St. Ingbert – Leibniz-Gymnasium baut erste Klimastation!

Von |2022-06-08T20:59:03+02:00Juni 8th, 2022|

02.06.2022 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Guisi Faragone
 
 
 
 
 
 
 

Leibniz-Gymnasium baut erste Klimastation in St. Ingbert

„Das ist eine tolle AG. Wir mussten ziemlich schwer arbeiten, aber es war total spannend, die Klimastation einzurichten. Jetzt müssen wir nur noch die Daten ablesen“, erzählt ein Schüler aus der eigenen Genossenschaft InnoGrün am Leibniz-Gymnasium St. Ingbert, der die Klimastation auf der Fideliswiese in der St.-Fidelis-Straße in St. Ingbert mit gebaut hat.

Professionelle Klimastation

Die Schüler wissen genau, wie eine professionelle Klimastation gebaut wird. Sie kennen und erklären die Funktionsweise aus dem Effeff: Sie steht auf einer hindernisfreien Fläche, ist 2 Meter hoch und nach Norden ausgerichtet. Eine trägheitsfreie Windfahne mit elektronisch gesteuerter Heizung misst die Windrichtung. Der Windgeber mit Kugeln erfasst die Windgeschwindigkeit in einem Bereich von 0,3 bis 50 m/sec. Bei Besichtigung herrscht leichter Wind von 1,2 m/sec. Das Pyranometer misst die diffuse Strahlung (in kWh/Jahr/m2), die entsteht, weil das Licht durch Wolken und Nebel gestreut auf den Boden trifft. Das beschattete und belüftete Thermometer und der Feuchtigkeitsmesser sind 2 Meter über dem Boden angebracht, damit die Messwerte aussagekräftig sind. Der Erdoberflächentemperaturgeber (5 cm über dem Boden) misst die Temperatur in Bodennähe und ist wichtig für Glatteiswarnungen. Darüber hinaus wird die Bodentemperatur etwa 25 cm unter dem Boden erfasst, um Bodenfrost zu ermitteln. Etwas entfernt steht noch ein Niederschlagsgeber, in dem durch ein Kippwage die Niederschlagsmenge und -intensität erfasst werden. Das Highlight dieses Instruments sei seine hohe Messgenauigkeit und die Heizung, die verhindert, dass das Wasser im Winter einfriert, erklärt eine Schülerin. Bei einer solch professionellen Anlage kommt es auf höchste Präzision und kleinste Faktoren an – das haben die Schüler*innen gelernt. Und natürlich haben sie beim Bau auch Spaten und Schippe in die Hand genommen, um selbst Hand anzulegen. Im Datalogger werden alle Daten erfasst und an die Stadt St. Ingbert, die Pädagogische Hochschule Heidelberg und an den Link https://klima.rgeo.de/stations/de_105_ups_st_ingbert/ übertragen.

UNESCO-Projektschule – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Schule hatte sich im Rahmen des Projekts „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Klimastationsnetzwerks der Deutschen UNESCO-Kommission beworben und ist heute eine von 13 Projektschulen in Deutschland, die eine professionelle Klimastation betreiben. „In unserer Schule lautet das Motto „Vom Wissen zum Handeln“, erklärt Schülersprecher Simon. Wir setzen die Theorien zu nachhaltigem Verhalten in ganze Projekte um, die wir gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrer gestalten.“ So gibt es am „Leibniz“ bereits ein Müllsammelprojekt und alle Plastikflaschen wurden durch Trinkbehälter aus nachhaltigem Material ersetzt. Alle ziehen an einem Strang – „hier stimmt das Schulklima!“, fügt Simon hinzu.

Schuldirektor Erik Brill ist stolz auf seine Mannschaft: „Unsere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer mussten viel leisten, um das auf die Beine zu stellen. Aber ohne Unterstützung von Partnern und Sponsoren wäre das auch nicht möglich gewesen.“ Erdkundelehrerin Svenja Braun und stellvertretender Schulleiter Andreas Bonaventura haben das Projekt maßgeblich betreut. „Vom Finden des geeigneten Standortes und des Betons für das Fundament über den Anschluss an das Stromnetz und den Zaun bis hin zur Versicherung – der Planungsaufwand war enorm. Aber immerhin sind wir im Saarland und in Rheinland-Pfalz die einzige Schule mit einer professionellen Klimastation. Es hat sich also gelohnt“, freut sich Andreas Bonaventura. Ein großer Dank geht auch an den Saarpfalz-Kreis als Schulträger, der das Projekt langfristig unterstützt.

Wichtige Daten für Stadtplanung, Wissenschaft, Klimaschutz und Bürger

Dass die Klimastation wirklich professionell und ein Vorzeigeprojekt ist, sieht man am hochkarätigen Besuch, der zur Einweihung gekommen ist: Sebastian Thul, Staatsekretär für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz: „In puncto Nachhaltigkeit seid ihr eine echte Streberschule“, lobt er die Schülerinnen und Schüler. „Hier passiert nicht nur reine Wissensvermittlung, sondern die Schülerinnen und Schüler werden auf das Leben vorbereitet. Eure Aufgabe ist es jetzt: Macht es besser als die Generationen vor euch.“ Für Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer ist das Leibniz eher eine „Mitmachschule, in der die Schülerinnen und Schüler lernen, Fakten zu erkennen und einzuordnen, um entsprechend zu handeln.“ Die Daten aus der Klimastation werden unter anderem an die Stadt St. Ingbert übertragen und gehen in das Starkregenkataster ein, in dem wichtige Wetterdaten analysiert werden, um künftige Bebauungs- und Freiflächenpläne daraus abzuleiten.

Darüber hinaus gehen die erfassten Messwerte an das Geografische Institut der Pädagogische Hochschule Heidelberg. Hier werden sie von Prof. Dr. Alexander Siegmund analysiert, dessen Lehrstuhl die wissenschaftliche Betreuung der UNESCO-Projektschulen übernommen hat. Vom Klimastationsnetzwerk der Deutschen UNESCO-Kommission in Köln ist die zuständige Referentin, Lilian Benecker angereist. Sie unterstreicht, dass die Mitbestimmung und Partizipation der Schülerinnen und Schüler extrem wichtig seien, damit sie im Projekt, aber auch später im Leben fundierte Entscheidungen treffen können.

„Ein großes Kompliment an alle Mitwirkenden“, lobt Ulli Meyer. „Von euren Ideen und deren Umsetzung profitieren viele Menschen: die Stadt, die Wissenschaft, der Klimaschutz und die Bürgerinnen und Bürger, die die Daten jederzeit unter https://klima.rgeo.de/stations/de_105_ups_st_ingbert/ oder www.st-ingbert.de > Aktuell > Klimastation einsehen können. Sicher ist das nicht das letzte Projekt eurer Schule.“ Eine Vision, die Schulleiter Brill lächelnd bestätigt.

Diese Schülerinnen und Schüler waren und sind an Planung, Bau und Pflege der Klimastation beteiligt:

Klasse 8a

  • Jolanthe Apel
  • Leonie Becker
  • Lene Fischer

Klasse 8b

  • Paul Alt
  • Max Kettenbaum
  • Maximilian Kempf
  • Elejas Köhler
  • Jakob Toussaint

Klasse 10b

  • Leopold Remmlinger
  • Lene Wilhelm
  • Maja Löcher
Die Schülerinnen und Schüler präsentieren mit Erkundelehrerin Svenja Braun den Gästen die neue Klimastation auf der Fideliswiese

Saarbrücken – Gymnasium am Rotenbühl wird erste „Europaschule des Saarlandes“!

Von |2022-02-01T10:46:19+01:00Februar 1st, 2022|

28.01.2022 Quelle: Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur

Gymnasium am Rotenbühl Saarbrücken wird erste „Europaschule des Saarlandes“

Anlässlich der heutigen Verabschiedung der Schulleiterin Jutta Bost in den Ruhestand wurde dem Gymnasium von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot das Qualitätssiegel „Europaschule des Saarlandes“ verliehen. Damit ist das Gymnasium am Rotenbühl Saarbrücken erste „Europaschule des Saarlandes“.

„Die hoch engagierte Arbeit Frau Bosts und ihres Teams wird heute mit der Verleihung des Qualitätssiegels ‚Europaschule des Saarlandes‘ gekrönt. Auf diesen Erfolg können alle Beteiligten sehr stolz sein. Die Auszeichnung des Gymnasiums am Rotenbühl zeigt auch, wie sehr wir den europäischen Gedanken im Saarland leben, gerade auch im Bildungsbereich“, so Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot. Die Nachfolge als Schulleitung tritt am 1. Februar 2022  Herr Oskar Dawo an. „Herrn Dawo und dem gesamten Team wünsche ich viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung der Schule im Sinne des europäischen Gedankens“, erklärt Streichert-Clivot.

Das Gymnasium am Rotenbühl ist bereits seit 2018 die erste Botschafterschule des Europäischen Parlaments im Saarland. Das Europaprofil des Gymnasiums ist – gleichberechtigt mit dem Sportprofil – konzeptionell in der Schulgemeinschaft verankert. Die Schulgemeinschaft hat die Europabildung über Jahre hinweg kontinuierlich und nachhaltig für die Schulentwicklung genutzt. Bei der Zertifizierung als „Europaschule des Saarlandes“ erreichte das Gymnasium am Rotenbühl 135 von 150 möglichen Punkten. 90 Punkte sind das Minimum für die Zertifizierung.

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses musste das Gymnasium am Rotenbühl anhand folgender Qualitätskriterien die erfolgreiche Förderung der Europakompetenz der Schulgemeinschaft nachweisen:

  • Der europäische Gedanke ist Leitidee der Schule,
  • die Schule ist internationaler Lernort und ermöglicht vertieftes Lernen durch Mobilität,
  • die Schule fördert die Mehrsprachigkeit,
  • die Schule kooperiert mit Partnern der Großregion und den europäischen Nachbarn,
  • schulübergreifend finden sich Bezüge zu EU-Bildungsthemen,
  • die Schule sorgt für die Qualitätssicherung des Europaprofils und
  • die Schule plant weitere Maßnahmen und Aktivitäten im Bereich der Europabildung.

Das Qualitätssiegel wird für den Zeitraum von fünf Jahren (28. Januar 2022 – 27. Januar 2027) verliehen, es besteht die Möglichkeit der Rezertifizierung.

„Europaschulen“ machen es sich zur Aufgabe, Schüler*innen auf ein Leben in Europa vorzubereiten. Sie fördern die europaorientierte interkulturelle Kompetenz von Schüler*innen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für das weitere Zusammenwachsen Europas. Die Qualitätskriterien können auf alle Schulformen angewendet werden. Schulen mit einem ausgeprägten Europaprofil können formlos einen Antrag auf Zertifizierung zur „Europaschule“ beim Ministerium für Bildung und Kultur, Referat C 4, stellen.

Johannes-Kepler-Gymnasium erneut als ICDL/ECDL-Prüfungscenter zertifiziert!

Von |2021-03-31T11:56:28+02:00Januar 11th, 2021|

Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach erneut als ICDL/ECDL-Prüfungscenter zertifiziert

Das Johannes-Kepler-Gymnasium setzt den erfolgreichen Weg digitaler Bildung im Bereich Digitalen Lernen fort.

Seit dem Jahr 2016 ist das Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach eines der wenigen saarländischen Gymnasien, das sich akkreditiertes ICDL/ECDL-Testzentrum nennen darf und so seinen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, wertvolle Zertifikate im Bereich der Digitalen Kompetenzen zu erwerben. Diese Zertifikate sind in der Wirtschaft allgemein als Nachweis fundierter Computerkenntnisse anerkannt und somit ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Auch der TÜV empfiehlt die ICDL/ECDL-Weiterbildungsmaßnahme, die übrigens auch über die Grenzen Deutschlands hinweg einen sehr guten Ruf genießt.

Regelmäßig erwerben Schülerinne und Schüler im Rahmen des Unterrichts erfolgreich die Zeugnisse und verbessern damit deutlich und nachhaltig ihre Chancen am Arbeitsmarkt. Abgelegt werden im Seminarfach mindestens vier Teilprüfungen, in denen Kenntnisse in den Bereichen Computergrundlagen, Online-Grundlagen, Grundlagen-Textverarbeitung und Grundlagen-Tabellenkalkulation abgeprüft werden. Die Schulleiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums überreichen in regelmäßigen Abständen den stolzen Prüflingen im Rahmen einer Feierstunde ihre Urkunden.

So bildet die ICDL/ECDL-Weiterbildungsmaßnahme im Seminarfach nur eine von mehreren Möglichkeiten, sich im Bereich Digitale Bildung zu qualifizieren. Die Schülerinnen und Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums können weitere Module wie „Grundlagen der Programmierung von Mikrocontrollern“, „Zehnfingerschreiben“ usw. wählen. Digitale Bildung spielt am Johannes-Kepler-Gymnasium eine zentrale Rolle. Sie wird im Fachunterricht, an Projekttagen und in speziellen Seminaren den Schülerinnen und Schülern vermittelt.

REGIO.news - Digitalisierung Schulen Lebach

Photovoltaikanlage für das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach!

Von |2021-03-31T12:13:40+02:00Januar 10th, 2021|

Pressemitteilung Landkreis Saarlouis

Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach mit grünem Strom ins neue Jahr

Die Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal hat zusammen mit dem Landkreis eine 400 Quadratmener große Photovoltaikanlange in Betrieb genommen.
Die Anlage befindet sich auf dem Dach des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Lebach.

Eine Win-Win-Win-Situation für den Landkreis Saarlouis, für den Klimaschutz und für Bürgerbeteiligung beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit ihrem neuen Projekt, einem Bürger-Solarpark, wird die BEGK im Jahre 2021 ein neues Kapitel aufschlagen. Auf einer Fläche von ca. 1,9 Hektar wird die 1. Freiflächen Photovoltaik Anlage der BEGK entstehen und pro Jahr etwa 2 150 000 kWh Bürger-Solar-Strom erzeugen. Circa 2 150 Tonnen CO2 pro Jahr bleiben der Umwelt erspart. Eine herausgegebene Sondertranche von 750 Anteilen war nach kurzer Zeit überzeichnet. Der Vorstand der BEGK freut sich sehr über das große Interesse der Bürger und über den hohen Zulauf an Neumitgliedern. Vor sechs Jahren gegründet mit 15 Mitgliedern, ist man heute Stolz auf über 600 Mitglieder.

Von Oktober 2020 bis Januar 2021 konnten mehr als 200 Mitglieder neu gewonnen werden, das ist ein sehr großes Vertrauen in die Arbeit des Vorstandes und des Aufsichtsrates und Ansporn den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen: Möglichst viele Bürger für die Energiewende begeistern und an Erneuerbaren-Energien-Projekten zu beteiligen.

REGIO.news - Lebach Schule

Johannes-Kepler-Gymnasium erneut für Digitale Kompetenz ausgezeichnet!

Von |2021-03-31T12:03:45+02:00November 14th, 2020|

Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

JKG wird erneut für Digitale Kompetenz ausgezeichnet

Nachdem das Johannes-Kepler-Gymnasium 2018 zum ersten Mal als Mintfreundliche Schule Digital+ ausgezeichnet wurde, konnte sich die Schulgemeinschaft jüngst über die für Insider wenig überraschende Rezertifizierung freuen.

Bei der Onlineveranstaltung betonten verschiedene renommierte Vertreter aus Wissenschaft und Forschung die besondere Bedeutung der Digitalisierung und der Informatik für sehr viele Berufe und Lebensbereiche. Insbesondere in Pandemiezeiten sehe man wie wichtig digitale Kompetenzen in allen Bevölkerungs- und Altersschichten seien.

Das JKG ist nun seit fast 10-Jahren im Saarland Vorreiterschule in Sachen Informatik, IT und Digitalisierung.

Neben der Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Globalplayer „Bosch gmbh Homburg“, dem „Umweltcampus Birkenfeld“ und dem lokalen Vertreter „Krämer-IT“ konnte die Lebacher MINT-Hochburg in diversen Projekten wie der Mitarbeit bei der Entwicklung der mittlerweile bundesweit verwendeten HPI-Schulcloud oder dem Projekt IT2School über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung erwerben.

Nebenbei wird diese Expertise abgerundet, durch die Tatsache, dass die Schule eines von 3 Gymnasien mit einem eigenen MINT-Zweig, also mit Informatik als eigenständigem Unterrichtsfach ab Klassenstufe 8 sowie Leistungs- und Grundkursen in der gymnasialen Oberstufe und im Abitur ist. Als logische Folgerung kann man in Lebach auch in Sachen IT-Infrastruktur stolz auf das erreichte sein, gilt man doch auch hier als Blaupause für andere Schulen. Die flächendeckende Bereitstellung von W-LAN, eine zuverlässige Breitbandanbindung, ein digitaler Vertretungsplan und ein digitales Klassenbuch, darüber hinaus Praktika in IOT mit Arduino, Rasperry Pi, Calliope; APP-Programmierung und zahlreiche Exkursionen sprechen hier für sich.

REGIO.news - Digitalisierung Schulen Lebach

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