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“Gelbes Band” für Obstpflücker

Von |2021-05-04T11:28:08+02:00Mai 4th, 2021|

Startschuss für Ernteprojekt „Gelbes Band“

Rehlingen-Siersburg. Ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und für die Wertschätzung von heimischem Obst: Pünktlich zum internationalen Tag der Streuobstwiese startet das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Ernteaktion „Gelbes Band“.

Von Bäumen darf ohne Rücksprache mit dem Besitzer für den Eigenbedarf Obst geerntet werden. Streuobst pflücken ist nur bei den Bäumen, die mit einem gelben Band markiert sind, nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht.

Vielerorts im Saarland ist die Landschaft geprägt von Streuobstwiesen. Oft sind sie verwahrlost. Das Obst wird nicht gepflückt und verrottet einfach.

Deswegen hat das saarländische Umweltministerium zusammen mit dem Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz das Ernteprojekt „Gelbes Band“ gestartet. Wenn ein Baum ein gelbes Band trägt, darf man von ihm so viel Obst für den eigenen Bedarf ernten, wie man möchte. Der Besitzer muss nicht um Erlaubnis gefragt werden.

Lebensmittel retten

Ziel ist es laut Umweltministerium, die vielen ungenutzten Obstbäume für die Bevölkerung freizugeben, damit das Obst auch gegessen wird. Außerdem solle heimisches Streuobst so wieder mehr wertgeschätzt werden.

Wer eine Streuobstwiese besitzt und mitmachen will, kann im Rathaus der betreffenden Kommune einen Teilnahmebogen ausfüllen. Dann bekommen die Teilnehmenden die gelben Bänder und ein Plakat mit den Verhaltensregeln.

Wer Streuobst retten möchte, darf alles pflücken, was in Reichweite hängt. Nicht erlaubt ist, auf die Bäume zu klettern. Außerdem dürfen keine Äste abgeschnitten oder abgebrochen werden.

Streuobst Gelbes Band
Minister Reinhold Jost mit dem Beigeordneten von Rehlingen-Siersburg, Joshua Pawlak, und Roger Marti, Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. (von links).

“Marienhof“ in Gerlfangen erneut ausgezeichnet !

Von |2021-03-30T10:50:08+02:00Februar 26th, 2021|

19.02.2021 Quelle/Bild: Pressemitteilung von Umweltministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 
 

Umweltminister Reinhold Jost gratuliert „Marienhof“ in Gerlfangen – „Saarländische Ökolandbau- Strategie ist der richtige Weg!“

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost gratuliert der Familie Zenner vom „Marienhof“ in Gerlfangen zur erneuten Auszeichnung als bester Bioladen Deutschlands.

„Das ist ein großartiger und ebenso verdienter Erfolg für die Familie Zenner und ihren tollen Hof. Die Umstellung auf ökologische landwirtschaftliche Erzeugung vor fast 30 Jahren zeigt bei dem Familienbetrieb in Gerlfangen beispielhaft und unabhängig von Prämierungen schon lange, wie sinnvoll und zukunftsweisend diese Anbaumethode und die Unabhängigkeit von externen Vertriebswegen und dem Großhandel ist“, so der im Saarland auch für die Landwirtschaft zuständige Minister.

Das Saarland ist bundesweit mit Abstand Spitzenreiter in Sachen Biolandbau. Rund 20 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche im Saarland werden nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. „Das ist gut für die Artenvielfalt, gut fürs Grundwasser und gut für die Tiere. Darüber hinaus ist es vor allem in Kombination mit Direktvermarktung auch auskömmlich und rentabel. Vor diesem Hintergrund haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Anteil an Biolandbau im Saarland bis 2025 auf 25 Prozent zu steigern. Dafür stellen wir natürlich auch die dazu gehörigen Fördermittel zur Verfügung“, so Jost. Der Bundesdurchschnitt beim Flächenanteil im Biolandbau liegt aktuell bei weniger als zehn Prozent und hier ist das Ziel Bundesregierung, diesen bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern.

Im Saarland gibt es aktuell 136 Betriebe die im Haupterwerb ökologischen Landbau betreiben. Dazu kommen nochmals fast 100 Landwirtschaftsbetriebe, die auf Teilflächen und ohne gesonderte Förderung in erster Linie biologisch Obst anbauen. Dazu kommen eine größere zweistellige Anzahl an Hofläden und zahlreiche Lebensmittelautomaten im Saarland, die schon jetzt für ein großes Angebot an direkt vermarkteten Produkten sorgen. „Das ist Wertschöpfung und fair trade vor der eigenen Haustüre. Wer von diesen Angeboten Gebrauch macht, unterstützt nicht nur unmittelbar die heimischen Produzenten, sondern leistet durch die kurzen Wege vom Hersteller zum Verbraucher auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so der Minister.

Hintergrund:

Der Biolandhof „Marienhof“ im saarländischen Gerlfangen (Landkreis Saarlouis) ist zum zweiten Mal nach 2018 in der Leserwahl des Fachmagazins „Schrot & Korn“ für den „Besten Bio-Hofladen“ in Deutschland ausgezeichnet worden. Der Familienbetrieb existiert seit 1965. Im Jahr 1992 hat die Familie Zenner den Hof auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Seit 2008 ist der „Marienhof“ ein Bioland-Betrieb.

Ebbes von Hei

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