20.06.2022 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Maria Müller-Lang
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Trägerwechsel bei den Freiwilligen Ganztagsschulen

Seit vielen Monaten fanden Gespräche und Verhandlungen statt, die nun in einem Kooperationsvertrag abgeschlossen wurden. Ab dem 01. August 2022 übernimmt das CJD, Christliches Jugenddorf in Homburg, die Trägerschaft über die Freiwilligen Ganztagsschulen (kurz FGTS) an den St. Ingberter Grundschulen. „Letztendlich führten viele Gründe zu dieser Entscheidung, die FGTSen in neue Hände abzugeben. Es freut uns sehr, dass wir mit dem CJD einen Partner gefunden haben, der durch hohe Kompetenz und qualitatives Know-how als neuer Träger bestens geeignet ist“, so die einleitenden Worte von Nadine Backes, Beigeordnete für Kinder und Bildung der Stadt St. Ingbert. Aufgrund des in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Bedarfs an Betreuungsplätzen, auch im Hinblick auf den ab 2026 bestehenden Rechtsanspruch, war es erforderlich geworden, das Betreuungsangebot rechtzeitig quantitativ sowie qualitativ zu erweitern. Die Mittelstadt St. Ingbert als zuständiger Schulträger hat sich daher, gemeinsam mit den entsprechenden Schulgremien und dem Stadtrat, entschieden, die Freiwillige Ganztagsschule ab dem kommenden Schuljahr an einen neuen, landesweit agierenden und erfahrenen Träger zu übertragen. „Wir sehen darin auch eine große Chance, die Standorte der Stadt zu vereinen und weiterhin unter einem Dach zu haben,

Netzwerke zu gründen, gemeinsame Projekte zu initiieren und auch die Ferienbetreuung gut zu koordinieren“, zählt Nadine Backes weitere Gründe auf. Außerdem sei auch wichtig, dass man überall von einem gleichen Qualitätsstandard profitieren könne. Nicht zu vergessen sei auch, dass mit Marika Flierl und Michael Sommer die beiden Geschäftsführer der GBQ, gemeinnützige kommunale Gesellschaft für Beschäftigung und Qualifizierung St. Ingbert mbH, die bislang die Trägerschaft innehatte, in absehbarer Zeit in den wohlverdienten Ruhestand gehen und somit jahrelange Erfahrung und Wissen um die FGTS wegbricht. Nun könne man ohne Not und mit der gebotenen Weitsicht den Trägerwechsel vollziehen.

Die GBQ St. Ingbert steht bei Rückfragen gerne zur Verfügung

„Für die Kinder bzw. Eltern ergeben sich durch den Wechsel keine wesentlichen Änderungen. Alle behalten – so sie es wollen – ihren Betreuungsplatz, die Gebühren bleiben unverändert, da sie gesetzlich vorgegeben sind und auch beim Betreuungspersonal gibt es keine Änderungen, sie wechseln lediglich den Arbeitgeber“, führt Michael Sommer, Geschäftsführer GBQ, weiter aus. Das sei den Eltern in einem gemeinsamen Brief mit dem CJD mitgeteilt worden. „Selbstverständlich stehen wir für alle Rückfragen gerne zur Verfügung, bis der Wechsel reibungslos über die Bühne gegangen ist. Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Teamleitungen der Freiwilligen Ganztagsschulen und mit dem CJD, die Zusammenarbeit läuft sehr gut“, so Sommer weiter. Das kann auch Tobias Verburg, der beim CJD die Angebotsleitung innehat, bestätigen: „Die Kooperation mit der Stadt St. Ingbert und der GBQ lief hervorragend. Es ist noch viel zu tun und die Zeit ist knapp, aber ich bin überzeugt, dass wir dies gemeinsam schaffen. Tatsächlich haben wir bisher noch nie auf einen Schlag so viele Standorte wie in St. Ingbert mit insgesamt 640 Kindern übernommen. Das ist auch für uns eine Herausforderung.“

Insgesamt betreut die CJD Homburg/Saar gGmbH derzeit im Saarland 25 Freiwillige Ganztagsschulen mit 1.250 Kindern in vier Landkreisen. Mit dem Förderprogramm „Freiwillige Ganztagsschule im Saarland“ (FGTS) wurde durch die Landesregierung ein nachunterrichtliches Bildungs- und Betreuungsangebot etabliert, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Je nach Angebot und Ausstattung der Schulen essen die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Unterricht gemeinsam zu Mittag. Anschließend erledigen sie unter Aufsicht ihre Hausaufgaben und verbringen den Nachmittag mit altersgerechten Aktivitäten.

Ziel ist es, die Unterstützung der FGTS-Teamleitungen an den pädagogischen Standorten weiterzuentwickeln

Bisher war mit der GBQ gGmbH als Träger ein Ansprechpartner in St. Ingbert vor Ort. „Dies betrachte ich nicht als ein Problem. Ganz oft finden die Kontakte per Telefon oder E-Mail statt. Und erfahrungsgemäß sind die Betreuerinnen und Betreuer oder auch die Teamleitung bei Fragen die ersten Ansprechpartner. Wenn es ausdrücklich gewünscht ist, fahren wir natürlich auch an den Schulstandort zu einem persönlichen Gespräch“, erläutert Tobias Verburg, der seit zehn Jahren im Bereich der FGTS tätig ist.

„Ziel ist es, mit Unterstützung der FGTS-Teamleitungen die Standorte weiterzuentwickeln zu einer „FGTS der Zukunft“ in neuen Gebäuden, mit ausreichend Plätzen und qualifiziertem und motiviertem Personal sowie entsprechenden pädagogischen Konzepten und Angeboten“, erläutert Nadine Backes. „Unser Personal sowie die Teamleitungen leisten hervorragende Arbeit und verdienen unsere Wertschätzung. Für sie alle besteht ein Übernahmeangebot zum Christlichen Jugenddorf Homburg“, freut sich Marika Flierl, Geschäftsführerin der GBQ St. Ingbert. Von einer qualitativen und quantitativen Steigerung anhand der Leitbilder für Erziehung und Betreuung spricht Mike White, Geschäftsbereichsleiter Familie, Soziales und Integration und betont abschließend nochmals die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

v.l.n.r.: Mike White, Geschäftsbereichsleiter Familie, Soziales und Integration, Bürgermeisterin Nadine Backes, Tobias Verburg, Angebotsleitung CJD Homburg/Saar gGmbH, sowie die beiden Geschäftsführer der GBQ Marika Flierl und Michael Sommer stellten gemeinsam die Hintergründe zum Trägerwechsel vor.