Inklusionsschaukel gerne aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Hier an der Theel, mitten im Grünen können nun Menschen mit und ohne Handicap alleine oder gemeinsam schaukeln. Der Standort in unmittelbarer Nähe zum Asiatischen Garten wertet diesen Bereich zusätzlich auf. Mein Dank gilt unserem Bauhof und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) für die Gestaltung der Zuwegung und der Errichtung der Inklusionsschaukel. Leider mussten wir die offizielle Einweihung immer wieder verschieben, genutzt wird die Schaukel aber schon seit Längerem – und zwar sehr rege. Schließlich ist das auch Sinn und Zweck eines Spielgerätes. Es freut mich sehr, dass wir mit diesem Projekt einen Betrag zur Inklusion leisten konnten und hoffe, dass viele Kinder und Erwachsene lange Spaß beim Schaukeln haben werden.“

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