Landkreis Saarlouis – Landkreis stellt Elektromobilitätskonzept vor!

Von |2022-06-03T12:25:02+02:00Juni 3rd, 2022|


 
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Landkreis Saarlouis stellt Elektromobilitätskonzept vor

Der Landkreis Saarlouis stellte vor kurzem sein Elektromobilitätskonzept vor. Dieses wurde beim FITT-Institut für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft im Saarland (HTW) in Auftrag gegeben. Eingeladen waren Bürgermeister, Umwelt- und Klimabeauftragte der Kommunen sowie Energieversorger des Kreises. Für die 1325 Plug-In-Hybrid und 1418 angemeldeten Elektrofahrzeuge im Landkreis, stehen derzeit 100 öffentliche Ladepunkte, davon fünf Schnellladepunkte, zur Verfügung. Nicht einberechnet sind die Ladesäulen der Einzelhandelsketten.

Im Jahr 2019 wurde das Konzept in Auftrag gegeben, jetzt wurden die ersten Ergebnisse im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes vorgestellt. Claudia Beck, Kreisbeigeordnete des Kreises, begrüßte die Gäste für den terminlich verhinderten Landrat Patrik Lauer. „Der Kreis hat sich zum Ziel gesetzt, die abgasfreie Mobilität voranzutreiben und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Unternehmen und Kommunen sollen zudem bei der Standortwahl der öffentlichen Infrastruktur unterstützt werden“, betonte Beck bei ihrer Begrüßung.

Bei der Vorstellung des Elektromobilitätskonzeptes wurde, schnell klar, dass die Ladepunkte im Kreis derzeit noch nicht ausreichendsind. Zu dieser Erkenntnis kam Professor Dr. Rudolf Friedrich von der HTW. Ideale Standpunkte für weitere Ladesäulen seien demnach beispielsweise Plätze in der Nähe von Einkaufszentren, Behörden sowie bei Freizeit- und Übernachtungseinrichtungen. Klar ist laut Friedrich auch, dass mehr Ladesäulen innerorts als außerorts gebraucht werden, auch für Personen, die keine Möglichkeit haben, ihr Fahrzeug privat aufzuladen.

Neben der Standortfrage der Säulen ist auch die Auslastung der Stromnetze eine neue Herausforderung bei den Anbietern der Netze. Nach Aussage von Gerhard Mellinger von der Energis-Netzgesellschaft verfügen die Stromnetze derzeit noch über ausreichend Kapazitäten, um den derzeitigen Bedarf abzudecken. Man arbeite aber bereits jetzt schon mit Hochdruck daran, Netze weiter auszubauen und mögliche Engpässe bei ansteigender Nachfrage zu vermeiden.

Wei­te­re Referenten wa­ren Pe­ter Wag­ner (En­er­gis), So­phie Kohl­mann (nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) und Ma­xim Hantsch-Krams­koj (SVolt Deutsch­land).