Pressemitteilung Ministerium für Bildung und Kultur/ Foto: HonkPhoto
 

Erfolgreiche Arbeit wird fortgesetzt: Bodo Busse bleibt bis 2027 Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters

 Bodo Busse bleibt bis 2027 Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters (SST). Kulturministerin Christine Streichert-Clivot, Aufsichtsratsvorsitzende des SST, und Bodo Busse haben den Vertrag heute unterzeichnet. Unter Busse hat das Staatstheater seine deutsch-französische und luxemburgische Kooperationen weiter ausgebaut und mit der Deutschen Erstaufführung der Oper ,,Macbeth Underworld” von Pascal Dusapin einen echten Coup gelandet. Nach seinen ersten beiden erfolgreichen Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 erwies er sich in den letzten zwei ,,Corona“-Spielzeiten mit seinem Team auch als glänzender Krisenmanager.

 „Ich freue mich, dass wir Bodo Busse für weitere fünf Spielzeiten gewinnen konnten. Insbesondere die letzten 15 Monate waren eine herausfordernde Zeit für die Kultur und damit leider auch für das Theater. Die Geschäftsführung des Saarländischen Staatstheaters hat diese Zeit mit Bravour gemeistert und gegen alle Widerstände die Kunst auf die Bühne und ins Netz gebracht. Die vier Spielstätten Großes Haus, Alte Feuerwache, sparte4 und Congresshalle sind wichtige saarländische Ort der Begegnung, der Freude, Spiegel des Zeitgeistes und des gesellschaftlichen Austauschs. Die Kultur wird in den nächsten Monaten eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung der Pandemie spielen. Unser Staatstheater gibt dem Saarland über die Kultur hinaus kreative und innovative Impulse. Es ist Markenbotschafter für die Lebens- und Liebenswürdigkeit unserer Region“, so Kulturministerin Christine Streichert-Clivot.

Mit dem gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor Prof. Dr. Matthias Almstedt entwickelten Saarbrücker Modell, das für eine faire Bezahlung für freischaffende  Künstler*innen im Rahmen von Produktionen deutschlandweit als Vorbild dient, war das Saarländische Staatstheater schon zu Beginn der Pandemie Vorreiter. Daran anknüpfend war das Staatstheater eines der ersten Häuser nach dem zweiten Lockdown, das bereits im April 2021 wieder zu spielen begann.

Generalintendant Bodo Busse: ,,Ich freue mich und bin sehr glücklich darüber, die künstlerische Entwicklung des Saarländischen Staatstheaters bis 2027 weiterhin voranbringen zu können. Ich bedanke mich bei der saarländischen Landesregierung, insbesondere bei der Ministerin für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot, für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam mit allen Vorständen und Mitarbeiter*innen die Zukunftsoptionen des Hauses zu gestalten und das Theater gerade nach diesen schwierigen Monaten zu einem lebendigen, vielfältigen Ort des Erlebens, der Begegnung und des Austausches zu machen, betrachte ich als herausfordernde und zugleich erfüllende Aufgabe. Ich bin dankbar, weitere Jahre an diesem wunderbaren Haus mit diesen großartigen, kreativen Persönlichkeiten vor, auf und hinter der Bühne arbeiten zu können. Das Saarland mit seiner Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg und seinen aufgeschlossenen Menschen ist mir schnell zur Heimat geworden!“

Mit der Deutschen Erstaufführung der Oper ,,Macbeth Underworld” von Pascal       Dusapin, die er an das Saarländische Staatstheater holte und die im April eine glanzvolle Premiere feierte, erzielte er große Aufmerksamkeit. ,,Macbeth Underworld” ist eine Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und wurde auch dort aufgeführt.

In der nächsten Spielzeit, von September 2021 bis Anfang Juli 2022, kommen insgesamt 26 Neuproduktionen sowie elf Wiederaufnahmen auf die Bühnen von Großem Haus, Alter Feuerwache und sparte4. Geplant sind zehn Uraufführungen, drei Deutsche Erstaufführungen und zwei Festivals: das Festival Primeurs und das Tanzfestival Saar.

Das Saarländische Staatstheater sorgte mit seinen 450 Beschäftigten, viel Flexibilität und drei Blitzöffnungen nach den Lockdowns, vor allem im Rahmen des Saarland-Modells, für positive überregionale und internationale Schlagzeilen.

Kulturministerin Streichert-Clivot: „Im Herzen Europas und in Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg gelegen, kooperiert das Haus in zahlreichen Projekten mit Bühnen und Kompanien diesseits und jenseits der Grenze – künstlerisch hoch anspruchsvoll und zugleich publikumswirksam. Ich freue mich, dass Bodo Busse dem Saarland bis 2027 erhalten bleibt.“

Zur Person:

Bodo Busse studierte Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Rhetorik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er besuchte mehrere Meisterkurse für Opernregie bei Ruth Berghaus. Anschließend absolvierte er mehrere Praktika und Assistenzen an der Staatsoper Stuttgart und am Opernhaus Zürich.

Am Staatstheater Mainz war er von 1998 bis 2000 Musikdramaturg. Danach arbeitete er für zwei Jahre als Musikdramaturg am Theater Dortmund. Anschließend war er am Stadttheater Gießen als Geschäftsführender Dramaturg mit Regieverpflichtung tätig.

2002 wurde er von Manfred Beilharz als Musikdramaturg und Mitglied der Opernleitung ans Hessische Staatstheater Wiesbaden berufen, an dem er bis Juli 2010 engagiert war. Dort war er auch mitverantwortlich für das Programm der Internationalen Maifestspiele und in der Jury für den „German-Australian Opera Grant“.

Von 2010 bis 2017 war Busse Intendant des Landestheaters Coburg, wo er auch mehrfach v.a. im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters selbst inszeniert hat. Er hatte Lehraufträge an der Universität Mainz und am Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Generalintendant des Saarländischen Staatstheater.

REGIO.news - Saarbrücken Staatstheater
Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters (SST), Bodo Busse, und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot bei der Vertragsunterzeichnung