Homburg – Bepflanzungen im Bereich eines Neubaugebiets!

Von |2022-02-01T10:24:51+01:00Februar 1st, 2022|

Bepflanzung „Nördlich der Bernwardstraße“ abgeschlossen

Abteilung Umwelt und Grünflächen informiert über Maßnahme

Die städtische Umwelt- und Grünflächenabteilung hat kürzlich mit der Bepflanzung der Grünflächen des Wohngebiets „Nördlich der Bernwardstraße“ in Homburg Erbach den Endausbau dieses Baugebiets abgeschlossen.

Die etwa 80 cm tief verfüllten Baumscheiben wurden mit Silberlinden, Schnee-Felsenbirnen, Säulen-Amberbäumen, Fächerblattbäumen und Wildbirnen bepflanzt. Zur Reduzierung des Pflegeaufwands wurden blütenreiche Wildstauden und Zwiebelgewächse als Unterpflanzung gesetzt und mit einer Kiesschicht gemulcht. Der Kies verhindert den Aufwuchs ungewollter Fremdpflanzen. Rindenmulch wird von den ausgewählten Wildstauden nicht vertragen und wurde daher nicht eingesetzt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung haben die Hoffnung, dass sich vielleicht der eine oder andere Besitzer eines artenarmen Schottergartens motiviert fühlen könnte, seinen eigenen Garten in ähnlicher Weise zum Erhalt der Artenvielfalt umzugestalten. So kommen auf den städtischen Flächen folgende Wildstauden zum Einsatz: Grauer Storchschnabel, Garbe, Ränkegras, Waldwindröschen, Berg-aster, Goldhaaraster, Goldwolfsmilch, Alant, Vixiernelke, Skabiose, Mauerpfeffer, Fettblatt, Brandkraut, Zypressenwolfsmilch, Thymian, Bergminze und Hirsch-Haarstrang. Diese Stauden werden zum Sommer hin ihren dezenten Blütenschmuck voll entwickeln. Als Frühjahrsblüher wurden Blumenzwiebeln wie Graslilien, Lauch, Crocus, Muscari und Tulpen gesetzt.

Die Stämme der Jungbäume wurden zwecks Rinden- und Verdunstungsschutz mit einer weißen Spezialfarbe gestrichen. Beim ersten Bewässerungsgang werden noch 75-l-Bewässerungssäcke eingebaut. Diese sollen für die Jungbäume eine gleichmäßige Wasserzufuhr gewährleisten.

Die Garten- und Landschaftsbaufirma „Holger Nalbach“ aus Schwarzenholz hat die Pflanzung, als günstigster Bieter, ausgeführt und wird auch in den drei folgenden Jahren für die Pflege verantwortlich sein. Dazu gehören das Bewässern nach Bedarf, jährlich fünf extensive Pflegegänge und der winterliche Rückschnitt der Wildstauden. Die Kosten für die Pflanzung inklusive der Pflege in den kommenden Jahren belaufen sich auf rund 24.000 Euro. Dies entspricht rund zwei Prozent der gesamten Endausbausumme des Wohngebiets „Nördlich der Bernwardstraße“.

Diese in die Zukunft gerichtete Investition trägt nach Einschätzung der Umwelt- und Grünflächenabteilung maßgeblich zur Gesunderhaltung, Reduzierung der Temperaturen durch Beschattung der Verkehrsflächen und zum Klimaschutz bei. Die Umwelt- und Grünflächenabteilung würde sich auch darüber freuen, wenn Anwohnerinnen und Anwohner eine Patenschaft für die neu gestalteten Baumscheiben übernehmen wollen.

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St. Wendel – Über 33 000 Quadratmeter neue Blühflächen!

Von |2021-07-09T20:56:21+02:00Juli 9th, 2021|

08.07.2021 | Quelle: Pressemitteilung Kreisstadt St. Wendel/ Foto: Josef Bonenberger
 

Mehr als 33 000 Quadratmeter neue Blühflächen in St.  Wendel

Kreisstadt sät Wiesen mit einheimischen Wildblumen aus

Auf der Mott, beidseitig des Panoramawegs, in zahlreichen Verkehrskreiseln, am Sportzentrum und vielen weiteren Flächen in der Innenstadt und den Ortsteilen haben Mitarbeiter der Kreisstadt St. Wendel in den vergangenen Tagen und Wochen Saatmischungen für Blühwiesen eingesät. Mehr als 33.000 Quadratmeter neue Wiesen mit einheimischen Wildblumen entstehen so allein in diesem Jahr. Die Kreisstadt will auf diese Weise die Artenvielfalt der heimischen Wiesen fördern und einen idealen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten.

Eine der größten Blühwiesen entsteht zurzeit auf dem St. Wendeler Bosenberg. Dieses Projekt setzt die Stadt gemeinsam mit dem St. Wendeler Rotarier-Club und dem daraus gegründeten Verein NatureLAB um.

Die Wildblumenmischungen bestehen aus regionalem Saatgut, darunter verschiedenen Gräsern, Blühpflanzen und Wildkräuter, die alle ein- bzw. mehrjährig blühen. Durch diese Vielfalt kann ein Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten verhindert werden. „Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung unserer Natur“, betont St. Wendels  Bürgermeister Peter Klär. „Es geht darum unsere Pflanzen- und Tierarten zu schützen und das Bewusstsein für unsere heimische Umwelt zu stärken.“

Informationstafeln an den Blühwiesen informieren über die dort vorkommenden Pflanzen- und Tierarten. Mehrere Insektenhotels sollen ebenfalls dazu beitragen, die Artenvielfalt zu fördern. Da die Pflege der Blühwiesen entscheidend für den Fortbestand der Arten und somit den Erfolg des Projektes ist, werden diese Flächen zukünftig maximal dreimal pro Jahr gemäht.

Zusätzlich zu den neuen Projekten hat die Kreisstadt St. Wendel entschieden, das Mähen von bereits vorhandenen Wiesenflächen in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen auf maximal dreimal – und entlang von Feldwegen auf einmal im Jahr zu beschränken. Durch diese einfachen Maßnahmen soll sich hier der natürliche Lebensraum von Pflanzen und Tieren in einem Zeitraum von drei bis vier Jahren erholen.

„Jeder kann seinen Beitrag leisten“, so Klär. „Wir als Kreisstadt St. Wendel wollen dabei mit gutem Beispiel vorangehen.“

Hintergrund:

Es ist in aller Munde – das weltweite Bienen und Insektensterben. Die Ursachen hierfür sind vielfach aus Funk und Presse bekannt: Es fehlt unseren Bienen und Insekten an den richtigen Lebensräumen und der passenden Nahrung. Die Nahrungsgrundlage ist für alle Tiere existenziell.

Die Grundlage der meisten Lebewesen bildet die Pflanzenwelt. Sie ist der erste Nahrungsproduzent. Pflanzen benötigen den richtigen Boden für die Nahrungszufuhr, Wasser und Licht. Durch die Photosynthese entsteht Energie, die in der Wurzel, den Blättern und Früchten gespeichert wird.

Für die Blattlaus oder eine Raupe ist genau diese Energie, die in der Pflanze gespeichert wird, die benötigte Nahrungsgrundlage.

In der Nahrungskette werden im Folgenden Blattläuse von Marienkäfern und Raupen von Vögeln gefressen. Diese Nahrungsketten können auf alle tierischen Lebewesen übertragen werden.

Da die Erstkonsumenten immer Kleinstlebewesen wie Insekten sind, wird durch das Insektensterben und dem damit verbundenen Rückgang der Artenvielfalt die Existenzgrundlage entzogen. So sterben langfristig immer mehr Arten in jedem Bereich der Natur aus.

Das Insektensterben schränkt bereits jetzt die Nahrungskette z.B. für viele Vögel ein. Ohne Insekten, ist für alle Tiere, die sich nicht direkt von Pflanzen ernähren, kein Leben auf dieser Erde möglich.

Aber auch die Pflanzenfresser sind mit ihrer Nahrungsgrundlage schnell am Ende, da es ohne die Bestäubung der Insekten keine Pflanzenvermehrung sowie Früchte gibt. Auch hierdurch wird die Bedeutung der einzelnen Bestandteile einer Nahrungskette deutlich.

Es hängt somit alles davon ab, dass Bienen und Schmetterlinge, Käfer aber auch Ameisen weiterhin fliegen und krabbeln können.

Und genau hier wird die Stadt St. Wendel mit diesen Maßnahmen tätig.

Auch der Bürger kann hier Vieles tun.

Wer den Rasenmäher einmal mehrere Monate im Schuppen stehen lässt, leistet schon einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Es gibt keine einfachere und bequemere Art, Insekten zu helfen.

REGIO.news - Stadt St. Wendel
St. Wendels Bürgermeister Peter Klär bringt das Informationsschild zur frisch angelegten städtischen Blühfläche auf der Mott an. Mit dabei: der Leiter des städtischen Grünflächenabteilung, Morten Martin und Alfred Rausch-Dupont vom Umweltamt der Kreisstadt.

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