Homburg – Mut zum Abenteuer Papa sein: Mehr Väter in Elternzeit !

2022-05-27T22:39:03+02:00

24.05.2022 Quelle: Pressemitteilung Stadt Neunkirchen/ Foto: Carina Heller

Mut zum Abenteuer Papa sein: Mehr Väter in Elternzeit

Anlässlich des Vatertags wirbt die Gleichstellungsbeauftragte der Kreisstadt Neunkirchen Annette Pirrong dafür, dass mehr Väter in Elternzeit gehen. Die Kampagne der LAG Saarland „Neue Väter“ wird nun mit Citycards fortgesetzt. Die Citycards sollen Denkanstöße geben, die das Thema Elternzeit in die Öffentlichkeit bringen. Sie sind im Rathaus an der Information, bei der VHS sowie in vielen Gastronomiebetrieben in Neunkirchen erhältlich.

„Da die Stadtverwaltung Neunkirchen mit dem Label ‚Familiengerechte Kommune’ wirbt, ist es uns auch ein Anliegen, dass sich Paare für Kinder entscheiden. Die Erziehung sollte auf den Schultern beider Elternteile getragen werden. Ich selbst habe gemeinsam mit meiner Frau, die im Schichtdienst arbeitet, drei Kinder großgezogen. Das ging nur arbeitsteilig und weil ich im öffentlichen Dienst auch das nötige Verständnis meiner Vorgesetzten hatte. Ich habe Windeln gewechselt, gekocht oder auch Fahrdienste übernommen. Elternzeit gab es damals aber leider noch nicht, doch letztlich hat uns dieses ‚Family Jobsharing‘ als Familie noch enger zusammengeschweißt“, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann.

„Immer mehr junge Männer möchten die Entwicklung ihres Kindes aktiv erleben und sich in die Sorgearbeit einbringen“, so die Gleichstellungsbeauftragte Pirrong. Dies bestätigt der Väterreport 2018 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, demzufolge sich 48 Prozent der Väter wünschen, dass beide Partner etwa gleich lang arbeiten. 58 Prozent der Väter möchten mindestens die Hälfte der Kinderbetreuung übernehmen und 79 Prozent der Väter wünschen sich mehr Zeit mit der Familie.

„Väter, die Elternzeit nehmen, haben nun die Chance das zu tun, was Generationen an Vätern vor Ihnen größtenteils verpassten: ihr Kind beim Aufwachsen sehen und bei der Erziehung aktiv dabei sein. Gerade in den ersten Lebensjahren sind die Veränderungen und Entwicklungen rasant. Dank der Elternzeit können sie den ersten Schritt und das erste Wort des Kindes live miterleben, statt nur über Erzählungen von diesen Entwicklungsschritten zu hören. Gerade in der frühkindlichen Phase baut ein Kind enge Bindungen auf und daher ist es wichtig, dass schon früh die Beziehung zwischen Vater und Kind gefestigt werden kann“, erklärt Pirrong.

Leider erleben viele Väter aber noch negative Reaktionen seitens der oder des Vorgesetzten oder im Kollegium, wenn sie sich die Sorgearbeit mit der Partnerin teilen möchten. Partnerschaftliche Teilung der Sorgearbeit ist für die ganze Familie ein Gewinn und sie führt zu mehr Gleichberechtigung. Gleichwohl erlangen viele Väter durch die positiven Erfahrungen der Kinderbetreuung mehr Zufriedenheit. Glückliche Mitarbeiter gehen gern zur Arbeit, sind also motiviert und engagiert, belastbarer und leistungsfähiger, identifizieren sich mit ihrem Job und dem Arbeitgeber, bringen sich mit neuen Ideen ein und erhöhen damit die Innovationskraft des Unternehmens. In Zeiten des Fachkräftemangels sind Arbeitgeber, die Elternzeit ermöglichen, deutlich im Vorteil.

Auch für die Mütter hat die väterliche Elternzeit viele Vorteile: Sie können früher wieder in den Beruf einsteigen und somit selbst für Ihre Rente vorsorgen und dadurch Altersarmut vorbeugen. Durch den kürzeren Ausfall haben Frauen die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln und verpassen nicht den beruflichen Anschluss.

Bei der Planung der Elternzeit spielt natürlich der finanzielle Aspekt auch eine wichtige Rolle. Oftmals ist der Vater der Hauptverdiener. Wenn Papa zu Hause bleibt, kann sich die Familie viele Dinge nicht mehr leisten. Damit bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf für beide Elternteile keine finanziellen Nachteile entstehen, gibt es z.B. das Elterngeld.Plus. Informationen hierzu stehen unter www.Elterngeld.net, www.Vaterfreuden.de, www.bmfsfj.de zur Verfügung.

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2022-05-27T22:33:35+02:00

14.09.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Homburg

Kampagne “Papa kümmert sich ums Geschäft“ geht in eine weitere Runde

Frauenbeauftragte der Stadt stellt Postkarten pünktlich zum Vatertag zur Verfügung

Anfang März startete eine saarlandweite Aktion mit verschiedenen Plakatmotiven zum Thema „Neue Väter“ und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten (LAG). Die Motive wurden von Studierenden des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) der Universität Greifswald erarbeitet und künstlerisch gestaltet und dann in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Universitäts- und Hansestadt Greifswald in einer Ausstellung gezeigt. Einige ausgewählte Motive wurden der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbeauftragter freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die städtische Frauenbeauftragte Anke Michalsky hat gemeinsam mit der Frauenbeauftragten des Saarpfalz-Kreises das Motiv „Papa kümmert sich ums Geschäft“ ausgewählt, um für die Väter-Elternzeit und für eine gleichberechtigte Aufteilung der Kindererziehung zu werben. In einem ersten Schritt wurden im Rahmen der Kampagne und in Kooperation mit Busunternehmen aus dem Kreis die Heckscheiben zweier Busse mit Kampagnen-Fotos beklebt. Seit neuestem gibt es zudem Postkarten mit den Motiven, die für die väterliche Elternzeit werben. Diese liegen in mehreren Gastronomie-Betrieben im Stadtgebiet sowie am UKS aus. Auch im Rathaus können sie kostenlos mitgenommen werden.

Anke Michalsky freut sich, dass die Kampagne mit den Postkarten pünktlich zum Vatertag starten kann: „Obwohl es zahlreiche Gründe und positive Aspekte für die Elternzeit von Vätern gibt, wird diese immer noch selten beantragt. Es ist unsere Aufgabe, diese Möglichkeit bekannter zu machen und Familien zu ermutigen, sie in Anspruch zu nehmen. In den meisten Fällen führen finanzielle Aspekte aufgrund der Einkommensunterschiede zu der Entscheidung, dass die Mutter zuhause bleibt und der Vater weiter arbeiten geht. Partnerschaftliche Aufgabenverteilungen entlasten Mütter, verbessern aber auch das gegenseitige Verständnis und können letztlich ein Mehrwert für alle Familienmitglieder sein, wenn die ersten Wochen und Monate gemeinsam erlebt werden.“

Die Kreisstadt Homburg ist seit 2007 mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet. In der Stadtverwaltung haben sich im Zeitraum von 2017 bis 2022 17 Mitarbeiter eine Auszeit, meist direkt nach der Geburt des Kindes, genommen. Im deutschlandweiten Vergleich aus 2020 ist das Saarland laut Statistischem Bundesamt Schlusslicht: Nur 19,1 % der Väter nehmen Elternzeit, während Sachsen und Bayern mit 30 % deutlich vorne liegen.

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Papa kümmert sich ums Geschäft

Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, stellt viele Paare vor große Herausforderungen. Doch immer noch sind es meist die Mütter, die sich um den Nachwuchs kümmern. Mit einer Werbekampagne wirbt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Annette Pirrong für eine gerechtere Arbeitsteilung bei Erziehung und Pflege. „Papa kümmert sich ums Geschäft“, so der provokante Spruch, der in Verbindung mit einer vollen Windel nun mehr als Buswerbung durch die Region fährt.

Dreiviertel aller jungen Männer wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich partnerschaftlich an der Familienarbeit beteiligen. Diesen Wünschen stehen jedoch noch immer tradierte Rollenbilder und entsprechende Unternehmenskulturen oder auch -strukturen im Weg. Immer mehr Väter wollen selbstver­ständlich Elternzeit nehmen – auch über die schon häufig üblichen zwei Monate hinaus, trauen sich aber nicht, weil sie negative Folgen für ihre Karriere und gesellschaftliche Vorurteile fürchten. Das hat oft zur Folge, dass nach der Geburt des ersten Kindes meist die Frauen die Familie versorgen und sich um Kinder und ihre älteren Angehörigen kümmern. Berufstätigkeit ist dann meistens nur in Teilzeit oder im Minijob möglich, was sich negativ auf ihre Rente auswirkt. So lange die Paare zusammen bleiben kann diese traditionelle Arbeitsteilung gut funktionieren. Aber wenn der oder die Hauptverdienende ausfällt, wegen Krankheit oder Scheidung zum Beispiel, wird es eng. Dann bleibt die Sorge- und Erwerbsarbeit Frauen häufig komplett überlassen und sie finden den beruflichen Anschluss nur noch schwer. Es ist wichtig, dass beide Elternteile ihre eigene Einkommenssituation im Auge behalten und bestenfalls finanziell unabhängig bleiben.

„Die Stadtverwaltung Neunkirchen wirbt auch mit dem Label ‚Familiengerechte Kommune‘ – daher ist es uns ein Anliegen, dass sich Paare für Kinder entscheiden und die Erziehung auf den Schultern beider Elternteile getragen wird. Ich selbst habe gemeinsam mit meiner Frau, die im Schichtdienst arbeitet, drei Kinder großgezogen. Das ging nur arbeitsteilig und weil ich im öffentlichen Dienst auch das nötige Verständnis meiner Vorgesetzten hatte. Ich habe Windeln gewechselt, gekocht oder auch Fahrdienste übernommen. Elternzeit gab es damals aber leider noch nicht, doch letztlich hat uns dieses ‚Family Jobsharing‘ als Familie noch enger zusammengeschweißt“, so Oberbürgermeister Jörg Aumann beim Pressetermin zur Vorstellung der Busaktion.

Die Stadt unterstützt solche väterfreundlichen, flexiblen Lösungen.

Daniel Krauß, ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der sich für eine geteilte Elternzeit entschieden hat, begründet dies so: „Meine Lebensgefährtin und ich waren uns schnell einig, dass wir uns beide umfangreich in die Erziehung unseres Kindes einbringen wollten. Gleichzeitig wollten wir aber auch weiterhin unseren beruflichen Tätigkeiten nachgehen.
Wir haben deswegen beide für eineinhalb Jahre Elternzeit genommen, während der wir abwechselnd entweder gar nicht oder nur in Teilzeit gearbeitet haben.
Ich empfand die dadurch gewonnene Zeit mit meinem Kind und als Familie als unheimlich wertvoll und würde mich jederzeit wieder für dieses Modell entscheiden.“

Wenn Väter von ihrem Arbeitgeber in ihrer neuen Rolle wahr- und ernstgenommen werden, dann gelingt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser und für die Mütter wird ein schneller Wiedereinstieg in den Beruf möglich. Für alle Beteiligten ein Gewinn. Denn häufig verpassen Männer, die sich weniger um ihre Kinder kümmern (können), wichtige Glücksmomente, die die Entwicklung des Kindes mit sich bringen. „Das Recht, emotionale Bindung zum Kind aufzubauen, sollten beide Elternteile haben – das wäre nur fair!“ sagt die Gleichstellungsbeauftragte Annette Pirrong. „Nicht nur das gesundheitliche und psychische Wohlbefinden der Mütter wird gestärkt, die ihre Erwerbsbiographie weiterverfolgen können, auch die Vater-Kind-Bindung wird gefestigt und durch das väterliche Wirken im Haushalt und in der Betreuung werden Geschlechterstereotype vermieden.

Um diesen Wandel zu mehr Partnerschaftlichkeit zu fördern, haben Studierende der Universität Greifswald (Caspar-David-Friedrich-Instituts CDFI) und die Medien- und Informatikschule der Wirtschaftsakademie Nord eine Ausstellung entworfen. Die Kommunalen Frauenbeauftragten Saarland haben aus dieser Ausstellung Motive ausgewählt, mit denen sie verschiedene Aktionen durchführen.

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