Merchweiler – 146.000 Euro für die Gemeinde!

Von |2021-09-01T15:47:39+02:00September 1st, 2021|

 
 
 

Umweltministerium unterstützt kommunales Förderprogramm für private Regenwasserbewirtschaftung

Die Bewirtschaftung von Regenwasser liegt nicht nur in der Aufgabe der Kommunen. Auch private Grundstückseigentümer sollten sich Gedanken machen, wie sie Regenwasser abfließen lassen, behandeln oder auch nutzen.

Staatssekretär Sebastian Thul und Merchweiler Bürgermeister Patrick Weydmann bei der Bescheidübergabe vor dem Rathaus. Foto: Sven Klein, MUVDie Gemeinde Merchweiler hat nun als erste saarländische Gemeinde ein Förderprogramm dazu aufgelegt. Zur Unterstützung der Förderung im Rahmen der Aktion Wasserzeichen hat Umweltstaatssekretär Sebastian Thul jetzt Bürgermeister Patrick Weydmann einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 146.000 Euro übergeben.

In den Genuss des neu aufgelegten Förderprogramms kann jeder Grundstückeigentümer im besiedelten Bereich kommen. „Die Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, dass der Wasserhaushalt in der Gemeinde weitestgehend naturnah wird“, so Umweltstaatssekretär Sebastian Thul. „Regenwasser soll nicht in den Kanal abfließen, sondern möglichst natürlich im Boden versickern oder zwischengespeichert werden.“

Das nicht verschmutzte und damit nicht reinigungsbedürftige Niederschlagswasser soll nicht mehr in den Mischwasserkanal abgeleitet werden, sondern durch Flächen mit Versickerungsmöglichkeiten sowie Mulden direkt dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden. Eine Retention in Form von beispielsweise einer Zisterne oder einem Becken ist ebenfalls möglich. „Diese Maßnahmen tragen in der Summe zu einer Anreicherung des Grundwassers, einer hydraulischen Entlastung der Kanalisation und zu einer Verbesserung der Gewässergüte bei“, so Thul. „Dadurch entlastet man die Gewässer und steigert die Leistung von Kläranlagen.“

Hintergrund:

Die 2021 aktualisierte Förderrichtlinie Aktion Wasserzeichen fördert ebenso die Fremdwasserentflechtung von Mischwasserkanalisationen, die Aufrüstung und Ertüchtigung von Kläranlagen, die messtechnische Erfassung von Entlastungsbauwerken und externe Gewässerschutzbeauftragte mit dem Ziel der Verbesserung der Gewässergüte und des Wasserkreislaufs.

Mit der Novellierung dieser Richtlinie können die Gemeinden Fördermittel zur de-zentralen Regenwasserbewirtschaftung an die örtliche Bevölkerung weiterreichen; beispielsweise für Retentionszisternen, wasserdurchlässige Oberflächenbeläge oder Mulden-Rigolen-Systeme. Über diese Förderangebote sollen möglichst viele Menschen im Saarland zum Mitmachen bewegt werden.

Regio.news Merchweiler

Wallerfangen – Alte Schule in Leidingen wird saniert und ausgebau!

Von |2021-08-06T14:50:48+02:00August 6th, 2021|

REGIO.news - Wallerfangen
Die Leidinger freuen sich über die Unterstützung des Landes für ihr künftiges „Grenzblickhaus“. In der Bildmitte von links der Leidinger Ortsvorsteher Wolfgang Schmitt, Minister Jost, der Wallerfanger Bürgermeister Horst Trenz und die Bürgermeisterin der Gemeinde Heining-les-Bouzonville, zu der auch Leiding gehört, Astrid Lemarchand.

Ort der Geschichte und lebendiger Treffpunkt: Alte Schule in Leidingen wird saniert und ausgebaut – Minister Jost überreicht 372.000-Euro-Scheck

Leidingen ist mit seinen rund 180 Einwohnern ein außergewöhnliches Dorf im Saargau. Mitten durch den Ort verläuft die deutsch-französische Grenze. Damit steht Leidingen in besonderer Weise für die Geschichte und das Leben in der Grenzregion, was unter Kultur-, Bildungs- und Tourismus-Gesichtspunkten ein Alleinstellungsmerkmal und erhebliches Potenzial darstellt. Kleinheit und Struktur stellen die Leidinger aber auch vor besondere Herausforderungen. Beispiel: Bürgertreffpunkt.

Der ehemalige Schulsaal der alten Schule in Leidingen wird von Einheimischen und Vereinen für Zusammenkünfte genutzt. Einen anderen Versammlungsraum gibt es für die kleine, aber dennoch sehr aktive Dorfgemeinschaft (Teilnahme „Unser Dorf hat Zukunft“) derzeit nicht. Allerdings fehlt hier eine Küche und der Sanierungsbedarf innen wie außen ist groß.

Jetzt soll die alte Schule unter dem Namen „Grenzblickhaus Leidingen“ renoviert und als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft auch über die deutsch-französische Grenze hinaus ausgebaut werden. In einem nächsten Schritt soll dann das Obergeschoss der ehemaligen Schule als spannender Erlebnisort zur deutsch-französischen Geschichte ausgebaut werden. Bei diesem Vorhaben wird die Gemeinde Wallerfangen vom Land unterstützt. „Dieses Gebäude im typisch lothringischen Baustil ist nicht nur Ortsbild prägend, sondern auch von besonderer kulturgeschichtlicher Bedeutung. Wir unterstützen die Gemeinde gerne dabei, die alte Schule nicht nur zu erhalten, sondern neu in Wert zu setzen“, so Umweltminister Reinhold Jost, der bei seinem Besuch in Leidingen einen Scheck in Höhe von rund 372.000 Euro dabei hatte, gedacht für die Umsetzung des ersten Bauabschnitts.

Folgende Maßnahmen sind im ersten Bauabschnitt geplant:

  • Stilgerechte Sanierung der Gebäudehülle: Dach, Fassade, Fenster, Türen
  • im EG: Innenausbau durch Sanierung bzw. Erneuerung sämtlicher Oberflächen (Decken, Böden, Wände) sowie die Angleichung des Niveaus des großen Saales auf die übrigen Räume, Herstellung von barrierefreien Toiletten, Abriss und Wiederaufbau des Anbaus für die Küche
  • Herstellung eines barrierefreien Zugangs
  • Herstellung der technischen Anlagen im Gesamtgebäude
  • Herrichtung des Außenbereiches

Minister Jost: „Ich bin überzeugt, dass dieses Vorhaben dazu beitragen kann, die wechselvolle Grenzgeschichte wieder mehr ins öffentliche Interesse zu rücken. Das Dorf Leidingen hat viel Potenzial als symbolischer Ort für die deutsch-französische Freundschaft und das Zusammenwachsen in Europa.“

Die gesamten Bau- und Sanierungskosten im ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 572.500 Euro. Die 65 %-Förderung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (gut 372.000 Euro) wird noch aufgestockt durch das Innenministerium über Bedarfszuweisungen (25 % der Gesamtsumme = rund 143.000 Euro). Der von der Kommune aufzubringende Anteil beläuft sich demnach auf rund 57.000 Euro.

Wallerfangen – 44.000 € für Umbau des Clubheims in Kerlingen und Spatenstich am Dorfgemeinschaftshaus in Ittersdorf!

Von |2021-06-14T13:08:45+02:00Juni 14th, 2021|

Ländliche Entwicklung in Wallerfangen: 44.000 € für Umbau des Clubheims in Kerlingen und Spatenstich am Dorfgemeinschaftshaus in Ittersdorf

Ein zeitgemäßes und funktionsfähiges Raumangebot als Treffpunkt und Ort für gemeinsame Aktivitäten ist von zentraler Bedeutung für ein intaktes Dorfleben und die Zukunftsfähigkeit eines jeden Dorfes.

In der Gemeinde Wallerfangen hat das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz jetzt zwei unterstützt. Im Ortsteil Kerlingen soll das ehemalige Clubheim zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Dafür überreichte Umweltminister Reinhold Jost einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 44.000 Euro. Danach ging es zum Spatenstich für die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses im Ortsteil Ittersdorf.

„Die beiden Dorfgemeinschaftshäuser steigern den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und sind ein gemeinsamer Ort für Jung und Alt “, so Jost. Das ehemalige, mittlerweile leerstehende, Clubheim des Fußballvereines in Kerlingen soll zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Bereits im ersten Bauabschnitt, der 2019 und 2020 ebenfalls mit Fördermaßnahmen des Ministeriums umgesetzt wurde, beteiligten sich die Kerlinger mit über 800 Arbeitsstunden und haben den Innenausbau des Gebäudes weitestgehend abgeschlossen. Im zweiten Bauabschnitt sollen nun der Außenputz, die Eingangstür sowie die Außenflächen um das Dorfgemeinschaftshaus in Angriff genommen werden. Dafür werden sich die Bürgerinnen und Bürger wieder mit 400 Stunden einbringen.

„Vor allem sind die Bürgerinnen und Bürger dazu bereit, sich für beide Projekte mit einer sehr hohen Zahl an Ehrenamtsstunden zu beteiligen. Hier packen die Menschen für die Zukunft ihres Dorfes mit an.“ Umweltminister Reinhold Jost

In Ittersdorf gibt es bereits ein Dorfgemeinschaftshaus, das seit 2012 rege von Vereinen, der Dorfgemeinschaft sowie für Privatfeiern genutzt wird. Um die Nutzungsflexibilität und Zugänglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger zu steigern, sollen im Rahmen einer Erweiterung jetzt ein Lagerraum, eine barrierefreie WC-Anlage sowie ein barrierefreier Zugang in Form einer Rampe angebaut werden. „Durch die Umbaumaßnahmen kann die Einrichtung von allen Personengruppen, insbesondere Menschen mit Behinderung sowie Senioren, einfacher genutzt werden“, so Jost. Als Eigenleistung der Bürger sind 1.840 Stunden eingeplant.
REGIO.news - Wallerfangen

DigitalStarter Saarland – Rehlinger unterstützt Einzelhandel bei der Digitalisierung!

Von |2021-06-10T15:07:53+02:00Juni 10th, 2021|

08.06.2021 Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

Das saarländische Wirtschaftsministerium unterstützt den Einzelhandel bei der Digitalisierung.

Zu diesem Zweck wurde das Förderprogramm DigitalStarter Saarland erweitert und an die Bedürfnisse des Einzelhandels angepasst. So wurde der Zugang zum Programm für kleine Unternehmen erleichtert und die Zuwendungssätze erhöht. Für das Programm stehen 3 Mio. Euro zur Verfügung. Am Dienstag, 8. Juni, stellte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger die Neuerungen des Programms vor Journalisten in Saarbrücken vor.

„Ich setze auf eine wirtschaftliche Aufholjagd auch des Einzelhandels nach der Pandemie. Ich freue mich über jeden Euro, den die Betriebe jetzt wieder umsetzen. Und deshalb helfen wir den Unternehmen, wo immer es geht, weitere Potenziale zu entdecken und zu heben – wie eben im Digitalen“, so Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.

„Mit dem DigitalStarter können wir auch Projekte mit eher geringem Investitionsvolumen fördern. Davon profitieren kleinere Betriebe, die derzeit nicht viel Geld haben. Auch sie sollen in die digitale Infrastruktur und Dienstleistungen investieren können. Deshalb wurde auch der Zugang zum Förderprogramm noch einmal vereinfacht, damit das Geschäft möglichst vieler Unternehmen wieder in Schwung kommt.“

Auch kleinere Digitalvorhaben ab einem Projektumfang von 3.000 Euro sind künftig förderfähig. Bisher lag die Bagatellgrenze bei 5.000 Euro. Maximal sind 12.500 Euro an Zuwendungen möglich, vorher waren es 10.000 Euro. Für kleine Unternehmen wurde der Zuwendungssatz von 35 auf 50 Prozent erhöht, für mittlere Unternehmen von 20 auf 30 Prozent.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Das Pandemie-Jahr hat jedem gezeigt, dass die Übermacht digitaler Großkonzerne nicht einfach akzeptiert werden kann. DigitalStarter ist eine Antwort darauf, die Unternehmen zu unterstützen ebenfalls digitale Absatzmärkte zu nutzen. Egal ob es um den Aufbau eines Online-Shops geht, um den Einkauf von Branchensoftware, Cybersicherheit oder die Weiterbildung der Beschäftigten – das Förderprogramm kommt genau dort an, wo es gebraucht wird. Wir helfen den kleinen und mittleren Unternehmen bei der Digitalisierung und unterstützen bei der wirtschaftlichen Aufholjagd.“

Das Programm DigitalStarter Saarland gibt es bereits seit 2018 und es ist grundsätzlich für Unternehmen aller Branchen offen. Seit 2018 profitierten bereits rund 450 saarländische Betriebe. Anträge für das überarbeitete Programm können ab Freitag, 11. Juni, gestellt werden unter: www.digitalstarter.saarland

REGIO.news Digitales Saarland

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Saarland – Soforthilfen für Heimatmuseen und Amateurmusik in ländlichen Räumen – Förderangebote

Von |2021-05-19T14:24:35+02:00April 26th, 2021|

Umweltminister Reinhold Jost appelliert an alle Kultur-Vereine und -Institutionen im ländlichen Raum, aktuelle Förderangebote des Bundes zu nutzen

„Die Corona-Pandemie und die damit verbundene vorübergehende Schließung zahlreicher Begegnungsorte sowie die Einschränkungen im Vereinsleben haben uns wieder ins Bewusstsein gerückt, wie sehr das soziale und kulturelle Leben zum einen von engagierten Menschen abhängig ist, aber auch von einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Die betroffenen Institutionen stehen vor erheblichen strukturellen und finanziellen Herausforderungen – hier setzen die Soforthilfeprogramme des Bundes an“, so Minister Jost.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit verschiedenen Verbänden und Vereinigungen Soforthilfeprogramme aufgelegt, um die vorhandenen Strukturen zu stärken und Orte des Austauschs und der Identität auf zukunftssichere Füße zu stellen. Nun wurden erneut Förderprogramme erstellt und mit neuen Mitteln ausgestattet, u.a. für Heimatmuseen, landwirtschaftliche Museen und Amateurmusik.

Heimatmuseen als Kulturorte können jeweils mit bis zu 25.000 Euro unterstützt werden.

Förderfähig sind u. a. Maßnahmen zum Bauunterhalt und zur Instandsetzung von Ausstellungsräumen und Depots, z. B. neue Vitrinen und Ausstellungseinheiten, neue Beschriftungssysteme sowie mediale Ausstattungen inklusive der zugehörigen Infrastruktur.

Um in Ergänzung gezielt landwirtschaftliche Museen zu unterstützen, wurde das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2021“ erweitert: Landwirtschaftliche Museen in ländlichen Regionen können seit April bis zu 50.000 Euro als Förderung erhalten, wenn sie sich schwerpunktmäßig den Themen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Ernährung, Gartenbau, Weinbau oder Fischerei widmen. Nähere Informationen unter:  https://www.dva-soforthilfeprogramm.de/

In 2020 wurden vier Projekte aus dem Teilprogramm „Heimatmuseen“ im Saarland gefördert (Römischer Vicus Wareswald in Tholey, die Historische Ölmühle Wern in Ottweiler-Fürth, Heimat- und Burgmuseum Kirkel, Gallo-römisches Quellheiligtum Sudelfels in Wallerfangen-Ihn).

„Aber nicht nur die Museumslandschaft kann hier profitieren, sondern auch zahlreiche Amateurmusiker, die wir im Saarland haben und die ebenso zum Erhalt unserer Kultur und Identität beitragen“, betont der Minister. Das Soforthilfeprogramm IMPULS sieht für die Amateurmusik 3 Fördermodule vor: „Kreativ neustarten“, „Mitglieder (wieder)gewinnen“ und „Strukturen stärken“. Das Programm zielt somit darauf ab, dem Amateurmusizieren in ländlichen Räumen Hilfen zur nachhaltigen Stärkung und erhöhten Sichtbarkeit für den zeitnahen Neustart zu geben. Hierfür können Zuwendungen bis 15.000 Euro gewährt werden. Nähere Informationen unter: http://bundesmusikverband.de/impuls/

Jost: „Als für die Themen Landwirtschaft, Ländlicher Raum und Heimat zuständiger Minister begrüße ich diese Programme ausdrücklich und rufe dazu auf, diese zusätzlichen Mittel auch zu nutzen. Allein diese drei Soforthilfeprogramme sind mit 13,5 Mio. Euro ausgestattet.“

„Kultur“ sowie „Landwirtschaft, Ländlicher Raum und Heimat“ – im Saarland in zwei verschiedenen Ressorts verankert – könnten nicht generell für sich allein betrachtet werden, so Minister Jost. „Hier versuchen wir seit einiger Zeit die Schnittstellen wieder stärker in den Fokus zu nehmen und diese Verzahnung auch bei unseren Förderprogrammen für den ländlichen Raum zu berücksichtigen. Die Soforthilfeprogramme des Bundes sind hierbei wichtige, ergänzende Instrumente im Förderportfolio.“

Hintergrund:

Heimat- und landwirtschaftliche Museen:

Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE). Ziel des BULE ist es, ländliche Regionen als attraktive Lebensräume zu erhalten. Im Rahmen des BULE werden Modellprojekte und -regionen, Wettbewerbe, Forschung und Wissenstransfer gefördert. Für beide Teilprogramme stehen insgesamt 3,5 Mio. € zur Verfügung. Das Soforthilfeprogramm wird koordiniert durch den Deutschen Verband für Archäologie e.V. (DVA) in Kooperation mit dem Deutschen Museumbund e.V. (DMB).

Amateurmusik:

Im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem neuen Förderprogramm IMPULS 10 Millionen Euro für die Amateurmusik in ländlichen Räumen bereit. Mit NEUSTART KULTUR hat die Bundesregierung im Sommer 2020 ein Rettungs- und Zukunftsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro aufgelegt, um den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur dauerhaft zu erhalten. Hinter den Teilprogrammen stehen knapp 60 einzelne Programmlinien, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Künstlerinnen und Künstlern in den einzelnen Sparten von Kultur und Medien zielen. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) ist der übergreifende Dachverband von 21 bundesweit tätigen weltlichen und kirchlichen Chor- und Orchesterverbänden mit insgesamt 100.000 Ensembles. Er koordiniert das Förderprogramm IMPULS.

REGIO.news - Heimatmussen und Amatuermusik

Landkreise erhalten rund 490.000 Euro zur Unterstützung junger Familien

Von |2021-04-22T12:09:40+02:00April 20th, 2021|

Bundesstiftung Frühe Hilfen

In diesem Jahr stellt das Familienministerium den saarländischen Landkreisen rund 490.000 Euro aus dem Fond der Bundesstiftung Frühe Hilfen zur Verfügung.

Seit über 13 Jahren sind die Angebote der Frühen Hilfen ein zentraler Baustein in der Familienpolitik der saarländischen Landesregierung. In diesem Jahr stellt das Familienministerium den saarländischen Landkreisen rund 490.000 Euro aus dem Fond der Bundesstiftung Frühe Hilfen zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sollen die zahlreichen Angebote und Strukturen nicht nur fortbestehen können, sondern auch in Zukunft weiter ausgebaut werden.

„Mit den Frühen Hilfen wird besonders belasteten Familien ab Beginn der Schwangerschaft psychosoziale Unterstützung angeboten. Durch das weitreichende Unterstützungsnetzwerk im Saarland konnte mehr als 4.000 saarländischen Familien geholfen und 50.000 Hausbesuche durchgeführt werden. Gerade für mich als Familienministerin haben Frühe Hilfen einen sehr hohen Stellenwert“, so Monika Bachmann.

Bereits seit 2007 arbeitet die Bundesinitiative Frühe Hilfen im Rahmen des Kinderschutzgesetzes an der Sicherstellung und dem Ausbau von Unterstützungsnetzwerken für belastete Familien. Im Jahr 2018 wurde die Initiative in die Bundesstiftung Frühe Hilfen überführt, an der sich das Saarland nachhaltig beteiligt.

„Viele Familien – sowohl Kleinkinder, als auch Eltern – brauchen in prekären Situationen direkte Unterstützung sowie zuverlässige und verständnisvolle Ansprechpartner, die auch medizinische Unterstützung leisten können. Daher liegt unser Schwerpunkt auf der langfristigen aufsuchenden Betreuung durch Fachpersonal wie Familienhebammen oder Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern. Ich bin froh, dass wir diese Maßnahmen aus den Mitteln der Stiftung fördern können“, betont die Ministerin.

Weitere Informationen zu Angeboten und Strukturen der Frühen Hilfen im Saarland finden Sie unter www.fruehe-hilfen.saarland.de.

REGIO.news - Familienförderung

Fortsetzung der Förderung des „Ländlichen Raums“

Von |2021-04-22T12:10:43+02:00April 15th, 2021|

Innenminister Bouillon und Umweltminister Jost vereinbaren zusätzliche Unterstützung für saarländische Kommunen mit bis zu 6 Mio. Euro Bedarfszuweisungen

Die vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz aufgelegten Förderprogramme „Nachhaltige Dorfentwicklung im Saarland“ und „Sonderprogramm Ländliche Entwicklung“ (SoLE) werden auch in den nächsten drei Jahren vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport mit Hilfe von Bedarfszuweisungen aufgestockt.

Hiermit werden kommunale Dorfentwicklungsmaßnahmen wie z.B. die Ertüchtigung von Dorfgemeinschaftshäusern oder der Neubau von Mehrgenerationenspielplätzen finanziell unterstützt.

„Als Kommunal- und Bauminister sind mir sowohl der hohe Entwicklungsbedarf im ländlichen Raum und in den saarländischen Dörfern als auch die schwierige Haushaltssituation zahlreicher saarländischer Kommunen bestens bekannt“, sagt Minister Bouillon. „Vor diesem Hintergrund kofinanziert mein Haus bereits seit 2019 die Fördermittel des Umweltministeriums.“

Konkret werden die vom Umweltministerium gewährten EU-Mittel, Bundes- und Landeszuwendungen durch Bedarfszuweisungen auf eine Gesamtförderquote von bis zu 90 % aufgestockt. Der maximale Aufstockungsbetrag beträgt hierbei 153.750 Euro pro Projekt.

„Die Fortsetzung unserer Förderallianz ist von elementarer Bedeutung. Sie stellt einen zentralen Baustein für die in den zurückliegenden Jahren in Gang gesetzte dynamische Entwicklung in vielen Dörfern im Saarland dar“, so Minister Reinhold Jost.

Insgesamt flossen in den letzten beiden Jahren rund 8,5 Mio. Euro Fördergeld, die eine Gesamtinvestition von 10,1 Mio. Euro in den ländlichen Regionen des Saarlandes auslösten. 81 kommunale Projekte konnten so gemeinsam bewilligt werden.

Exemplarische Beispiele für gemeinsam im Rahmen der Kooperation umgesetzte Projekte:

A) Dörfliche Gemeinschaftsinfrastruktur

·      Um- und Anbau des ehem. Sportheims in Kerlingen zum DGH, Gde. Wallerfangen (ca. 109.000 €)

·      Barrierefreier Umbau der Ostertalhalle in Hangard zum Dorfgemeinschaftszentrum, Kreisstadt Neunkirchen (ca. 233.000 €)

·      Anlage eines Mehrgenerationenplatzes als Treffpunkt für Jung & Alt in Sitterswald, Gde. Kleinblittersdorf (ca. 166.000 €)

B) Ortsbild & Öffentlicher Raum

·      Neugestaltung Ortsmitte Eisen, Gde. Nohfelden (Gesamtzuwendung: ca. 283.000 €)

·      Neugestaltung des Brunnenplatzes in Wahlschied, Gde. Heusweiler (ca. 140.000 €)

·      Abriss & Neugestaltung der zentralen Fläche ehem. Haus Selzer in Honzrath, Gde. Beckingen (ca. 193.000 €)

C) Bildungsinfrastruktur

·      Erneuerung aller Fenster an der Mariengrundschule & Turnhalle in Namborn (ca. 287.000 €)

·      Anschaffung von Belüftungsanlagen für die Grundschule Ormesheim, Gde. Mandelbachtal (ca. 102.000 €)

D) Jugendinfrastruktur

·      Neubau eines Jugendzentrums in Uchtelfangen, Gde. Illingen (ca. 203.000 €)

·      Einbau einer Pellet-Heizung im Jugendclub Reinheim, Gde. Gersheim (ca. 30.000 €)

E) Kleinere Freizeit- & Tourismusinfrastruktur

·      Neubau einer Fußgängerbrücke über den Lindenbach am Glashütter Weiher in Rohrbach, Mittelstadt St. Ingbert (ca. 95.000 €)

·      Dach- & Umfeldsanierung der Hütte am Cloef-Aussichtspunkt in Orscholz, Gde. Mettlach (ca. 151.000 €)

E) Dorfökologie & Blühflächen

·      Wiederanpflanzung Regionaltypischer Straßenbäume im Stadtgebiet Blieskastel, Stadt Blieskastel ( ca. 35.000 €)

·      Gestaltung einer Grünfläche an der Kita Hirstein, Gde. Namborn (ca. 18.000 €)

F) Kulturelles Erbe:

·      Sanierung des Bergbaudenkmals in Lauterbach, Stadt Völklingen (ca. 61.000 €)

·      Sanierung des Umfeldes der Oranna-Kapelle in Berus, Gde. Überherrn (ca. 96.000 €)

G) Konzepte & Beteiligung

·      Integriertes Dorfentwicklungskonzept mit Bürgerbeteiligung Niederbexbach, Stadt Bexbach (ca. 9.000 €)

Durch den stark reduzierten Eigenanteil der Kommunen infolge der ergänzenden Bedarfszuweisungen ist die Umsetzung von wichtigen Zukunftsprojekten der Dorfentwicklung für viele saarländische Kommunen überhaupt erst möglich.

Kommunalminister Bouillon: „In Anbetracht der sehr hohen Anzahl an Maßnahmen der kommunalen Dorfentwicklung und des entsprechend hohen Förderbedarfs werden wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium fortsetzen und in den Jahren 2021 bis 2023 zusätzlich Bedarfszuweisungen in Höhe von bis zu 6 Mio. Euro bereitstellen.“

Insgesamt stellt das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport somit in den Jahren 2019 bis 2023 Bedarfszuweisungen in erheblicher Höhe von bis zu 8,6 Mio. Euro für die Dorfentwicklung und den ländlichen Raum zur Verfügung – ein elementarer Baustein für Zukunftsgestaltung in vielen Ortsteilen. „Das gemeinsam investierte Geld ist gut angelegt. Liefert es doch wichtige Impulse für den notwendigen Aufholprozess, für moderne Infrastruktur und für zukunftsfähige Dörfer im Saarland.“ Umweltminister Reinhold Jost

„Das sind gute Aussichten für unsere Kommunen! Nur durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen dem Umweltministerium unter Minister Reinhold Jost und meinem Haus ist die Abwicklung einer solch hohen Anzahl von kommunalen Förderprojekten möglich.“ Kommunal- und Bauminister Klaus Bouillon

m Zuge des Sonderrahmenplanes der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) sowie des GAK-Rahmenplanes beträgt die Förderquote des Umweltministeriums zu kommunalen Projekten der ländlichen Entwicklung und der nachhaltigen Dorfentwicklung im Regelfall 55-75 Prozent der förderfähigen Maßnahmenkosten.

Um die verbleibenden Eigenanteile der saarländischen Kommunen aufgrund deren angespannter Finanzsituation zu reduzieren, hatte Innenminister Klaus Bouillon im Jahr 2019 gemeinsam mit Umweltminister Reinhold Jost erklärt, dass das Innenministerium die Förderquoten im Rahmen des Sonderprogramms „Ländliche Entwicklung“ (SoLE) und des Förderprogramms „Nachhaltige Dorfentwicklung im Saarland“ bei kommunalen Projekten auf bis zu maximal 90 Prozent durch Bedarfszuweisungen aufstockt.

Die Förderquote der ergänzenden Bedarfszuweisungen beläuft sich im Regelfall auf 15-35 Prozent.
Die Kommunen tragen die verbleibenden 10 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

REGIO.news - Förderungen Landwirtschaft

90 Millionen Euro Förderung für saarländische Landwirtschaft und den ländlichen Raum

Von |2021-04-22T12:11:45+02:00April 7th, 2021|

Nach Erfolg bei Agrarministerkonferenz – Umweltminister Jost informiert im ELER-Begleitausschuss über mögliche Förderschwerpunkte

Das Saarland erhält für die Förderperiode 2023 bis 2027 rund 90 Millionen Euro zur Förderung für Landwirtschaft und den ländlichen Raum. Das ist mehr als das Doppelte der bisherigen Jahrestranche.

Umweltminister Reinhold Jost stellt im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des ELER-Begleitausschusses nun die Förderschwerpunkte vor. „Wir befinden uns zum ersten Mal mit den anderen Bundesländern auf Augenhöhe und können auch Projekte fördern, die vorher nicht unterstützt werden konnten“, so Jost. „Damit können wir unsere Heimat noch zukunftssicherer gestalten.“ Insgesamt benannte der Minister sechs mögliche Schwerpunkte für die kommende Förderperiode.

  • Die Ausgleichzulage, die saarländische Landwirte aufgrund ihres benachteiligten Standortes erhalten, sollen weiterhin gezahlt werden.
  • Der Ökolandbau soll weiter ausgebaut werden. „Mit rund 20 Prozent sind wir im Saarland schon jetzt im Bundesvergleich Spitzenreiter. Darauf ruhen wir uns aber nicht aus und wollen deshalb bis 2025 den Anteil an ökologischer Landwirtschaft auf 25 Prozent steigern. Die Mittel dafür stehen uns jetzt sicher zur Verfügung“
  • Die Absicherung des wertvollen Dauergrünlandes ist ein wichtiges Thema. „Die im Saarland bereits mit einem hohen Anteil vertretenen artenreichen Grünlandflächen sollen weiter mit angemessenen Fördersätzen erhalten werden. Landnutzung und Naturschutz ergänzen sich und sind keine gegenseitigen Ausschlusskriterien“, so Jost.
  • Die Agrarinvestitionsförderung soll beibehalten und gegebenenfalls ausgebaut werden. Der Fokus liegt dabei beispielsweise auf mehr Tierwohl durch bessere Ställe, die Direktvermarktung regionaler Produkte sowie die Digitalisierung in der Landwirtschaft sollen besser nutzbar gemacht werden.
  • Die LEADER-Regionen sollen als weiterer Erfolgsmotor der ländlichen Entwicklung im Saarland fortgeführt werden. „Wir haben die Möglichkeit den vier LEADER-Regionen nicht nur mehr Mittel für die Regionalbudgets zur Verfügung zu stellen, sondern auch eine zusätzliche fünfte Region zu etablieren.
  • Die klassische Dorferneuerung spielt für das Land weiterhin eine tragende Rolle und soll aufgestockt werde. Die Förderung von Dorfentwicklungsprojekten, wie zum Beispiel der Neugestaltung oder Sanierung von dörflicher Infrastruktur, kann mit den Mitteln in der neuen Förderperiode erheblich gesteigert werden. „Wir wollen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln neue Wege gehen, die bisher nicht möglich waren, um unsere Dörfer attraktiv und zukunftssicher zu machen“, so Jost.

Die möglichen Schwerpunkte sind ein erster Aufschlag im ELER-Begleitausschuss und werden im Laufe des Jahres weiter und genauer abgestimmt.

Hintergrund:

Der Begleitausschuss zum Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 – kurz ELER-Begleitausschuss oder ELER-BGA – soll in Partnerschaft aller Akteure im ländlichen Raum die leistungsfähige und wirksame Umsetzung des Programms unterstützen. Er besteht aus Vertretern verschiedener für den ländlichen Raum relevanter Organisationen, Verbände, Interessensgruppen und Behörden.

Viele Gruppierungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Weinbau- und Gartenbau, Umweltschutz, Kommunen, Soziales ebenso wie aus der Markt- und Ernährungswirtschaft sowie der Regionalentwicklung (Wirtschafts- und Sozialpartner) wurden zur Mitwirkung eingeladen. Im Vorfeld der ersten Partnerbeteiligung (Dezember 2012) zum Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020) wurden die Kontaktdaten aller Wirtschafts- und Sozialpartner aktualisiert und um eine Reihe neuer Institutionen erweitert.

REGIO.news - Förderungen Landwirtschaft

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