Saarland – Trauer um Bildhauer Leo Kornbrust!

Von |2021-07-22T12:22:51+02:00Juli 22nd, 2021|

Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot zum Tode des Bildhauers Leo Kornbrust

Der vielfach für sein künstlerisches Werk ausgezeichnete saarländische Bildhauer Leo Kornbrust ist verstorben. Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot erklärt zu seinem Tode:

„Leo Kornbrust hat mit seinem künstlerischen Schaffen insbesondere auch den öffentlichen Raum bleibend geprägt – und das weit über die Grenzen seiner saarländischen Heimat hinaus in ganz Europa. Allen voran ist hier das Projekt der ‚Europäische Straße des Friedens – Straße der Skulpturen in Europa ‘ zu würdigen, die künstlerisch Ost und West verbindet. Mit Leo Kornbrust ist ein großer, visionärer Künstler und charismatischer Mensch gestorben, der seine Arbeit immer auch in den Dienst des Friedens und der Verständigung zwischen den Menschen gestellt hat.“

Nach einer Schreinerlehre studierte Leo Kornbrust Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Kunst in München. 1978 erhielt er dort eine Professur für Bildhauerei in Verbindung mit Architektur. Ausgangspunkt für seine Bildhauerei ist die menschliche Figur, auch wenn die späteren Werke abstrakt/konkret erscheinen. Seine Arbeiten werden nicht nur in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, sondern sind auch im öffentlichen Raum vieler Städte zu sehen. Leo Kornbrust war als 15-jähriger in den Krieg geschickt worden. Diese Erfahrung grub sich tief in seine Seele ein. Auch aus diesem Grund hat er in den 1970 Jahren begonnen, die Idee des jüdischen Künstlers Otto Freundlich, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde mit einer Straße der Skulpturen von Paris bis Moskau und von der Normandie bis Südfrankreich umzusetzen. Leo Kornbrust wurde unter anderem mit dem Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst der Stadt St. Ingbert, dem Kunstpreis des Saarlandes und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Zu Leo Kornbrust

Leo Kornbrust ist 1929 in St. Wendel geboren. Anfang der 1970er Jahre schuf er mit seiner Ehefrau eine Reihe von so genannten „Schrift-Skulpturen“ in die er Texte seiner Frau einarbeitete. Das wohl bedeutendste Exemplar ist eine etwa sechs Meter hohe Säule vor der Modernen Galerie in Saarbrücken aufgestellt ist.
Er startete auch das Projekt der „Straße der Skulpturen“ als Hommage an den Künstler Otto Freundlich und dessen Idee einer „Straße des Friedens“, einer europäischen Skulpturenstraße von Paris bis Moskau. 2002 wurde die Straße der Skulpturen mit dem ähnlichen Projekt „Steine an der Grenze“ des saarländischen Bildhauers Paul Schneider verbunden.
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Archivbild: Leo Kornbrust zusammen mit Bürgermeister Peter Klär bei der Vergabe des Ehrenbürgertitels 2019

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