Saarland – 20 Millionen Euro Fördermittel für Kita-und Hort in 2021 investiert!

Von |2022-01-10T21:57:59+01:00Januar 10th, 2022|

10.01.2022 Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Bildung und Kultur/ Foto: Freepik @marharytakovalenko
 

Mehr Kita-Plätze, neue Ausbildungsmöglichkeiten, weniger Elternbeiträge: Das Saarland hat 2021 massiv in die frühkindliche Bildung und Betreuung investiert

Das Saarland hat im Jahr 2021 massiv in die frühkindliche Bildung und Betreuung investiert. 17 Millionen Euro Landesmittel flossen in die weitere Entlastung von Familien bei den Kita-Elternbeiträgen.

20 Millionen Euro Fördermittel wurden in Ausbau und Sicherung von Kita-und Hort-Plätzen investiert. Zur Refinanzierung der Kita-Personalkosten hat das Land 105 Millionen Euro aufgewendet. Um mehr Personal für die Arbeit in den Kitas zu gewinnen, wurden neue Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen. Mit dem neuen Kita-Gesetz des Landes, dem Saarländischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetz (SBEBG), folgt nun ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Kita-Qualität.

„Unsere Kitas spielen eine herausragend wichtige Rolle für die Entwicklungs- und Bildungschancen unserer Jüngsten – und natürlich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im vergangenen Jahr haben wir deshalb massiv in die frühkindliche Bildung und Betreuung an sich und gleichzeitig in die Entlastung von Familien bei den Kita-Elternbeiträgen investiert. Mit dem neuen Kita-Gesetz sorgen wir jetzt für noch mehr Qualität, davon profitieren die Beschäftigten, die Familien und allen voran natürlich die Kinder. In der Zukunft werden mehr Kinder gute und verlässliche Bildungs- und Betreuungsangebote vor Ort brauchen. Daher werden wir auch in Zukunft in weitere Platzangebote, Senkung der Gebühren und Personal investieren.“, erklärt Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot.

Die in dieser Legislaturperiode vereinbarte Halbierung der Kita-Elternbeiträge wird im Jahr 2022 abgeschlossen sein, Eltern zahlen ab August 2022 gegenüber 2019 prozentual nur noch die Hälfte ihres Anteils an den Personalkosten, also maximal 12,5 Prozent anstatt 25 Prozent der Personalkosten als Elternbeitrag. Im Jahr 2021 sind je 17 Millionen Euro Landes- und Bundesmittel in die Entlastung bei den Kita-Elternbeiträgen geflossen. Zur Refinanzierung der Kita-Personalkosten hat das Land im vergangenen Jahr darüber hinaus 105 Millionen Euro aufgewendet.

Investitionen in Kita- und Hort-Plätze 

Das Saarland hat in den vergangenen Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um das Platzangebot in Kitas weiter auszubauen. Insgesamt stehen mittlerweile saarlandweit rund 6.600 Krippenplätze (2012: rund 4.000) und  29.700 Kindergarten- und Hortplätze (2012: rund 27.000) zur Verfügung, insbesondere wurden Ganztagsplätze ausgebaut. 2021 wurden 20 Millionen Euro Fördermittel in den Ausbau und die Sicherung von Kita-Plätzen investiert. In den Kita-Platzausbau hat das Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) 8,75 Millionen Euro investiert. Um bestehende Kita-Plätze zu sichern, wurden substanzerhaltende Sanierungsmaßnahmen der Träger mit einem Landeszuschuss von rund 1 Million Euro gefördert. Über das Programm „Kita gut und sicher“  wurden die Kita-Träger mit insgesamt 3,6 Millionen Euro Bundes- und Landesmitteln bei pandemiebedingt notwendigen Investitionen unterstützt, etwa bei der Umsetzung von angepassten Hygiene- und Raumkonzepten. Nochmal rund 7 Millionen Euro wurden den Landkreisen und dem Regionalverband über dieses Programm für die Schaffung weiterer Plätze zur Verfügung gestellt.

Unterstützung für Eltern und Kitas während der Corona-Pandemie

Während der pandemiebedingten Kita-Schließungen hat das Land auf Initiative des Ministeriums für Bildung und Kultur durch die Übernahme der Elternbeiträge vielen Eltern wirtschaftliche Sorge genommen und somit verhindert, dass den Trägern in diesen Zeiten Finanzlücken entstehen. Das Land hat in diesem Zusammenhang in den Jahren 2020 und 2021 Kita-Elternbeiträge in einer Gesamthöhe von rund 8 Millionen Euro übernommen. Um den Einrichtungen zusätzlich die Möglichkeit zu bieten, unter Pandemiebedingungen ein kindgerechtes Betreuungsangebot aufrechterhalten zu können, wurde im Jahr 2021 mit 1,3 Millionen Euro den Einsatz von Ergänzungskräften finanziert, die das Kita-Personal vor Ort bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen unterstützen.

Neue Ausbildungsmöglichkeiten

Um mehr Personal für die Arbeit in den Kitas zu gewinnen, hat das Land im Jahr 2021 neue Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen. Mit der vergüteten Praxisintegrierten Erzieher*innenausbildung (PiA) hatte das Saarland bereits einen Meilenstein erreicht. Im Schuljahr 2021/22 kamen mit der berufsbegleitenden Ausbildung und der Ausbildung in Teilzeit am Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Saarbrücken neue Ausbildungsmöglichkeiten hinzu. Nicht zuletzt dadurch ist die Ausbildungskapazität in den letzten vier Jahren um jährlich 10 Prozent angestiegen.

Neues Kita-Gesetz bringt mehr Kita-Qualität

Das MBK hat im Jahr 2021 die Novellierung des bisherigen Saarländischen Kinderbetreuungs- und -bildungsgesetzes (SKBBG) auf den Weg gebracht. Es wird im neuen Jahr vom Saarländischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetz (SBEBG) abgelöst werden. Mit dem neuen Kita-Gesetz werden insbesondere die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in den Kitas verbessert.  Das Gesetz soll noch im Januar 2022 vom Landtag beschlossen werden. Bereits im Vorgriff auf die Novellierung konnten im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes seit 2019 Qualitätsentwicklungsmaßnahmen wie z.B. zusätzliche Leitungsfreistellung, Unterstützung für Einrichtungen mit besonderen Herausforderungen durch zusätzliches Personal und Fortbildungen umgesetzt werden. In 2021 wurden alleine dafür rund 6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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Saarland – Halbierung der Kita-Elternbeiträge bis 2022!

Von |2021-07-30T20:20:42+02:00Juli 30th, 2021|

Halbierung der Kita-Elternbeiträge bis 2022: Im neuen Kita-Jahr zahlen viele Eltern erneut weniger Beiträge

Im Saarland waren noch 2019 viele Familien besonders durch hohe Kita-Elternbeiträge belastet. Bis zum 1. August 2019 lagen die Beiträge bei bis zu 25 Prozent der Personalkosten. Deshalb hat die Regierungskoalition vereinbart, die Kita-Elternbeiträge bis 2022 zu halbieren.

Ab dem 1. August 2021 sind die Beiträge nun auf 13 Prozent der Personalkosten begrenzt. Damit ist das Ziel der Halbierung der Kita-Elternbeiträge bereits weitestgehend erreicht, bevor zum 1. August 2022 dann die vorerst letzte Absenkung auf 12,5 Prozent der Personalkosten folgt. Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot betont, dass ihr Ziel die vollständige Beitragsfreiheit ist.
„Die Corona-Krise hat uns an vielen Stellen deutlich vor Augen geführt, dass hohe Investitionen in die Zukunftsperspektiven unsere Kinder und Jugendlichen nötig sind und dass es gute Bildung eben nicht kostenlos gibt. Für mich ist aber klar, dass gute Bildung immer auch möglichst beitragsfreie Bildung heißt und für alle zugänglich sein muss. Deshalb ist mein Ziel die vollständige Beitragsfreiheit von frühkindlicher Bildung und Betreuung. Die Halbierung der Kita-Elternbeiträge, die wir jetzt fast vollständig geschafft haben, ist ein sehr großer Schritt auf diesem Weg und eine enorme finanzielle Entlastung von Familien. Eltern von Kita-Kindern haben dadurch deutlich mehr Geld in der Tasche“, so Ministerin Streichert-Clivot.

Je nach Familienkonstellation kann die finanzielle Entlastung die Halbierung sogar übersteigen. Grund hierfür ist die Geschwister-Ermäßigung. Denn bei der Höhe des Kita-Beitrages werden seit 2019 alle kindergeldberechtigten Kinder der Familie einbezogen. Das bedeutet zum Beispiel: Bei drei kindergeldberechtigten Kindern, die eine Kita besuchen oder sich in Ausbildung befinden, zahlen Eltern für das erste Kind den vollen Betrag, für das zweite Kind nur noch 75 Prozent und für das dritte Kind 50 Prozent des Beitrags. Jedes weitere Kind, das kindergeldberechtigt ist, führt zu einer weiteren Ersparnis von 25 Prozent.Rechenbeispiel: Eine Familie mit drei Kindern im Alter von einem Jahr (Krippenkind), drei Jahren und fünf Jahren (beide Kindergartenkinder) hat bis Juli 2019 für alle Kinder zusammen im Schnitt rund 700 Euro Kita-Elternbeiträge pro Monat gezahlt. Eine Familie mit drei Kindern in der gleichen Alterskonstellation zahlt ab dem 1. August im Schnitt rund 330 Euro pro Monat. Eine Familie mit drei Kindern in dieser Konstellation zahlt also im Jahr 2021 pro Monat rund 370 Euro weniger als im Jahr 2019.Insgesamt investiert das Land 93 Millionen Euro in die Reduzierung der Kita-Elternbeiträge. Davon sind rund 47,5 Millionen Euro Bundesmittel und 45,5 Millionen Euro Landesmittel.

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