Kultur & Sport News für den Saarpfalz-Kreis – REGIO.news bietet lokale Nachrichten aus dem Saarland

Blieskastel – Neue Fahrradboxen für die Stadt !

Von |2022-07-01T21:02:41+02:00Juli 1st, 2022|

Neue Fahrradboxen für Blieskastel

Mobilitäts-Staatssekretär Sebastian Thul überreicht Zuwendungsbescheid in Höhe von 23.400 Euro

Um den Ausbau des Radverkehrs im Saarland voranzubringen, unterstützen Bund und Land die Kommunen gezielt bei einzelnen Maßnahmen, die das bestehende Netz erweitern und instand halten.

Doch auch der Bau von so genannter Begleitinfrastruktur ist wichtig, um das Radfahren dauerhaft attraktiv zu gestalten: Für vier neue Fahrradboxen hat Mobilitätsstaatssekretär Sebastian Thul dem Blieskasteler Bürgermeister Bernd Hertzler nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 23.400 Euro übergeben.

Jeweils zwei der abschließbaren Boxen befinden sich am Rathaus in Blieskastel und am Bahnhof in Lautzkirchen. „Die Standorte am Bahnhof sind vor allem für Pendlerinnen und Pendler interessant, die Lage am Rathaus bietet kurze Wege zum umliegenden Einzelhandel und für Touristen“, so Thul. Die Abstellboxen am Bahnhof sollen vor allem für Langzeitmieterinnen und –Mieter vorgehalten werden.

„Beim Radverkehr werden wir nur dann langfristig aufholen, wenn Land und Kommunen an einem Strang ziehen“, so Thul. „Infrastruktur, die das Radfahren insgesamt erleichtert, ist dabei ein wichtiger Baustein“ Das ist auch Ziel des aktuellen Radverkehrsplan Saarland, der fortgeschrieben werden soll.

Hintergrund:

Die Förderrichtlinie NMOB Stadt-Land dient dazu, den saarländischen Gemeinden, Städten und Landkreisen das Sonderprogramm Stadt und Land des Bundes zugänglich zu machen.

Über dieses Sonderprogramm stellt das Bundesverkehrsministerium seit 2020 und noch bis Ende 2023 Finanzhilfen für die Verbesserung der kommunalen Radverkehrsinfrastruktur zur Verfügung. Bund und Länder haben hierfür eine Verwaltungsvereinbarung abgeschlossen.

Seit 2021 hat das Saarland die Haushaltsmittel für den Radverkehr auf 1,4 Mio. Euro erhöht. Der Großteil davon (bis zu 1 Mio. Euro) steht Kommunen über Förderprogramme zur Verfügung.

Für den Radwegebau stehen zusätzlich mindestens 900.000 € jährlich beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) zur Verfügung; Mehrbedarf wird z.B. durch das Bauprogramm des LfS abgedeckt.

REGIO.news - Blieskastel

Homburg – „Chronatic Quartet“ tritt in der Reihe „KiM“ im Römermuseum auf!

Von |2022-06-29T15:29:42+02:00Juni 24th, 2022|

„Kultur im Museum“ im Rahmen des Ambottens Fest

Das „Chronatic Quartet“ tritt im Römermuseum auf

Am Donnerstag feierte auch die Veranstaltungsreihe „Kultur im Museum“ nach langer Pause wieder Premiere. Zahlreiche Besucher waren an der Klosterruine, um sich die Gruppe „Downwind plays Cash“ anzuhören. Bereits kommende Woche Samstag, 2. Juli 2022, geht es im Römermuseum um 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) weiter mit dem „Chronatic Quartet“.

An diesem Tag lädt das Museum zum großen Ambottens Fest ein, zu dessen Abschluss ein Konzert der vier Musiker ansteht – und ein Besuch lohnt sich. Das „Chronatic Quartet“ schafft, was kaum einer Band gelingt: Robbie Williams steigt zu Vivaldi auf die Bühne, Brahms begleitet Freddie Mercury, Mozart geht mit Supertramp auf Tour und Jon Bon Jovi rockt mit Johann Sebastian Bach. Ob Jung oder Alt, Operngänger oder Rocker, Hoch- oder Popkultur: Die vier Musiker bauen dort Brücken, wo üblicherweise Barrieren den Weg versperren. Es gibt keine Grenzen. Sie vereinen Musikstile, die oft nur getrennt stattfinden und sind ein Schmelztiegel für das, was Musik ausmacht: Leidenschaft, Herzblut, Virtuosität, Verspieltheit, Freiheit und all die Dinge, die unaussprechlich, aber spürbar sind.

Das Quartett ist bereits seit mehr als zehn Jahren unterwegs. Bisherige Highlights: der Kulturpreis der Stadt Saarlouis 2016, diverse Veranstaltungen des Saarländischen Rundfunks, ein Auftritt beim Deutschlandfest in Berlin sowie zahlreiche eigene Konzerte im In- und Ausland. Das Programm “Classic Rocks Pop!”, mit dem 2020 erschienenen Album “Patchworks”, widmet sich der Vermischung verschiedenster Genres von Klassik bis Moderne.

Die Kompositionen bestehen aus Fragmenten und Zitaten von Bach, Beethoven, ABBA, Michael Jackson und vielen weiteren bekannten und unbekannteren Protagonisten der Klassik und Popkultur, welche zu in sich geschlossenen Werken wieder zusammengefügt werden und dabei eigene musikalische Ideen des Quartetts mit einfließen. Beim Konzert in Homburg werden Tobias Paulus (Violine), Marco T. Alleata (Bass), Benedikt ter Braak (Piano) und Jan Friedrich (Schlagzeug) auch einige Stücke aus Ihrem neuen Programm „Karneval der Tiere“ präsentieren.

Für das leibliche Wohl wird wie immer gesorgt. Karten für „Kultur im Museum“ gibt es über den Anbieter ticket regional (www.ticket-regional.de/homburg) , bei der Tourist Info am Kreisel in der Talstraße 57a sowie an der Abendkasse. Eintrittskarten gibt es zum Preis von 12 Euro, ermäßigt 9 Euro (Schwerbehinderte, Schüler). Ein Familienticket (2 Erwachsene und 1 Kind) kostet 22 Euro. Weitere Informationen erteilt die Tourist Info unter Tel.: 06841/101-804.   

Vor dem Eingang des Museums v. l. n. r.: Monika Link alias Kammerzofe Henrietta, die Leiterin des Römermuseums Sabine Emser, Museums-Geschäftsführer Philipp Scheidweiler und Dr. Jutta Schwan.

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Homburg – Start des Förderprogramms „Aktion Wasserzeichen“ in Homburg!

Von |2022-06-08T21:45:22+02:00Juni 8th, 2022|

07.06.2022 Quelle: Pressemitteilung Stadt Homburg/ Foto: Jürgen Kruthoff

Ministerin übergab Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Michael Forster

Mit dem Beschluss des Stadtrats vom 2. Juni 2022 und der Übergabe des Zuwendungsbescheides in Höhe von 447.000 Euro durch die Umweltministerin Petra Berg startet die Umsetzung des Förderprogramms „Aktion Wasserzeichen“ in Homburg.

Das Förderprogramm dient der Entlastung der Kanäle und zielt darauf ab, den Wasserhaushalt in der Kreisstadt möglichst naturnah zu gestalten. Dies bedeutet, dass sauberes Regenwasser nicht mehr in den Mischwasserkanal  abgeführt wird, sondern durch die Entsiegelung von Flächen im Boden versickert. In den Genuss des im letzten Jahr aufgelegten Förderprogramms kann jeder Grundstückseigentümer sowie die ansässigen Betriebe in Homburg kommen. „Wir wollen einen möglichst naturnahen Wasserhaushalt in den Kommunen“, betonte Ministerin Berg bei ihrem Besuch am Freitag in Homburg.

Bürgermeister Michael Forster bedankte sich für die großzügige Förderung und betonte: „Wir wissen, welche Bedeutung diese Maßnahmen für den Wasserhaushalt haben und dass sie auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Da wir dieses Programm ohne die Fördermittel des Landes allein nicht tragen könnten, freuen wir uns sehr über diese Hilfe. Nun ist es unsere Aufgabe, unsere Bürgerinnen, Bürger und ansässige Betriebe zum Mitmachen zu motivieren.“

Das Förderprogramm ist auf vier Jahre angelegt und wurde vom Umweltministerium im Rahmen der „Aktion Wasserzeichen“ angestoßen. Bis Ende 2025 können Fördergelder beantragt werden, sofern das jährliche Gesamtfördervolumen bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeschöpft wurde. Das Förderprogramm inklusive Antragsformular kann mit allen Einzelheiten und Anforderungen unter www.homburg.de (Rubrik: Stadtprofil, Familie und Soziales, Förderprogramme) eingesehen werden. Die Maßnahmen dürfen zum Zeitpunkt der Beantragung der Fördermaßnahme noch nicht begonnen sein. Der Förderantrag ist an die Abteilung 680 Stadtentwässerung der Kreisstadt Homburg zu richten.

Im Zuge der Zuschussmaßnahmen können auch  Zwischenspeicherungen durch Retentionszisternen, die zu einer Zeitverzögerung bei der Beaufschlagung der Kanäle mit Niederschlagswasser führen, gefördert werden.

„Im Wesentlichen geht es darum, die hydraulische Belastung der Mischwasserkanäle zu reduzieren und somit die Qualität der Gewässer zu verbessern. Durch diese Maßnahmen wird auch eine Anreicherung des Grundwassers angestrebt sowie eine Verbesserung der Reinigungsleistung der Kläranlage durch eine geringere Zuführung von nicht belastetem Regenwasser“, so der Leiter der Abteilung Stadtentwässerung im Rathaus, Martin Orschekowski.

Förderfähig sind folgende Maßnahmen:

Entsiegelung

Umwandlungen von versiegelten, am öffentlichen Mischwasserkanalnetz angeschlossenen Flächen in versickerungsfähige Flächen.

Versickerung

Das Versickern von nicht schädlich verunreinigtem Niederschlagswasser (z. B. von Terrassen, Dachflächen, PKW-Stellflächen) auf dem eigenen Grundstück z.B. durch Flächenversickerung, Muldenversickerung oder Versickerungs-/ Verdunstungsteich

Regenwasserrückhaltung

Beinhaltet die Zwischenspeicherung von Niederschlagswasser in einem Speicher, z.B. Retentionszisterne, Rigole mit einer gedrosselten Einleitung in den Mischwasserkanal

Getrennte Ableitung

(offen oder geschlossen) in ein Oberflächengewässer

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St. Ingbert – Leibniz-Gymnasium baut erste Klimastation!

Von |2022-06-08T20:59:03+02:00Juni 8th, 2022|

02.06.2022 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Guisi Faragone
 
 
 
 
 
 
 

Leibniz-Gymnasium baut erste Klimastation in St. Ingbert

„Das ist eine tolle AG. Wir mussten ziemlich schwer arbeiten, aber es war total spannend, die Klimastation einzurichten. Jetzt müssen wir nur noch die Daten ablesen“, erzählt ein Schüler aus der eigenen Genossenschaft InnoGrün am Leibniz-Gymnasium St. Ingbert, der die Klimastation auf der Fideliswiese in der St.-Fidelis-Straße in St. Ingbert mit gebaut hat.

Professionelle Klimastation

Die Schüler wissen genau, wie eine professionelle Klimastation gebaut wird. Sie kennen und erklären die Funktionsweise aus dem Effeff: Sie steht auf einer hindernisfreien Fläche, ist 2 Meter hoch und nach Norden ausgerichtet. Eine trägheitsfreie Windfahne mit elektronisch gesteuerter Heizung misst die Windrichtung. Der Windgeber mit Kugeln erfasst die Windgeschwindigkeit in einem Bereich von 0,3 bis 50 m/sec. Bei Besichtigung herrscht leichter Wind von 1,2 m/sec. Das Pyranometer misst die diffuse Strahlung (in kWh/Jahr/m2), die entsteht, weil das Licht durch Wolken und Nebel gestreut auf den Boden trifft. Das beschattete und belüftete Thermometer und der Feuchtigkeitsmesser sind 2 Meter über dem Boden angebracht, damit die Messwerte aussagekräftig sind. Der Erdoberflächentemperaturgeber (5 cm über dem Boden) misst die Temperatur in Bodennähe und ist wichtig für Glatteiswarnungen. Darüber hinaus wird die Bodentemperatur etwa 25 cm unter dem Boden erfasst, um Bodenfrost zu ermitteln. Etwas entfernt steht noch ein Niederschlagsgeber, in dem durch ein Kippwage die Niederschlagsmenge und -intensität erfasst werden. Das Highlight dieses Instruments sei seine hohe Messgenauigkeit und die Heizung, die verhindert, dass das Wasser im Winter einfriert, erklärt eine Schülerin. Bei einer solch professionellen Anlage kommt es auf höchste Präzision und kleinste Faktoren an – das haben die Schüler*innen gelernt. Und natürlich haben sie beim Bau auch Spaten und Schippe in die Hand genommen, um selbst Hand anzulegen. Im Datalogger werden alle Daten erfasst und an die Stadt St. Ingbert, die Pädagogische Hochschule Heidelberg und an den Link https://klima.rgeo.de/stations/de_105_ups_st_ingbert/ übertragen.

UNESCO-Projektschule – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Schule hatte sich im Rahmen des Projekts „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Klimastationsnetzwerks der Deutschen UNESCO-Kommission beworben und ist heute eine von 13 Projektschulen in Deutschland, die eine professionelle Klimastation betreiben. „In unserer Schule lautet das Motto „Vom Wissen zum Handeln“, erklärt Schülersprecher Simon. Wir setzen die Theorien zu nachhaltigem Verhalten in ganze Projekte um, die wir gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrer gestalten.“ So gibt es am „Leibniz“ bereits ein Müllsammelprojekt und alle Plastikflaschen wurden durch Trinkbehälter aus nachhaltigem Material ersetzt. Alle ziehen an einem Strang – „hier stimmt das Schulklima!“, fügt Simon hinzu.

Schuldirektor Erik Brill ist stolz auf seine Mannschaft: „Unsere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer mussten viel leisten, um das auf die Beine zu stellen. Aber ohne Unterstützung von Partnern und Sponsoren wäre das auch nicht möglich gewesen.“ Erdkundelehrerin Svenja Braun und stellvertretender Schulleiter Andreas Bonaventura haben das Projekt maßgeblich betreut. „Vom Finden des geeigneten Standortes und des Betons für das Fundament über den Anschluss an das Stromnetz und den Zaun bis hin zur Versicherung – der Planungsaufwand war enorm. Aber immerhin sind wir im Saarland und in Rheinland-Pfalz die einzige Schule mit einer professionellen Klimastation. Es hat sich also gelohnt“, freut sich Andreas Bonaventura. Ein großer Dank geht auch an den Saarpfalz-Kreis als Schulträger, der das Projekt langfristig unterstützt.

Wichtige Daten für Stadtplanung, Wissenschaft, Klimaschutz und Bürger

Dass die Klimastation wirklich professionell und ein Vorzeigeprojekt ist, sieht man am hochkarätigen Besuch, der zur Einweihung gekommen ist: Sebastian Thul, Staatsekretär für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz: „In puncto Nachhaltigkeit seid ihr eine echte Streberschule“, lobt er die Schülerinnen und Schüler. „Hier passiert nicht nur reine Wissensvermittlung, sondern die Schülerinnen und Schüler werden auf das Leben vorbereitet. Eure Aufgabe ist es jetzt: Macht es besser als die Generationen vor euch.“ Für Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer ist das Leibniz eher eine „Mitmachschule, in der die Schülerinnen und Schüler lernen, Fakten zu erkennen und einzuordnen, um entsprechend zu handeln.“ Die Daten aus der Klimastation werden unter anderem an die Stadt St. Ingbert übertragen und gehen in das Starkregenkataster ein, in dem wichtige Wetterdaten analysiert werden, um künftige Bebauungs- und Freiflächenpläne daraus abzuleiten.

Darüber hinaus gehen die erfassten Messwerte an das Geografische Institut der Pädagogische Hochschule Heidelberg. Hier werden sie von Prof. Dr. Alexander Siegmund analysiert, dessen Lehrstuhl die wissenschaftliche Betreuung der UNESCO-Projektschulen übernommen hat. Vom Klimastationsnetzwerk der Deutschen UNESCO-Kommission in Köln ist die zuständige Referentin, Lilian Benecker angereist. Sie unterstreicht, dass die Mitbestimmung und Partizipation der Schülerinnen und Schüler extrem wichtig seien, damit sie im Projekt, aber auch später im Leben fundierte Entscheidungen treffen können.

„Ein großes Kompliment an alle Mitwirkenden“, lobt Ulli Meyer. „Von euren Ideen und deren Umsetzung profitieren viele Menschen: die Stadt, die Wissenschaft, der Klimaschutz und die Bürgerinnen und Bürger, die die Daten jederzeit unter https://klima.rgeo.de/stations/de_105_ups_st_ingbert/ oder www.st-ingbert.de > Aktuell > Klimastation einsehen können. Sicher ist das nicht das letzte Projekt eurer Schule.“ Eine Vision, die Schulleiter Brill lächelnd bestätigt.

Diese Schülerinnen und Schüler waren und sind an Planung, Bau und Pflege der Klimastation beteiligt:

Klasse 8a

  • Jolanthe Apel
  • Leonie Becker
  • Lene Fischer

Klasse 8b

  • Paul Alt
  • Max Kettenbaum
  • Maximilian Kempf
  • Elejas Köhler
  • Jakob Toussaint

Klasse 10b

  • Leopold Remmlinger
  • Lene Wilhelm
  • Maja Löcher
Die Schülerinnen und Schüler präsentieren mit Erkundelehrerin Svenja Braun den Gästen die neue Klimastation auf der Fideliswiese

St. Ingbert – Fünf Sagenwege, ein Klangspiel, Bienen und eine Obstwiese!

Von |2022-06-01T15:16:17+02:00Juni 1st, 2022|

31.05.2022 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Guisi Faragone
 
 
 
 
 
 
 

Fünf Sagenwege, ein Klangspiel, Bienen und eine Obstwiese

Die Abteilung Tourismus der Stadt St. Ingbert hat sich in der Coronazeit viele Gedanken gemacht, wie Familien die Gegend rund um die Mittelstadt nutzen können. „Wandern war zu der Zeit eine gute Beschäftigung: frische Luft, Bewegung – Eltern finden das eine gute Idee. Aber leider hört man bei den Kindern oft ein ‚Oh, nein, schon wieder wandern!‘ Also haben wir das Wandern spannend gemacht,“ erzählt Iris Stodden, Mitarbeiterin der Abteilung Tourismus.

Mit St. Ingbert sind eine Vielzahl an Sagen und Geschichten verbunden, jede für sich sehr interessant, viele davon geraten allerdings in Vergessenheit. So haben Iris Stodden und ihre Kolleginnen gemeinsam mit Konrad Weißgerber, dem Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins St. Ingbert e.V., fünf Geschichten zusammengestellt und dazu Wanderwege rund um St. Ingbert geplant. Beim Wandern auf diesen Sagenwegen erfährt man die Geschichte oder Sage, kann Rätsel lösen und Punkte sammeln. Allerdings gibt es keine Schilder – die gesamte Wegstrecke verfolgt man über die App „Actionbound“ (weitere Infos unter https://urlaub-st-ingbert.de/st-ingberter-sagenwege/). „Hier kommen Natur und Fantasie mit Technik zusammen“, lobt Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer das Konzept. „Damit wurde ein tolles Angebot für junge Menschen geschaffen – das allerdings auch mir sehr viel Spaß macht“, fügt er lachend hinzu.

Und das sind die fünf St. Ingberter Sagenwege:

Der ‚Riese Kreuzmann‘ am Stiefel in Sengscheid
Der ‚Mori-Taten-Weg‘ an der Gehnbach, St. Ingbert-Mitte
Der ‚Zauberkristall‘ in Oberwürzbach
Der ‚Fröschenpfuhl‘ in Hassel
Der ‚Gebrannte‘ bei Rohrbach

Die offizielle Einweihung , der nun kompletten Sagenwege, wurde an der Streuobstwiese des Obst- und Gartenbauvereins Oberwürzbach e.V. am Farrenberg gefeiert. Hier verläuft der „Zauberkristall“-Weg. Zwischen Obstbäumen, Erdbienenhotels, Bienenstöcken und einer Esel- und Pferdewiese ist dies einer der stillsten und am meisten entspannenden Orte St. Ingberts. „Die Wiese muss täglich gepflegt werden. Wir beobachten den Pflanzen- und Baumwuchs, mähen das Gras, ernten Obst, usw. Es gibt immer etwas zu tun“, erzählt Margit Frenzel-Klemsch, 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins. Und einen Rätselpunkt für den Sagenweg gibt es auch. Die traumhafte Atmosphäre wird verstärkt durch das von Musiklehrer Herrmann Müller gebaute Klangspiel, das gleichzeitig eingeweiht wird. Unter seiner und der Leitung von Musiklehrerin Friederike Tosolini geben zehn Schülerinnen und Schüler der Musikschule ein kleines Konzert mitten in der Natur.

Die Kosten für die fünf Sagenwege trägt die Stadt, allerdings waren so viele engagierte und fleißige Hände beteiligt, ohne die die Idee und Gestaltung gar nicht möglich gewesen wären. Im Einzelnen sind dies:

  • Abteilung Tourismus (Organisation)
  • Städtischer Bauhof (Ausstattung der Sagenwege)
  • Stadtgärtnerei (Säubern und Herrichten der Wege)
  • Frau Schmiedel (Recycling-Art, Herstellung von Figuren)
  • Herrmann Müller (Erbauer des Klangspiels auf dem Farrenberg)
  • Maurice Eickhoff (Holzkünstler)
  • Heimat-und Verkehrsverein & Gehnbachfreunde e.V. (Recherche und Bereitstellung von Geschichten, Stiftung einer Figur durch die Gehnbachfreunde)
  • Wolfgang Blatt (Vorleser der Geschichte von Matz und Greth)
  • Thomas Nothof (Band „Rebelsouls“, Genehmigung zur Nutzung des Songs von Matz und Greth)
  • Bodo Marschall (Buchautor „Der Zauberkristall“)
  • Obst- und Gartenbauverein Oberwürzbach (Bereitstellung Stellplatz Klangspiel und die Schaffung einer genialen Picknick-Möglichkeit für die ganze Familie!)
  • SaarForst Landesbetrieb: (Revierleiter Benedikt Krächan und Michael Weber mit wohlwollender Zustimmung zur Einrichtung der Wege!)

„Auf den Sagenwegen wird Geschichte lebendig erzählt, in der Natur kann man jeden Tag etwas Neues entdecken und durch die App haben wir ein modernes Medium mit Hintergrundinformationen und jeder Menge Spiel und Spaß“, fasst der Oberbürgermeister begeistert zusammen. Gemeinsam mit den Ortsvorstehern Lydia Schaar, Irene Kaiser und Dieter Schörkl pflanzt er einen weiteren Baum an der sagenumwobenen Wiese: einen Herbstapfel.

Homburg – Musiksommer startet am Wochenende mit der Reihe „Querbeat“!

Von |2022-06-01T15:07:42+02:00Juni 1st, 2022|

30.05.2022 Quelle: Pressemitteilung Stadt Neunkirchen/ Fotos : South West Oldtime Stars = Rocco Dürlich, Sudden Inspiration =Dennis Link

Musiksommer am Wochenende

Am Freitag startet die Reihe „Querbeat“

Nach dem Start des Jazz-Frühschoppens und einer kurzen Maifest-Pause geht es am kommenden Wochenende mit dem Homburger Musiksommer weiter. Am Freitag, 3. Juni 2022, findet ab 19 Uhr erstmals auch die Veranstaltung „Querbeat“ statt. Der Jazz-Frühschoppen beginnt am Samstag um 11 Uhr.

Beste Coverband der Region nannte der Radiosender „die neue welle” die aufstrebende Gruppe „Sudden Inspiration“ aus dem Raum Karlsruhe. Die Gewinner des Contests „Goldene Gitarre 2017” können nunmehr auf stolze elf Jahre Live-Erfahrung zurückblicken, in denen sie mehr als 100 Auftritte absolviert haben. Die acht energiegeladenen Musiker spielen nicht nur zeitlose „Evergreens” sondern auch brandaktuelle Rock- und Popcharts. Die musikalische Umsetzung, mit ausgefeilten Bläsersätzen, dreistimmigen Gesangsmelodien und virtuosen Soli machen sie zu einer einzigartigen Coverband. Davon können sich die Marktplatz-Besucher/innen am Freitagabend bei „Querbeat“ selbst überzeugen.

Zum Jazz-Frühschoppen am Samstagvormittag zelebrieren die acht Musiker der „South West Oldtime Stars“ den klassischen New-Orleans-Jazz. Die Band hat sich in besonderer Weise den zwischen 1925 und 1928 aufgenommenen Klassikern der Hot Five- und Hot Seven-Ära Louis Armstrongs verschrieben – wie etwa West End Blues, King of the Zulus, Cornet Chop Suey, Struttin’ with some barbecue oder Mahagony Hall Stomp. Auf höchstem musikalischem Niveau hauchen die All Stars diesen Stücken neues Leben ein.

Wie in der Vergangenheit, werden auch diesmal verkehrliche Anpassungen anlässlich des Musiksommers fällig. So bleibt der Historische Marktplatz nach Beendigung des Freitag-Wochenmarkts als Parkfläche gesperrt. Für die Reihe Querbeat (freitags) kann es aufgrund erhöhten Besucheraufkommens im Bereich des Marktplatzes zu Straßensperrungen ab der Einmündung St. Michael-Straße kommen, für samstags sind keine Sperrungen vorgesehen.

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St. Ingbert – Grundschulkinder lernen mit allen Sinnen!

Von |2022-06-01T14:58:07+02:00Juni 1st, 2022|

31.05.2022 Quelle: Pressemitterilung Stadt St. Ingbert/ Foto: Maria Müller-Lang
 
 
 
 
 
 
 

Grundschulkinder lernen mit allen Sinnen

Die St. Ingberter Südschule initiiert verschiedene Projekte, in denen den Grundschüler neben dem Erwerb des Wissens laut Lehrplan mit allen Sinnen und durch praktische Arbeit für das Leben lernen.

Drei größere Projekte verfolgt das Kollegium der Südschule unter der Leitung von Nadine Klimbingat derzeit: das Ackerbauprojekt, die MUS-E®-Schule und das KiTec-Programm.

Gemüse pflanzen, pflegen und ernten

Das Ackerbauprojekt leitet Grundschullehrerin Anna-Lena Schaan mit der Unterstützung der „GemüseAckerdemie“, einer Initiative des Acker e.V., der Bildungsprogramme und praxisorientiertes Arbeiten für Kinder und Jugendliche anbietet. Die Kinder und Frau Schaan legten unter Anleitung der Acker-Coachin Nora Jankowski einen eigenen Schulacker an. „Die Voraussetzungen bei uns sind prima“, lobt Anna-Lena Schaan. Direkt gegenüber der Schule gibt es einen Nutzgarten, in dem bereits zwei Bienenstöcke stehen (die im Rahmen der Bienen-AG von einem Imker betreut und von den Kindern gepflegt und beobachtet werden). Hier treffen sich die Kinder nach der Pause. Jedes bekommt ein von der Elternschaft finanziertes Gartengerät. Und dann gilt es, Schösslinge von Kohlrabi, Salat, Mangold, Pastinake und Zuckererbsen vorsichtig in die Erde zu bringen. „Ich mache das auch manchmal zuhause und Radieschen mag ich am liebsten“, erzählt Lenni und konzentriert sich gleich wieder darauf, nicht auf die Furchen zu treten und das bereits eingebuddelte Pflänzchen zu gießen. „Wir werden jede Woche Unkraut jäten, später ernten und unsere Ausbeute in der Schulküche verarbeiten oder gleich essen“, erklärt die Lehrerin. So lernen die Kinder den Wert von Lebensmitteln und den Genuss aus eigener Erfahrung kennen.

Obstbaumspende einer Anwohnerin

Fauna und Flora spielen in der Grundschule überhaupt eine große Rolle. Neben den Bienen im Nutzgarten laufen einige junge Hühner um den Hof herum. Diese werden derzeit vom Hausmeister gepflegt, und die Kinder lieben sie. Und außer dem Gemüsegarten gibt es auch eine angrenzende Obstbaumwiese. Einer Anwohnerin ist diese Wiese so wichtig, dass sie der Schule bereits sechs Obstbäume dafür gespendet hat. „Die Kinder sollen sehen, wie die Bäume wachsen, das Obst selbst ernten und genießen“, betont die Spenderin, die anonym bleiben möchte.

Wie funktioniert Technik?

Das KiTec-Projekt (Kinder entdecken Technik) ist eine Bildungspartnerschaft zwischen der Schule und der SHS – Stahl-Holding-Saar. Es soll Grundschulkinder dabei unterstützen, ihren Wissensdurst für die Welt der Technik zu wecken und ihre Kreativität praktisch zu fördern. Die teilnehmenden Lehrer, Anna-Lena Schaan und Sven Krajewski, werden an der Wissensfabrik mit den Grundlagen und den Materialien geschult. Die SHS finanziert das Material (altersgerechtes Werkzeug sowie Materialkisten) und unterstützt die Lehrer durch Fachwissen. Im Werkraum stehen Schraubstock, Hammer, Nägel, Säge, Bohrer, Kleber, Holz usw. bereit und schon legen die Kinder los. Am Tag der Vertragsunterzeichnung zwischen den Bildungspartnern lautet die Herausforderung, ein Rad so an einem Holzfahrzeug zu befestigen, dass es sich dreht – keine leichte Aufgabe. „Ich habe erst mal ein Schwert gemacht“, erzählt Yazan und spannt ein Stück Holz in den Schraubstock. Und Charlotte baut einen Nistkasten: „Da muss ein Loch rein, damit die Vögel reinfliegen können. Das bohre ich mit dem Bohrer.“ Die Schulrätin des Saarpfalz-Kreises, Heike Schmidt-Petersohn, ist voll des Lobes: „Das Motto „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ wird hier praktisch gelebt. Es ist schön zu sehen, wie Kinder lernen, wenn man sie lässt – unabhängig von den Lernvoraussetzungen.“ Der Geschäftsführer der SHS- Stahl-Holding Saar, Jörg Disteldorf, selbst Vater von Grundschulkindern, hilft einem Jungen, den gelockerten Schraubstock wieder am Tisch zu befestigen. „Wir wollen Kinder in jungen Jahren an die MINT-Fächer heranführen. Zum einen lernen die Kids fürs Leben. Zum anderen möchten wir sie für die technischen Fächer begeistern und die Fachkräfte der Zukunft für unser Unternehmen und für die Gesellschaft fördern.“ Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer bekräftigt: „Handwerkliche Berufe sind wichtig. Hier können die Kinder sich einfach ausprobieren und mit den Händen arbeiten. Mein herzlicher Dank geht an das hoch motivierte Personal der Südschule und an die Stahl-Holding-Saar.“

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Manuelas Modelounge gewinnt den Wettbewerb zum 2. Mal

Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr fand auch 2022 wieder der Homburger Wettbewerb „Frühling im Schaufenster“ statt. Viele Homburger Geschäfte dekorierten für diese Aktion frühlingshaft und wetteiferten um den Titel „Schönstes Schaufenster in Homburg“.

Wie im vergangenen Jahr setzte sich auch 2022 „Manuelas Modelounge“ in der Saarbrücker Straße mit drei Stimmen Vorsprung durch und bekam von Dagmar Pfeiffer, Amtsleiterin im Rathaus für die Bereiche Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, sowie vom Stadtmarketing-Beauftragten Axel Ulmcke erneut den Wanderpokal, der frisch bedruckt mit dem Siegerstempel 2022 zurück ins Schaufenster gestellt wurde. „Ich lege sehr viel Wert auf individuelle Beratung und auch das Schaufenster wird alle zwei Wochen neu gestaltet. Es ist schließlich das Aushängeschild“, freute sich Manuela Brengel, die Inhaberin des Geschäfts, über die erneut große Zustimmung ihrer Kundschaft.

In der Zeit vom 21.März bis 22. April 2022 hatten alle Besucherinnen und Besucher von Homburg und den Vororten die Möglichkeit, mit einem Foto ihres Favoriten-Schaufensters abzustimmen und selbst attraktive Preise zu gewinnen. Hinter Manuelas Modelounge landete mit nur drei Stimmen weniger die Bäckerei Lenert in der Kirrberger Straße, auf Platz 3 folgte Lederwaren Scheu. Auch zehn Teilnehmer/innen der Abstimmung durften sich über attraktive Preise, wie Homburger Geschenkgutscheine und Präsentkörbe, freuen. Hier belegte Karin Gottfreund-Müller den ersten Platz, sie bekam bei einem Termin in Manuelas Modelounge einen Homburger Präsentkorb im Wert von 100 Euro überreicht. Alle weiteren Gewinner/innen wurden bereits informiert.

Das Engagement und die Kreativität von Manuela Brengel zahlen sich nun schon zum zweiten Mal aus. Seit mehr als fünf Jahren berät sie mit ihrem Team die Kundinnen mit viel Begeisterung in ihrer Modelounge in der Homburger Altstadt. Aus ihrer Liebe zu Italien entstand die Idee, italienische Mode für Frauen in den Größen 34 bis 52 anzubieten. Nach dem Motto „Mode zum Wohlfühlen“ finden sich bei ihr typgerechte Mode und Accessoires zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Frau Brengel und ihr Team legen besonders viel Wert auf individuelle Beratung. Aus diesem Grund tätigt die Inhaberin alle 14 Tage die Modeeinkäufe persönlich, um dabei auch ganz gezielt auf die Wünsche ihrer Kundinnen eingehen zu können. Auch italienische Baby- und Kinderkleidung bis zum 12. Lebensjahr sind im Sortiment. Für die Zukunft ist eine Erweiterung des Angebots um italienische Herrenbekleidung geplant. Die Modelounge in der Saarbrücker Straße ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

„Wir gratulieren Frau Brengel ganz herzlich zum neuerlichen Titelgewinn und freuen uns, dass wir zahlreiche Geschäfte dazu anregen konnten, ihre Schaufenster frühlingshaft und dekorativ zu schmücken, und somit zu einem attraktiven Stadtbild beizutragen“, so Dagmar Pfeiffer, Amtsleiterin für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing.

2023 soll die Aktion „Frühling im Schaufenster“ in eine neue Runde gehen. Die Veranstalter hoffen auch dann wieder auf besonders kreative Auslagebereiche in den Geschäften.

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Homburg – Mut zum Abenteuer Papa sein: Mehr Väter in Elternzeit !

Von |2022-05-27T22:39:03+02:00Mai 27th, 2022|

24.05.2022 Quelle: Pressemitteilung Stadt Neunkirchen/ Foto: Carina Heller

Mut zum Abenteuer Papa sein: Mehr Väter in Elternzeit

Anlässlich des Vatertags wirbt die Gleichstellungsbeauftragte der Kreisstadt Neunkirchen Annette Pirrong dafür, dass mehr Väter in Elternzeit gehen. Die Kampagne der LAG Saarland „Neue Väter“ wird nun mit Citycards fortgesetzt. Die Citycards sollen Denkanstöße geben, die das Thema Elternzeit in die Öffentlichkeit bringen. Sie sind im Rathaus an der Information, bei der VHS sowie in vielen Gastronomiebetrieben in Neunkirchen erhältlich.

„Da die Stadtverwaltung Neunkirchen mit dem Label ‚Familiengerechte Kommune’ wirbt, ist es uns auch ein Anliegen, dass sich Paare für Kinder entscheiden. Die Erziehung sollte auf den Schultern beider Elternteile getragen werden. Ich selbst habe gemeinsam mit meiner Frau, die im Schichtdienst arbeitet, drei Kinder großgezogen. Das ging nur arbeitsteilig und weil ich im öffentlichen Dienst auch das nötige Verständnis meiner Vorgesetzten hatte. Ich habe Windeln gewechselt, gekocht oder auch Fahrdienste übernommen. Elternzeit gab es damals aber leider noch nicht, doch letztlich hat uns dieses ‚Family Jobsharing‘ als Familie noch enger zusammengeschweißt“, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann.

„Immer mehr junge Männer möchten die Entwicklung ihres Kindes aktiv erleben und sich in die Sorgearbeit einbringen“, so die Gleichstellungsbeauftragte Pirrong. Dies bestätigt der Väterreport 2018 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, demzufolge sich 48 Prozent der Väter wünschen, dass beide Partner etwa gleich lang arbeiten. 58 Prozent der Väter möchten mindestens die Hälfte der Kinderbetreuung übernehmen und 79 Prozent der Väter wünschen sich mehr Zeit mit der Familie.

„Väter, die Elternzeit nehmen, haben nun die Chance das zu tun, was Generationen an Vätern vor Ihnen größtenteils verpassten: ihr Kind beim Aufwachsen sehen und bei der Erziehung aktiv dabei sein. Gerade in den ersten Lebensjahren sind die Veränderungen und Entwicklungen rasant. Dank der Elternzeit können sie den ersten Schritt und das erste Wort des Kindes live miterleben, statt nur über Erzählungen von diesen Entwicklungsschritten zu hören. Gerade in der frühkindlichen Phase baut ein Kind enge Bindungen auf und daher ist es wichtig, dass schon früh die Beziehung zwischen Vater und Kind gefestigt werden kann“, erklärt Pirrong.

Leider erleben viele Väter aber noch negative Reaktionen seitens der oder des Vorgesetzten oder im Kollegium, wenn sie sich die Sorgearbeit mit der Partnerin teilen möchten. Partnerschaftliche Teilung der Sorgearbeit ist für die ganze Familie ein Gewinn und sie führt zu mehr Gleichberechtigung. Gleichwohl erlangen viele Väter durch die positiven Erfahrungen der Kinderbetreuung mehr Zufriedenheit. Glückliche Mitarbeiter gehen gern zur Arbeit, sind also motiviert und engagiert, belastbarer und leistungsfähiger, identifizieren sich mit ihrem Job und dem Arbeitgeber, bringen sich mit neuen Ideen ein und erhöhen damit die Innovationskraft des Unternehmens. In Zeiten des Fachkräftemangels sind Arbeitgeber, die Elternzeit ermöglichen, deutlich im Vorteil.

Auch für die Mütter hat die väterliche Elternzeit viele Vorteile: Sie können früher wieder in den Beruf einsteigen und somit selbst für Ihre Rente vorsorgen und dadurch Altersarmut vorbeugen. Durch den kürzeren Ausfall haben Frauen die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln und verpassen nicht den beruflichen Anschluss.

Bei der Planung der Elternzeit spielt natürlich der finanzielle Aspekt auch eine wichtige Rolle. Oftmals ist der Vater der Hauptverdiener. Wenn Papa zu Hause bleibt, kann sich die Familie viele Dinge nicht mehr leisten. Damit bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf für beide Elternteile keine finanziellen Nachteile entstehen, gibt es z.B. das Elterngeld.Plus. Informationen hierzu stehen unter www.Elterngeld.net, www.Vaterfreuden.de, www.bmfsfj.de zur Verfügung.

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Homburg – Kampagne „Papa kümmert sich ums Geschäft“!

Von |2022-05-27T22:33:35+02:00Mai 27th, 2022|

14.09.2021 Quelle: Pressemitteilung Stadt Homburg

Kampagne “Papa kümmert sich ums Geschäft“ geht in eine weitere Runde

Frauenbeauftragte der Stadt stellt Postkarten pünktlich zum Vatertag zur Verfügung

Anfang März startete eine saarlandweite Aktion mit verschiedenen Plakatmotiven zum Thema „Neue Väter“ und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten (LAG). Die Motive wurden von Studierenden des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) der Universität Greifswald erarbeitet und künstlerisch gestaltet und dann in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Universitäts- und Hansestadt Greifswald in einer Ausstellung gezeigt. Einige ausgewählte Motive wurden der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbeauftragter freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die städtische Frauenbeauftragte Anke Michalsky hat gemeinsam mit der Frauenbeauftragten des Saarpfalz-Kreises das Motiv „Papa kümmert sich ums Geschäft“ ausgewählt, um für die Väter-Elternzeit und für eine gleichberechtigte Aufteilung der Kindererziehung zu werben. In einem ersten Schritt wurden im Rahmen der Kampagne und in Kooperation mit Busunternehmen aus dem Kreis die Heckscheiben zweier Busse mit Kampagnen-Fotos beklebt. Seit neuestem gibt es zudem Postkarten mit den Motiven, die für die väterliche Elternzeit werben. Diese liegen in mehreren Gastronomie-Betrieben im Stadtgebiet sowie am UKS aus. Auch im Rathaus können sie kostenlos mitgenommen werden.

Anke Michalsky freut sich, dass die Kampagne mit den Postkarten pünktlich zum Vatertag starten kann: „Obwohl es zahlreiche Gründe und positive Aspekte für die Elternzeit von Vätern gibt, wird diese immer noch selten beantragt. Es ist unsere Aufgabe, diese Möglichkeit bekannter zu machen und Familien zu ermutigen, sie in Anspruch zu nehmen. In den meisten Fällen führen finanzielle Aspekte aufgrund der Einkommensunterschiede zu der Entscheidung, dass die Mutter zuhause bleibt und der Vater weiter arbeiten geht. Partnerschaftliche Aufgabenverteilungen entlasten Mütter, verbessern aber auch das gegenseitige Verständnis und können letztlich ein Mehrwert für alle Familienmitglieder sein, wenn die ersten Wochen und Monate gemeinsam erlebt werden.“

Die Kreisstadt Homburg ist seit 2007 mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet. In der Stadtverwaltung haben sich im Zeitraum von 2017 bis 2022 17 Mitarbeiter eine Auszeit, meist direkt nach der Geburt des Kindes, genommen. Im deutschlandweiten Vergleich aus 2020 ist das Saarland laut Statistischem Bundesamt Schlusslicht: Nur 19,1 % der Väter nehmen Elternzeit, während Sachsen und Bayern mit 30 % deutlich vorne liegen.

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