,,Stella‘‘ möchte auf dem Gnadenhof bleiben!

Von |2021-03-30T13:18:40+02:00November 23rd, 2020|

| Quelle/ Bild: Gnadenhof Eilweiler

 Im Jahr 2014 hat der Gnadenhof, mit behördlicher Genehmigung, mehrere Rehkitze zur Pflege und Aufzucht aufgenommen. Die „Bambis“ waren zuvor im Alter von wenigen Tagen bis ca. 3 Wochen, verlassen und teilweise verletzt, aufgefunden worden. In allen Fällen lag für die Wegnahme des Tieres auch eine Erlaubnis des zuständigen Jagdberechtigten vor.

Die einschlägigen Vorschriften erlauben, hilfsbedürftige Tiere sachgemäß aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen. Heute ist die „Wildtierauffangstation Eppelborn“
hierfür zuständig. Die erste Zeit (1-4 Wochen) sind Kitz und Mutter getrennt. Die Mutterricke sucht ihr Kitz nur alle paar Stunden auf, um es zu versorgen, zu putzen und zu säugen. Anschließend laufen sie dann zu einem neuen Liegeplatz. Neben dem Mähwerk an Traktoren sind freilaufende Hunde in dieser Zeit eine Gefahr für Kitze. Zwei Tiere wiesen Bissverletzungen von Hunden auf, welche ärztlich versorgt werden mussten.

Auch werden Kitze dann oft von Menschenhand aufgenommen und zu einer Pflegestelle weggebracht, obwohl eigentlich keine Notwendigkeit dafür zu erkennen
war. Die Kitze wurden mit Ziegenmilch aus einer Flasche aufgepäppelt! Alle 2 Stunden, auch nachts, verlangten die „Bambis“ ihre Flasche. Später tranken sie ihre Milch auch aus einer Schale und begannen dann Müsli mit frischem Obst, sowie Knospen und Blätter von Bäumen zu fressen.
Wie die Schafe und Ziegen sind auch Rehe Wiederkäuer. Oft liefen sie gemeinsam mit den Schafen und Ziegen auf den eingezäunten Weideflächen.

Heute ist nur noch die „Stella“ auf dem Gnadenhof. Sie konnte nicht ausgewildert werden. Vor einigen Monaten war „Stella“ plötzlich nicht mehr auf dem Gnadenhof-Gelände zu finden. Auffällig war zuvor, dass ein junger Rehbock oft gegenüber am Zaun stand und offensichtlich um ihre Gunst buhlte. Aber schon einen Tag später war „Stella“ wieder am Zaun und rief ganz laut, um ins Gehege gelassen zu werden.
Offensichtlich hat sie das Leben auf dem Gnadenhof, dem in der Wildnis vorgezogen. Hier soll sie nun auch ungestört bis an ihr Lebensende bleiben dürfen, wobei die Lebenserwartung ca. 6-10 Jahre beträgt.

Geburtshilfe bei Schaf und Ziege – Gnadenhof Eiweiler informierte sich

Von |2021-03-30T14:26:25+02:00März 9th, 2020|

Heusweiler • 09. März 2020 • Text & Bild: Lothar Braun

Geburtshilfe bei Schaf und Ziege“ lautete das Thema eines Vortrages, zu welchem die Tierarztpraxis Peter Wagner in Oberthal am 03.03.2020 nach Steinberg-Deckenhardt eingeladen hatte. Zahlreiche Interessierte kamen der Einladung nach. Als Referent konnte Dr. Henrik WAGNER, Leiter der Tierärztlichen Ambulanz an der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz am Klinikum Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen gewonnen werden.

Der aus dem Saarland stammende Tierarzt und Dipl.-Ing. agr. ist ein anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet; privat hält und züchtet er seit 25 Jahren Schafe. Die Haltung von Schafen und Ziegen ist umfangreich und vielschichtig, auch bei der Nachzucht gibt es vieles zu beachten. Zu Beginn seines Vortrages wies Dr. Wagner auf die relativ große Sterblichkeitsrate von ca. 10 % bei Lämmern hin, wodurch der fachgerechten Geburtshilfe eine große Bedeutung zukommt.

Behandelt wurden u.a. die Themen Physiologie von Trächtigkeit und Geburt, Trächtigkeitserkrankungen, Geburtsstörungen und Geburtshilfe sowie Lämmer – Erkrankungen. Dr. Wagner gab Tipps zur Berichtigung von fehlerhaften Lagen oder bei Mehrlingsgeburten. Sehr anschaulich ging er auch auf die einzelnen Geburtsstadien und die Untersuchung des gebärenden Muttertieres ein.

Dabei ist oberster Grundsatz: Sauber arbeiten, um das Tier vor Infektionen zu schützen!

Von sehr großer Bedeutung ist, dass das Lamm innerhalb weniger Stunden nach der Geburt Kolostrum, also die Biestmilch aufnehmen kann. Zum einen enthält sie jede Menge Fett und damit Energie, die dem Lamm ermöglicht, in seiner neuen Umgebung zu überleben. Zum anderen enthält Biestmilch Antikörper, die das Lamm solange schützen, bis es selbst genügend Antikörper produzieren kann. Auch nach dem Vortrag gab es noch Gelegenheit sich zu informieren und untereinander auszutauschen.

Beim Gnadenhof Eiweiler gibt es keine Zucht, sondern es werden dann Lämmer geboren, wenn Tiere aufgenommen wurden, welche tragend sind. In den zurückliegenden Jahren war dies vier mal der Fall. Daher ist es den Betreibern und ihren Helfer/innen wichtig, für solche Ereignisse, mit einem soliden Grundwissen ausgestattet und vorbereitet zu sein.

Dazu bot dieser Vortrag eine sehr gute Gelegenheit.

 

Auf dem Bild: v.l.n.r.: Teilnehmerinnen Gnadenhof: Helga Krämer, Jutta Braun, Ute Ziegler, Maria Hoffmann, Hannelore Hummel. Tierärzte: Michael Reis, Dr. Henrik Wagner, Peter Wagner

Wildgänse beim Gnadenhof Eiweiler!

Von |2021-03-30T14:27:25+02:00Februar 16th, 2020|

Heusweiler • 16. Februar 2020 • Text & Bild: Lothar Braun

Aus großer Höhe sind am Samstag, 15.02.2020, auf einem Feld beim Gnadenhof Eiweiler, zwei Nilgänse nieder gegangen. Von dort liefen sie zum Köllerwieserbach, wo auch diese Aufnahme entstand. Hier suchten sie im Wasser und auf der Wiese nach Nahrung!

Die Herkunft der Nilgans ist Afrika. Auffällig ist die Maske über den Augen der Nilgans. Ganter und Gans unterscheiden sich nur leicht in der Größe. Es dürfte sich hier um ein Pärchen handeln. Die Nilgänse sind Zugvögel. Auch sie fliegen eigentlich in größeren Formationen, wie die Kraniche. Im Flug erkennt man den Kranich an seinen langen Beinen, die deutlich über die Schwanzfedern hinaus ragen.

Im Saarland werden Nilgänse mit Schwerpunkt in den Flusstälern von Saar, Mosel und Blies festgestellt. Eigentlich bevorzugen die Tiere alle Stillgewässer und langsam fließende Fließgewässer.

 

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