News aus Industrie & Handel für das Saarland – REGIO.news bietet lokale Nachrichten aus dem Saarland

90 Millionen Euro Förderung für saarländische Landwirtschaft und den ländlichen Raum

Von |2021-04-07T14:59:05+02:00April 7th, 2021|

Nach Erfolg bei Agrarministerkonferenz – Umweltminister Jost informiert im ELER-Begleitausschuss über mögliche Förderschwerpunkte

Das Saarland erhält für die Förderperiode 2023 bis 2027 rund 90 Millionen Euro zur Förderung für Landwirtschaft und den ländlichen Raum. Das ist mehr als das Doppelte der bisherigen Jahrestranche.

Umweltminister Reinhold Jost stellt im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des ELER-Begleitausschusses nun die Förderschwerpunkte vor. „Wir befinden uns zum ersten Mal mit den anderen Bundesländern auf Augenhöhe und können auch Projekte fördern, die vorher nicht unterstützt werden konnten“, so Jost. „Damit können wir unsere Heimat noch zukunftssicherer gestalten.“ Insgesamt benannte der Minister sechs mögliche Schwerpunkte für die kommende Förderperiode.

  • Die Ausgleichzulage, die saarländische Landwirte aufgrund ihres benachteiligten Standortes erhalten, sollen weiterhin gezahlt werden.
  • Der Ökolandbau soll weiter ausgebaut werden. „Mit rund 20 Prozent sind wir im Saarland schon jetzt im Bundesvergleich Spitzenreiter. Darauf ruhen wir uns aber nicht aus und wollen deshalb bis 2025 den Anteil an ökologischer Landwirtschaft auf 25 Prozent steigern. Die Mittel dafür stehen uns jetzt sicher zur Verfügung“
  • Die Absicherung des wertvollen Dauergrünlandes ist ein wichtiges Thema. „Die im Saarland bereits mit einem hohen Anteil vertretenen artenreichen Grünlandflächen sollen weiter mit angemessenen Fördersätzen erhalten werden. Landnutzung und Naturschutz ergänzen sich und sind keine gegenseitigen Ausschlusskriterien“, so Jost.
  • Die Agrarinvestitionsförderung soll beibehalten und gegebenenfalls ausgebaut werden. Der Fokus liegt dabei beispielsweise auf mehr Tierwohl durch bessere Ställe, die Direktvermarktung regionaler Produkte sowie die Digitalisierung in der Landwirtschaft sollen besser nutzbar gemacht werden.
  • Die LEADER-Regionen sollen als weiterer Erfolgsmotor der ländlichen Entwicklung im Saarland fortgeführt werden. „Wir haben die Möglichkeit den vier LEADER-Regionen nicht nur mehr Mittel für die Regionalbudgets zur Verfügung zu stellen, sondern auch eine zusätzliche fünfte Region zu etablieren.
  • Die klassische Dorferneuerung spielt für das Land weiterhin eine tragende Rolle und soll aufgestockt werde. Die Förderung von Dorfentwicklungsprojekten, wie zum Beispiel der Neugestaltung oder Sanierung von dörflicher Infrastruktur, kann mit den Mitteln in der neuen Förderperiode erheblich gesteigert werden. „Wir wollen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln neue Wege gehen, die bisher nicht möglich waren, um unsere Dörfer attraktiv und zukunftssicher zu machen“, so Jost.

Die möglichen Schwerpunkte sind ein erster Aufschlag im ELER-Begleitausschuss und werden im Laufe des Jahres weiter und genauer abgestimmt.

Hintergrund:

Der Begleitausschuss zum Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 – kurz ELER-Begleitausschuss oder ELER-BGA – soll in Partnerschaft aller Akteure im ländlichen Raum die leistungsfähige und wirksame Umsetzung des Programms unterstützen. Er besteht aus Vertretern verschiedener für den ländlichen Raum relevanter Organisationen, Verbände, Interessensgruppen und Behörden.

Viele Gruppierungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Weinbau- und Gartenbau, Umweltschutz, Kommunen, Soziales ebenso wie aus der Markt- und Ernährungswirtschaft sowie der Regionalentwicklung (Wirtschafts- und Sozialpartner) wurden zur Mitwirkung eingeladen. Im Vorfeld der ersten Partnerbeteiligung (Dezember 2012) zum Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020) wurden die Kontaktdaten aller Wirtschafts- und Sozialpartner aktualisiert und um eine Reihe neuer Institutionen erweitert.

REGIO.news - Förderungen Landwirtschaft

Zusätzliche Millionen für Dörfer und Ökolandbau im Saarland!

Von |2021-03-31T13:31:22+02:00März 27th, 2021|

Pressemitteilung Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Agrarminister einigen sich auf neuen Verteilungsschlüssel für die Fördermittel der EU

Konkret erhält das Saarland für die Förderperiode 2023 bis 2027 pro Jahr rund 8,6 Millionen Euro aus dem EU-Fördertopf für Landwirtschaft und ländlichen Raum (ELER). Das ist mehr als das Doppelte der bisherigen Jahrestranche.

„Für das Saarland ist dieses Verhandlungsergebnis eine historische Chance. Für die Weiterentwicklung des ländlichen Raums wird uns in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen“, so  der saarländische Umweltminister Reinhold Jost nach dem Ende der Agrarministerkonferenz in Berlin. „Dieser Beschluss der Agrarministerkonferenz war kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis langwieriger, harter Verhandlungen.“ Landwirtschaftsminister Reinhold Jost.

Der künftige ELER-Verteilungsschlüssel war einer der heftigsten Streitpunkte.

Viele westdeutsche Bundesländer, insbesondere das Saarland, waren seit dem Beginn der ELER-Förderung deutlich schlechter gestellt als die ostdeutschen Bundesländer, die durch Sonderzuweisungen für den Aufbau Ost begünstigt waren. „Diesen Rückstand aufzuholen und dennoch massive Brüche im Osten zu vermeiden, ist uns jetzt allen gemeinsam gelungen. Wir können endlich einen Wettlauf mit den anderen Bundesländern auf Augenhöhe führen“, so Jost.

Mit den zusätzlichen Millionen wird es dem Saarland möglich, in den kommenden Jahren den angestrebten Ausbau des Ökolandbaus zu fördern. Zudem kann weiter in die dörfliche Infrastruktur und die flächendeckende Regionalentwicklung der LEADER-Regionen investiert werden. Minister Jost: „Wir werden das Erfolgsmodell der LEADER-Regionen im Saarland fortführen und haben die Möglichkeit, eine weitere, fünfte LEADER-Region zu etablieren. Wir werden auch noch mehr naturschutzfachlich wertvolles Grünland mit angemessenen Fördersätzen erhalten im Sinne einer Vereinbarkeit von Landnutzung und Naturschutz.“

Geschlossener Kompromiss

Der jetzt beschlossene Kompromiss ist auch in anderer Hinsicht ein Erfolg für das Saarland: Die Forderung, den neuen Verteilungsschlüssel nach objektiven Kriterien zusammenzusetzen, stammt aus dem Saarland und wurde unter saarländischem Vorsitz 2020 von der Agrarministerkonferenz bereits so übernommen. Der künftige Verteilungsschlüssel berücksichtigt statistische Kriterien wie landwirtschaftliche Fläche, Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe, Tierbestand, Waldanteil, FFH-Fläche, Nachteile Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl) und gewichtet diese entsprechend der tatsächlichen Mittelverwendung.

REGIO.news - Reinhold Jost

“Zukunftscampus Wasserstoff” gestartet!

Von |2021-04-09T13:45:56+02:00März 20th, 2021|

16.03.2021 Quelle/Foto: Pressemitteilung Landkreis Saarlouis
 
 

Startschuss für das Projekt ,,Zukunftscampus Waserstoff‘‘

Jürgen Pohl (Geschäftsführer der WFUS), Armin Gehl (Geschäftsführer des Verbandes autoregion e.V.), Landrat Patrik Lauer, Dr. Frank Thomé (IHK-Hauptgeschäftsführer) und Ralf Cavelius (2. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen) im Podium Der Landkreis Saarlouis, die Wirtschaftsförderung Untere Saar, die IHK Saarland, die Transformationswerkstatt Saar der IG Metall und der Verband autoregion e.V. haben sich für ein engagiertes Projekt zusammengeschlossen: dem „Zukunftscampus Wasserstoff“. In einer Konferenz haben die Partner am 16. März 2021 der Presse das engagierte Projekt coronakonform vorgestellt.

Nachhaltige Wasserstoffstrategie für das Saarland

„Unser Vorschlag soll als ein Baustein für eine nachhaltige Wasserstoffstrategie des Saarlandes verstanden werden. Ein Zukunftscampus Wasserstoff kann uns in eine nachhaltige Zukunft führen, mit guten Ausbildungs- und Berufschancen für unsere Kinder und einer echten Chance für die Region“, erklärt Landrat Patrik Lauer die Motivation.

Das Saarland und insbesondere der Landkreis Saarlouis ist wie kaum eine andere Region in Deutschland von industrieller Produktion geprägt. Leistungsstarke Unternehmen vornehmlich im Automotive- und Stahlbereich sowie im produzierenden Gewerbe sichern Tausende Arbeitsplätze. Der derzeitige Strukturwandel, neue Technologien und Wettbewerber sowie die Verschärfung der Klimaschutzziele auf europäischer und nationaler Ebene setzen diese Kernsektoren der Industrie jedoch unter massiven Anpassungsdruck.
Dieser Entwicklung soll eine nachhaltige und durchdachte Strategie für Industrie und Fahrzeugtechnik entgegengesetzt werden. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé: „Unsere gemeinsame Vision ist es, das Saarland im Spitzenfeld der Wasserstoffregionen in Deutschland zu positionieren. Nur wenn es gelingt, Wasserstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette umfassend zu nutzen, wird der damit einhergehende Strukturwandel auch bei uns im Saarland erfolgreich sein. Der Zukunftscampus Wasserstoff verzahnt Forschung, Ausbildung und Lehre so wie Produktion miteinander und ergänzt als Innovationsschmiede zum Technologietransfer die bestehenden Einrichtungen und Initiativen.“

Wie kann die Mobilität der Zukunft aussehen? Das Saarland ist Autoland und Wasserstoff kann als Treibstoff für Fahrzeuge dienen. Mit der angekündigten Ansiedlung von SVOLT ist der Einstieg in die E-Mobilität bereits gelungen. Der Zukunftscampus eröffnet die Chance auf die Ansiedlung von weiteren neuen Unternehmen, Start-Ups und weiteren Forschungseinrichtungen. Armin Gehl, der Geschäftsführer des Verbandes autoregion e.V., appelliert: „Die Vision des Saarlandes muss heißen: Automobilzulieferland, Produktion und Forschung für die Zukunft! Die Strategie des Saarlandes, um diesen Weg zu gehen, wird nun gerade vorbereitet und der Kreis Saarlouis ist Wegbereiter mit der Idee: Starker Landkreis, starkes Saarland, Perspektiven für einen erfolgreichen Strukturwandel!“ Als Ideenschmiede rund um den Wasserstoff soll der Zukunftscampus für eine positive Strahlkraft weit über das Saarland hinaus sorgen. In Zahlreiche namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft haben dem Projekt bereits ihre Unterstützung zugesagt.
Der Zukunftscampus hat zum Ziel, langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Saar-Industrie zu stärken, indem Forschung, Lehre und Produktion rund um innovative Wasserstofftechnologien an einem Standort gebündelt werden. „Ein Zukunftscampus in unmittelbarer Nähe zu den Werkstoren der Unternehmen ist der ideale Ort für die Entwicklung der Produkte von morgen. Gleichzeitig kann dieser Campus ein Ort zur Qualifizierung der Beschäftigten werden und neue Perspektiven eröffnen“, erklärt Ralf Cavelius, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen.

Ein neuer Bottom-Up-Ansatz stellt dabei diejenigen in den Mittelpunkt, die es betrifft. Alle für die Transformation relevanten Akteure (Professoren, Institutsleiter, Arbeitnehmervertreter sowie die Industrie selbst) treten zusammen und legen gemeinsam fest, wo die Forschungs- und Lehrschwerpunkte des Zukunftscamps liegen sollen. WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl beschreibt die Chancen des Projekts für den saarländischen Arbeitsmarkt: „Der Zukunftscampus Wasserstoff kann als „Ausbildungs-Hub“ neue Berufsbilder, die sich in Zukunft im Bereich der Wasserstofftechnologie entwickeln werden, nutzen und für die Wirtschaft exzellent ausgebildete Fachkräfte von morgen ausbilden. Damit wird auch unser duales Ausbildungssystem gestärkt. So können junge, bestens ausgebildete Menschen, in der Region gehalten werden.“

REGIO.news - Landkreis Saarlouis Zukunftscampus

Schnelltestzentrum des Landkreis Saarlouis eröffnet!

Von |2021-04-09T14:21:05+02:00März 13th, 2021|

12.03.2021 Quelle/Bild: Pressemitteilung Landkreis Saarlouis
 
 
 
 

Schnelltestzentrum des Landkreises eröffnet

Ministerpräsident Tobias Hans, Landrat Patrik Lauer und Gesundheitsministerin Monika Bachmann bei der Eröffnung des Schnelltestzentrums in Ensdorf

Am 11. März wurde das Schnelltestzentrum des Landkreises Saarlouis in Betrieb genommen. Auf dem Gelände des RAG Zukunftsstandort in Ensdorf können sich künftig die Bürger einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Die Anmeldung erfolgt online über das Terminbuchungsportal.

Das Schnelltestzentrum ist täglich von 13.30 bis 21.30 Uhr geöffnet.

Das Schnelltestzentrum befindet sich auf dem Gelände des RAG Zukunftsstandort Duhamel in Ensdorf, Zufahrt über Ostring. Bitte folgen Sie der Ausschilderung zur RAG Repräsentanz.

REGIO.news - Landkreis Saarlouis

Stadtverwaltung setzt auf E-Mobilität!

Von |2021-03-31T14:05:15+02:00März 7th, 2021|

Stadt Friedrichsthal

E-Mobilität bei der Stadtverwaltung

Mit dem Projekt der E-Ladestation am Rathausparkplatz hatte man bereits einen ersten Schritt getan, damit die E-Mobilität auch in Friedrichsthal verstärkt genutzt werden kann. Die Montage dieser Ladestation hat sich witterungsbedingt verzögert, es ist jedoch zeitnah mit der Fertigstellung der Arbeiten zu rechnen.

Mit einem „E-Auto“, das für die verschiedenen Dienststellen der Verwaltung zur Verfügung steht, folgte nun ein Schritt hin zur kommunalen E-Mobilität. Seit wenigen Tagen verfügt die Verwaltung über einen Peugeot e-208, der mit seinem reaktionsschnellen und dynamischen Fahrverhalten begeistert. Dank seiner Geräumigkeit kann er für die unterschiedlichsten Zwecke der allgemeinen Verwaltung zur Verfügung stehen.

Dem Vorschlag der Verwaltung, bei der Neuanschaffung den Wechsel zu einem E-Fahrzeug zu gehen, war der Finanzausschuss des Friedrichsthaler Stadtrates gefolgt und setzte damit ein Zeichen für mehr Umweltschutz vor Ort. Bürgermeister Schultheis betonte, dass die Stadt mit dessen Einsatz im Hinblick auf Klimaschutz und Energiewende einen Beitrag leiste und dies in den weiteren Planungen der Stadt berücksichtigt werde.

Für die erforderlichen Aufladungen konnte in Kooperation mit den Stadtwerken am Garagen-Standort eine Wallbox installiert werden. Mit einer Reichweite von durchschnittlich 300 Kilometern ist man mit diesem Fahrzeug jetzt für die Dienstfahrten innerhalb der Stadt und den angrenzenden Kommunen umweltfreundlich gerüstet.

REGIO.news Friedrichsthal Rathaus

Forum 3D-Druck: Erfolgreicher Kick-Off !

Von |2021-03-30T10:46:35+02:00März 5th, 2021|

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

Das Wirtschaftsministerium will gemeinsam mit der saaris/automotive saarland einen regelmäßigen Austausch von Kompetenzen, Wissen und Ideen anstoßen und die tatsächliche Anwendung von 3D-Druck unterstützen und voranbringen.

Bei der digitalen Kick-Off Veranstaltung am Donnerstag, 25. Februar, konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam die Inhalte für die kommenden Meet-Ups des Forums 3D-Druck mitgestalten. Rund 200 Teilnehmer/innen aus saarländischen Unternehmen sowie Wissenschaft und Forschung hatten sich für die Veranstaltung angemeldet.

In virtuellen Konferenzräumen fanden parallele Impulsvorträge statt. So hat das Unternehmen ZF einen Einblick in die Einsatzgebiete von 3D Druck in der Produktion geliefert, das Leibniz-Institut für Neue Materialien und das Karlsruher Institut für Technologie klärten über neuartige Materialien auf, die sich sinnvoll drucken lassen, und die htw saar informierte über den Qualifizierungsbedarf in Unternehmen.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „3D-Druck wird als eine der zukunftsweisenden und innovativen Technologien in der Produktion betrachtet. Er setzt bereits heute in vielen saarländischen Unternehmen wichtige Impulse zur Erweiterung der Technologiekompetenz. In dieser Technik steckt sehr viel Zukunftspotenzial, das wir als Saarland nutzen, stärken und ausbauen wollen.“ 3D-Druck sei nicht nur eine Spielerei, sondern eine ernstzuehmende Technologie, so die Ministerin weiter. „Solche technischen Innovationen helfen uns dabei, einen Umbau der Saarwirtschaft ohne Strukturbrüche zu ermöglichen.“

Mit der Reihe „Forum 3D-Druck Saarwirtschaft“ sollen vorhandene Aktivitäten im Bereich 3D-Druck/Additive Fertigung im Saarland fortgeführt werden.

 

REGIO.news - Vogelsbornkapelle mit Grafitti besprüht - Eiweiler - Heusweiler

“Marienhof“ in Gerlfangen erneut ausgezeichnet !

Von |2021-03-30T10:50:08+02:00Februar 26th, 2021|

19.02.2021 Quelle/Bild: Pressemitteilung von Umweltministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 
 

Umweltminister Reinhold Jost gratuliert „Marienhof“ in Gerlfangen – „Saarländische Ökolandbau- Strategie ist der richtige Weg!“

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost gratuliert der Familie Zenner vom „Marienhof“ in Gerlfangen zur erneuten Auszeichnung als bester Bioladen Deutschlands.

„Das ist ein großartiger und ebenso verdienter Erfolg für die Familie Zenner und ihren tollen Hof. Die Umstellung auf ökologische landwirtschaftliche Erzeugung vor fast 30 Jahren zeigt bei dem Familienbetrieb in Gerlfangen beispielhaft und unabhängig von Prämierungen schon lange, wie sinnvoll und zukunftsweisend diese Anbaumethode und die Unabhängigkeit von externen Vertriebswegen und dem Großhandel ist“, so der im Saarland auch für die Landwirtschaft zuständige Minister.

Das Saarland ist bundesweit mit Abstand Spitzenreiter in Sachen Biolandbau. Rund 20 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche im Saarland werden nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. „Das ist gut für die Artenvielfalt, gut fürs Grundwasser und gut für die Tiere. Darüber hinaus ist es vor allem in Kombination mit Direktvermarktung auch auskömmlich und rentabel. Vor diesem Hintergrund haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Anteil an Biolandbau im Saarland bis 2025 auf 25 Prozent zu steigern. Dafür stellen wir natürlich auch die dazu gehörigen Fördermittel zur Verfügung“, so Jost. Der Bundesdurchschnitt beim Flächenanteil im Biolandbau liegt aktuell bei weniger als zehn Prozent und hier ist das Ziel Bundesregierung, diesen bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern.

Im Saarland gibt es aktuell 136 Betriebe die im Haupterwerb ökologischen Landbau betreiben. Dazu kommen nochmals fast 100 Landwirtschaftsbetriebe, die auf Teilflächen und ohne gesonderte Förderung in erster Linie biologisch Obst anbauen. Dazu kommen eine größere zweistellige Anzahl an Hofläden und zahlreiche Lebensmittelautomaten im Saarland, die schon jetzt für ein großes Angebot an direkt vermarkteten Produkten sorgen. „Das ist Wertschöpfung und fair trade vor der eigenen Haustüre. Wer von diesen Angeboten Gebrauch macht, unterstützt nicht nur unmittelbar die heimischen Produzenten, sondern leistet durch die kurzen Wege vom Hersteller zum Verbraucher auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so der Minister.

Hintergrund:

Der Biolandhof „Marienhof“ im saarländischen Gerlfangen (Landkreis Saarlouis) ist zum zweiten Mal nach 2018 in der Leserwahl des Fachmagazins „Schrot & Korn“ für den „Besten Bio-Hofladen“ in Deutschland ausgezeichnet worden. Der Familienbetrieb existiert seit 1965. Im Jahr 1992 hat die Familie Zenner den Hof auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Seit 2008 ist der „Marienhof“ ein Bioland-Betrieb.

Ebbes von Hei

Gespräch zwischen Politik und Saarlouiser Einzelhandel!

Von |2021-04-09T14:02:35+02:00Februar 22nd, 2021|

Landkreis Saarlouis
 
 
 

Landrat und Wirtschaftsförderung im Gespräch mit dem lokalen Einzelhandel

Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens mit Schließungen im Einzelhandel, Dienstleistungsgewerbe, Gastronomie und Hotellerie sowie im Kulturbereich führen auch im Landkreis Saarlouis zu einer angespannten Wirtschaftslage. Landrat Patrik Lauer und WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl haben mit Einzelhändler Paul Leinen (Paul Leinen Haushaltswaren) und Geschäftsführer Markus Wagner (Juwelier Geschäft Josef Wagner GmbH) gesprochen, um über deren Herausforderungen durch die Corona-Pandemie aus erster Hand zu erfahren.

Paul Leinen berichtet: „Die Aussagen der Politik sind leider sehr schwammig und verändern sich aus meiner Sicht zu unseren Ungunsten. Die Verunsicherungen, die sich für mich als persönlich haftender Unternehmer daraus ergeben, belasten die Psyche. Ich kenne viele Handelskollegen, die sehr angespannt und verunsichert sind und mit erheblichen Existenzängsten leben. Wir wollen endlich Licht am Ende des Tunnels sehen.“ Viele Unternehmer setzen jetzt auf die Transformation des stationären Einzelhandels in einen Online-Handel oder auf ‚Call and Collect‘. Markus Wagner erläutert die Grenzen des Online-Angebots für den Einzelhandel: „Ein Angebot wie ‚Call and Collect‘ berücksichtigt bei uns nur den Aspekt der persönlichen Kundenpflege. Wir erreichen damit maximal 10 % unseres Umsatzes. Wir möchten ausdrücklich klarstellen, dass wir keine Corona-Leugner sind! Dennoch ist es jetzt an der Zeit, sich mit innovativen Lösungen für den Einzelhandel zu befassen.“

Landrat Patrik Lauer und WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl folgten den Schilderungen der Unternehmer beim Gespräch aufmerksam. „Die Politik kündigte ‚schnelle und unbürokratische Hilfen‘ an – aber oft war in der Vergangenheit das Gegenteil der Fall“, ergänzt Landrat Patrik Lauer. „Die Geschäfte haben exzellente Hygienekonzepte erarbeitet und brauchen nun endlich eine Perspektive, wann sie wieder öffnen können.“ Die aktuell erweiterten staatlichen Hilfen sollen erst im März fließen, dann könne es aber für Viele zu spät sein. „Die langsame Umsetzung und die geringe Höhe der Finanzhilfen beschädigen zunehmend das Vertrauen in effektive Hilfsprogramme der Politik und gefährden den Fortbestand vieler Unternehmen“, befürchtet WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl. „Als Folge dieser Situation haben viele Ladeninhaber in der Corona-Krise bereits ihr Geschäft aufgegeben“, zieht Pohl Bilanz.

Konkretes Wiedereröffnungsszenario für alle Branchen

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass es ein konkretes Wiedereröffnungsszenario für alle Branchen, unbürokratische und schnelle Überbrückungshilfen sowie faire und angemessene direkte Ausgleichszahlungen für fehlende Umsätze und Unternehmensgewinne brauche, um den lokalen Akteuren in der Corona-Pandemie wieder eine Perspektive zu bieten.

REGIO.news - Landkreis Saarlouis

Zukunft des Saarlouiser Fordwerkes ungewiss!

Von |2021-04-09T14:12:08+02:00Februar 20th, 2021|

18.02.2021 Quelle/Bild: Pressemitteilung vom 18.02.2021, Sascha Schmidt
 
 
 
 

Zukunft des Saarlouiser Fordwerkes: OB Demmer fordert klares Bekenntnis zum Standort

Rund eine Milliarde Dollar investiert Ford in die Modernisierung des Kölner Werkes, um dort den Einstieg in die Elektromobilität zu vollziehen. Über die Zukunft des Saarlouiser Werkes gibt es indes weiterhin keine Aussagen. Das kritisiert der Saarlouiser Oberbürgermeister Peter Demmer scharf.

„Die Belegschaft in Saarlouis wird weiter im Unklaren gelassen“, erklärt der Verwaltungschef. „Wir brauchen dringend Planungssicherheit für die Menschen und für das Werk inklusive des Industrieparks in Saarlouis.“ Demmer unterstützt den Vorstoß des Betriebsratsvorsitzenden Markus Thal, der das Ford Management aufforderte, unverzüglich die bereits für Dezember angekündigten Zukunftsgespräche über den Standort Saarlouis zu beginnen.

Die Fordwerke mit dem angegliederten Industriepark sichere die Existenz von tausenden Familien in der Region. „Daher ist die Zukunft des Standortes enorm wichtig für die Stadt, den Landkreis und das gesamte Land.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Saarlouis seien nicht nur hochqualifiziert und motiviert, sagt OB Demmer, „sie haben in den vergangenen Jahren auch große Kraftanstrengungen unternommen, um die Kosten am Produktionsstandort gering zu halten.“ Harte Einschnitte, wie der Wegfall der Nachtschicht oder der Produktionsstopp des C-Max, wurden dabei mitgetragen. Angesichts dessen, sei es kein ehrlicher Umgang mit der Belegschaft, diese weiterhin im Unklaren über die Zukunft des Werkes zu lassen. Vielmehr müsse dieser Einsatz nun mit einem klaren Bekenntnis zum Saarlouiser Werk gewürdigt werden: „Wir brauchen ein Nachfolgemodell für den Focus in Saarlouis mit zukunftsorientierter Technologie – gleich ob Elektroantrieb oder Hybrid“, betont Demmer. „Und wir brauchen ein klares Bekenntnis zum Standort Saarlouis über 2025 hinaus.“

REGIO.news - Landkreis Saarlouis Ford

Hilfen für deutsche Flughäfen!

Von |2021-03-30T11:23:56+02:00Februar 18th, 2021|

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr | Luftfahrt, Verkehr, Coronavirus
 
 

Erfolg der Verkehrsministerkonferenz: Hilfen für Flughäfen

Es ist ein Erfolg, den Verkehrsministerin Anke Rehlinger noch in ihrer Rolle als Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz erzielen konnte.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer haben sich auf finanzielle Unterstützung für die Flughäfen geeinigt – das Ganze unter dem Druck der Länder – allen voran Anke Rehlinger.

„Wir haben vehement gegenüber dem Bund unsere Forderung geäußert, dass er sich an der Unterstützung der Flughäfen beteiligen und zumindest für die Zeit des harten Lockdowns im Frühjahr eine Erstattung der Vorhaltekosten für die Flughäfen mittragen soll. Dabei haben wir aber auch immer wieder unsere Bereitschaft erklärt, dass wir uns an einer jeweils gleichhohen Mitfinanzierung beteiligen. Das ist uns endlich gelungen – es war ein langer Weg dorthin.“

Die einmalige Unterstützungsleistung des Bundes erfolgt für drei Flughäfen mit Bundesbeteiligung und für 12 Flughäfen, an denen die Deutsche Luftfahrtsicherung die Flugsicherung stellt und an denen der Bund nicht als Gesellschafter beteiligt ist – einer davon ist Saarbrücken. Die Hilfe soll die Pandemie-bedingten Schäden für den Zeitraum vom 4. März bis 30. Juni 2020 und/oder von Fixkosten ausgleichen. Insgesamt ist die Höhe der Unterstützungsleistung von Bund und Ländern auf die Vorhaltekosten je Flughafen für den Zeitraum von März bis 30. Juni 2020 gedeckelt. Die Unterstützungsleistung von Bund und Ländern erfolgt zu gleichen Teilen (50 % Bund, 50% Land) als Zuschuss. Die noch kleineren Regionalflughäfen sollen bei den Gebühren für Flugsicherungsdienstleistungen entlastet werden.

Rehlinger: „Die Flughäfen in unserem Land erfüllen gleich mehrere wichtige Funktionen: Sie sind nicht nur für den Tourismus von Bedeutung, sondern auch zentral zur Aufrechterhaltung von Lieferketten für die Industrie, für die medizinische und pharmazeutische Versorgung und vielem mehr – das war vor Corona so, das ist während Corona so und das muss auch nach Corona so sein.“

Ebbes von Hei

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